Chronik Wustermark - Kulturverein Wustermark

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Chronik Wustermark

Wustermark

Seit einigen Jahren bemüht sich eine kleine Arbeitsgruppe des Vereins bestehend aus Klaus-Peter Nowak und Hartmut Schönduwe die noch zu Wustermarker Amtszeiten von Frau Christel Debusmann angefangene Riesenarbeit einer Erstellung einer Ortschronik weiterzuführen.
In Kürze werden die ersten Ergebnisse hier zu sehen sein, wobei zuerst die Ortschronik des jetzigen Ortsteils Wustermark, dem ältesten Ort im ehemaligen Amtsbereich mit einer Ersterwähnung im Jahre 1212, erstellt wird. Es folgen die Chronologien der jetzigen Wustermarker Gemeindeteile Dyrotz und Wernitz, die bis 1958 bzw. 1998 selbständige Gemeinden waren. Danach ist ein geschichtlicher Abriß über Hoppenrade vorgesehen. Dieser Ort ist zum einen eng verbunden mit Dyrotz, da dem dortigen Rittergutsbesitzer meist auch Hoppenrade gehörte, besonders sind dabei die Ribbecks zu erwähnen. Zum anderen besteht eine enge Beziehung zu Wustermark durch die geistliche Institution. Hoppenrade gehörte als Filiale immer zur Mutterkirche in Wustermark.
Bei den Zeittafeln handelt es sich um einen ersten Überblick zu relevanten Daten aus der Geschichte. Darüber hinaus gibt es noch weiteres Material, das in späteren Ortsporträts zusammengefaßt werden soll.
Die Zeittafeln wurden erstellt nach Informationen aus der historischen Literatur, Archivmaterialien im Brandenburgischen Landeshauptarchiv, dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, dem Archiv der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam, dem Archiv der Märkischen Allgemeinen in Nauen, dem Archiv des Nauener Museums und dem Archiv des Stadtgeschichtlichen Museums Spandau sowie aus Unterlagen, die im Amt Wustermark vorhanden sind.


„toder wuster marke" war Klosterbesitz


Der Ort soll schon im Jahre 981 bestanden haben. Nach einer sorgsam gehüteten Urkunde über den Ursprung der Stadt Nauen schenkte der Kaiser Otto II. am 21. Juli 981 dem von seiner Frau gegründeten Kloster Memleben einen Ort Dubie im Havellande. Es handelte sich wahrscheinlich um Wustermark.
In einer anderen alten Urkunde ist von „to der wuster marke" die Rede, was soviel heißt wie „zu der wüsten Mark". Die Endungs­form -er rührt in der Mark Bran­denburg von niederländischen Siedlern her. In der Ortslage, auf dem Grundstück des damaligen Bauerngutsbesitzers Hornemann, stand früher ein slawischer Burgwall, der erst im vorigen Jahrhundert abgefahren worden ist. Dieser stammte nach den dort gefundenen verzierten Urnenscherben, Knochen, Asche und Kohlenresten aus der wendischen Zeit. Vielleicht war diese verlas­sene Siedlung der Grund für die Namensgebung während der Neubesiedlung zu deutscher Zeit, denn beim Wendenaufstand gegen die Deutschen war der Ort so zerstört worden, dass Albrecht der Bär 1150 nur noch verwüstete Reste vorfand.
Der älteste und namengebende Ort der heutigen Gemeinde ist damals auf der Grenze des „Landes um Nauen", wie der mittlere Teil des Havellandes auch genannt wird, angelegt worden. Nach einer Urkunde von 1212 schenkte Vogt Albrecht zu Spandau dem Kloster Lehnin zwei Hufen Landes, sein „Wustermarke" zu seinem, und seiner Frau Seelenheil. 1220 wurde der Ort dann Wostermarke genannt, seit 1412 heißt der kleine Ort am Havelkanal Wustermark. Hier gab es bereits im Jahre 1313 eine Kirche, in welcher ein Pfarrer Weger fungierte. 1375 gab es in Wustermark mit Einschluss des Schulzen 13 Hüfner, die dem Amte Spandau Holzzins zu entrichten hatten. Im Dorfe wohnten damals die Familien Bredow, Bellin, Da­me, Eteber, Goris, Hornigmann, Kuheller, Lange, Martzan, Moeß, Mertin, Wunderlich und Zander.

Wustermark 2008




Zeittafel


800 - 1000
Mittelalterlicher Burgwall  

9.bis11.Jh.
Slawische Einwanderer errichten eine Burg mit einer Größe von ca. 6,6 Hektar als Zentrum eines Gutsbezirkes, den sie auch bewohnen.

1000-1200
Spätslawische Siedlung

1212
Ersterwähnung des Ortes in einer Urkunde in welcher Markgraf Albrecht bestätigt, daß der Vogt Albrecht zu Spandau dem Kloster Lehnin zwei Hufen Landes "in Wustermarke" zum Seelenheil seiner Ehegattin

1215
In einer Urkunde ist belegt, daß der Bischof von Brandenburg über die Zehnten des Dorfes verfügte und der Trugseß des Markgrafen Hermann, der Ritter Busse Gruvelhut, der Lazarus-Kapelle vor Spandau vier Hufen in der Feldmark Wustermark schenkte; diese Angaben werden in Urkunden von 1220 und 1307 wiederholt.

1220
Wustermark wird bereits als Pfarrdorf geführt.

Um 1250
Der Vogt von Spandau, Herr von Schneidlingen, verfügt über Landbesitz in Wustermark.

13.10.1307
Busso Gruwelhut, Trucheß am Hofe des Markgrafen Hermann von Brandenburg, überträgt mit Zustimmung des Landesherrn der bei Spandau gelegenen Kapelle des St. Lazarus-Hospitals, errichtet zur Aufnahme Aussätziger, vier Hufen im Dorf Wustermark, die jährlich 4 Wispel Roggen, 32 Scheffel Weizen, 2 Wispel Gerste, 4 Scheffel Erbsen und 35 Hühner einbringen.

1313
Im Dorf gab es bereits eine Kirche, in welcher ein Pfarrer Weger fungierte. Es bestand auch eine Burg, die an der alten Heerstraße zwischen Brandenburg und Spandau erbaut war, und möglicherweise in älterer Zeit zu kriegerischen Zwecken oder zur Sicherung der Umgegend gedient haben könnte.

07.01.1317
Markgraf Johann befreit zwei Hufen Land in Wustermark, die dem Kloster Lehnin gehören, von Diensten und Beden.

09.07.1353
Markgraf Ludwig der Römer genehmigt, daß Heinrich Wegher dem Nauener Bürger Paul Dammeker einige Hebungen im Dorf Wustermark verpfändet.

08.03.1354
Markgraf Ludwig der Römer verleiht den Gebrüdern Peter, Cöpkin, Wilkin und Mathias von Bredow zur Deckung von Schuldforderungen aus der Verwaltung der Vogtei Spandau Anteile an verschiedenen Dörfern, darunter auch Wustermark.

1355
Markgraf Ludwig der Römer verpfändet je zehn Schillinge an den beiden Krügen und einige Einkünfte aus Hein Brunninges Hofe in Wustermark an Christian Duseke zu Pankow und den Bürger Claus Rennebom in Nauen.

24.12.1359
Markgraf Ludwig der Römer übereignet dem St. Johannis-Altar zu Nauen Anteile am Wublitzsee, die zuvor Eggehard von Bardeleben gehörten, und Anteile des Hofes von Hein Brunnige in Wustermark, die zuvor Nauener Bürgern zufielen. Diese Besitzänderungen werden am 3. Juni 1364 auch bischöflich bestätigt.

1375
Im Landbuch Kaiser Karls IV. werden für Wustermark 44 Hufen ausgewiesen, davon besitzt der Pfarrer zwei, der Schulze drei Lehns- und ein Zinshufe; die übrigen 38 Hufe sind im Besitz von zwölf Bauern: Bolling, Brunning, Clodow, Fetzen Guris, Herbert, Hun, Kartzow der ältere und der Jüngere, Mewes, Nibede sowie Zabel. Der größte Teil der Abgaben, die diese in Pacht, Zins und Bede leisten, erheben unter anderem Ernst von Etzin, Nicolaus von der Gröben, Arnold von Karpzow, die Mönche von Lehnin, ein Altar in Spandau, der Pfarrer und der Schulze in Zeestow. Die obere und niedere Gerichtsbarkeit sowie die Dienste gehören dem Markgrafen zum Schloß Spandau wie das Erbregister des Amtes Spandau von 1590 aussagt. Inklusive des Schulzen gibt es im Ort dreizehn Hüfner.  

1375
Die bekannten ältesten Familien des Kreises Osthaveland, welche sich nach Ortschaften genannt haben.  

05.03.1378
Ein Wustermarker Bauer hat etwas unverzeihliches getan: Er hat eine Wahrsagerin befragt, um einen Diebstahl aufzuklären.  

20.06.1424
Markgraf Friedrich verpfändet der Neustadt Brandenburg markgräfliche Zölle, darunter auch auf den Straßen zwischen Plaue, Pritzerbe bis nach Wustermark.

19.04.1427
Markgraf Johann beleiht die Brüder Albrecht zu Spandau mit zwei Hufen Land zu Wustermark, die diese von Arnd von Lindow gekauft haben.

03.01.1434
Der Markgraf Johann belehnt den Ritter Hasse von Bredow mit einer jährlichen Hebung von der "Burgk zu Wustermarke", dazu zählen je sechs Scheffel Roggen, Gerste und Weizen.

23.02.1435
Markgraf Johann beleiht die drei Brüder Hallenbrecht mit Besitzungen ihres verstorbenen Vaters, darunter auch vier Stücke Geldes in Wustermark.

06.05.1439
Markgraf Friedrich der Jüngere bestätigt dem Armenhospital St. Georg in Spandau eine Schenkung im Dorf Wustermark, die aus Zinsen und Renten aus zwei Hufen Land besteht.

01.08.1446
Die Verpfändung von Zöllen wird, auch auf den Straßen nach Wustermark, durch die Markgrafen Friedrich den älteren und den Jüngeren an Brandenburg nochmals erneuert. Dieses geschah, weil die Stadt zum Pommerschen Kriege dem Markgrafen 2089 Gulden geliehen hat. Am 4.7.1458 erfolgt eine weitere Bestätigung dazu.

1459
Das Matrikel des Bistums Brandenburg weist nach den Propsteistühlen im Gebiet Nauen auch Wustermark aus.

1472
An verschiedene Brandenburger Bürger erfolgen Belehnungen, darunter auch 4 1/3 Wispel Roggen und Gerste aus drei Hufen im Dorf Wustermark. Belehnt werden auch Berliner Bürger. So erhalten Jorg und Peter Helmbrecht, wohnhaft zu Coln und Spandow, in Wustermark von Mathis Krumenaw einige Wispel Roggen, Gerste und Weizen.

1473-1536
Die Spandauer Stadtbücher weisen in ihrer Stadtkämmerei die Berechtigung zu Einnahmen von Gütern und Gerechtigkeiten in Wustermark aus. Danach gab Peter Lantzberch dem Rat in der Havelstadt jedes Jahr zu Martini je acht Scheffel Roggen und Gerste.

29.08.1473
Markgraf Johann belehnt die von Britz mit ihren Besitzungen, dabei auch Hufe in Wustermark.

31.05.1483
Markgraf Johann erteilt dem Balthasar von Schlieben das Recht, Besitzungen in Wustermark dem Kloster auf dem Berge zu Brandenburg zu verpfänden, das betrifft Getreideanteile.

1600-1800
Die Standesregister wurden hauptsächlich von den kirchlichen Gemeinden geführt. Notiert wurden auch die Anzahl der Geburten, Todesfälle und wieviele kopuliert (verheiratet) wurden innerhalb eines Jahres oder Jahrzehnt.

07.03.1525
Kurfürst Joachim verleiht dem Spandauer Bürgermeister Georg Wartemberg unter anderem Hebungen in Wustermark. Von dort bekommt er jährlich Zins und Rente von Bartolomeus Mors Hof und zwei Hufen sowie von jeglichen Hufen je 1 1/2 Wispel Gerste und Roggen.

1535-1571
Kurfürst Joachim II. führt die Reformation in der Mark Brandenburg ein.

1536-1567
Aus den aus dieser Zeit erhaltenen Registern und Rechnungen des Nonnenklosters und des Amtes Spandau geht hervor, daß Wustermark beiden gegenüber abgabenpflichtig ist. Die Klosterfrauen bekommen beispielsweise Getreide. Dem Amt steht unter anderem ein Holzzins zu.

1536
Nach einem Lehnsbriefe erwerben die Gebrüder Levin und Berthold von Wilmersdorf das Schulzengericht, welches zu diesem Zeitpunkt die von Priort innehatten. Dieses besteht in drei freien Hufen, Zinsen und Renten vom Kruge, von einem Kossäthenhofe, in Bau- und Brennholz aus dem Brieselang, 1/3 der Strafen, Fischerei auf den Pfühlen und Mist aus der Schmiede.  

21.12.1538
Kurfürst Joachim bestätigt einen Gütertausch zwischen den Brüdern von Bredow und dem Kloster Spandau. Danach bekommen die Bredows Anteile am Dorf Roskow, dessen Einkünfte bisher an die Nonnen gingen. Im Gegenzug erhalten die Spandauer Klosterfrauen Hebungen in Dyrotz und Wustermark. Es sind vor allem Getreidepächte von einigen Höfen. In Wustermark betrifft es die Bauern Ethebern, Mertzan und Bellin.

01.11.1539
Der Kurfürst tritt in der Nicolaikirche zu Spandau öffentlich zum evangelischen Glauben über.

1540
Das Kirchenvistationsprotokoll weist aus, daß das Domstift zu Cölln an der Spree das Patronat über die Wustermarker Mutterkirche mit seiner Filiale Hoppenrade innehat.

1542
Die Gebrüder Wilmersdorf erhalten die Bestätigung über das Schulzengericht in Wustermark. In der überlassung sind auch noch einmal die Einkünfte aus diesem Amt geregelt, dazu gehören zum Beispiel Holzgerechtigkeiten.

1550
13 Hüfner haben zum Amt Spandau Holzzins zu entrichten, das weist in diesem Jahr eine Amtsrechnung aus. Darin sind auch die Namen der Ortseinwohner angegeben: Bredow, Bellin, Dame, Eteber, Goris, Hornigmann, Kuheller, Lange, Martzan, Moeß, Mertin, Wunderlich und Zander.

1573
Mangel an Kindesliebe wurde zu Zeiten des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg sehr hart bestraft, in manchen Fällen sogar mit der Todesstrafe.  

1574
Kurfürst Johann Georg verfügt die Führung von Kirchenbüchern. Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen sind darin regelmäßig einzutragen.

1590
Wustermark zählt zum Spandauer Mühlenbannbezirk, d.h. zum Bereich der Orte, die ausschließlich in der Havelstadt ihr Getreide mahlen lassen dürfen.
Wustermark gehört bis auf einen adeligen Bauern mit vier Hufen zum Amt Spandau. Außerdem gibt es in dem königlichen Dorf einen freien Lehnschulzen mit drei freien Hufen Land, acht Inhaber von drei Hufen Land inklusive Krüger sowie fünf Ansässige mit zwei Hufen Land. Es gibt im Ort fünf Kossäthen, einen mit einem Hufe Land, drei mit wenig und einen ohne Land. Im Dorf befindet sich eine Schmiede, Hirten und Dammacher leben dort.

13.10.1600
Auf einer Synode wird festgesetzt, daß der Pfarrherr für Wustermark und Hoppenrade zur Kircheninspektion Spandau zählt.

1618-1648
Dreißigjähriger Krieg

1624
Das Schoßkataster weist für Wustermark 39 Hufen aus, davon drei Ritterhufe. Im Ort gibt es 15 Bauern-, und vier Kossäthenstellen sowie 3 1/2 Paar Hausleute, außerdem einen Hirten, einen Hirtenknecht und eine Schmiede.

1635
Der Kurfürst von Brandenburg eröffnet eine tägliche Botenpost von Tangermünde nach Spandau und Berlin; die Route führt über Wustermark.

02.01.1636
Durchmarsch der sächsischen Kavallerie von Nauen nach Spandau, etliche Regimenter beziehen in den Orten zwischen den beiden Städten Quartier.

1652
Im Dorf befinden sich ein freier Lehnschulze, mit dem Namen von Wilmersdorf, mit drei Hufen Land. Außerdem gibt es noch ein Freigut mit vier Hufen Land mit dem Besitzer von Götze und es besteht eine Meierei. Ansässig sind auch Bauern und Kossäthen, ein Schäfer und ein Dammacher.

1663
Karte der Mittelmark von Jeannes Blaeu (erschienen im Atlas Mayor, Amsterdam 1663).  

1670
Der Rat und Bibliothecarius Ernst Sigismund Crellius übernimmt das Schulzenamt in Wustermark.

1675
Schwedische Truppen fallen in die Mark Brandenburg ein. Am 16. Juni überrumpelt der Große Kurfürst die Schweden bei Rathenow und treibt sie durch das Havelland bis es in Fehrbellin zur Entscheidungsschlacht kommt.

1600-1800
Beispiel einer statistischen Erhebung über die Entwicklung einer Einwohnerschaft (hier Falkenhagen).  

1704
Das Dorf Wustermark befindet sich vollständig im Besitz des Amtes Spandau.

März 1705
Königin Sophie Charlotte, nach der Charlottenburg benannt ist, stirbt auf einer Reise nach Hannover. Der König läßt den Leichenzug mit seiner Gemahlin unter großer Eskorte über Ziesar, Brandenburg und Nauen nach Berlin geleiten. Freitags soll das Nachtlager in Wustermark genommen werden. Wegen der vielen Leute und Pferde muß dieser Plan aufgegeben werden. Statt dessen übernachten die mehr als 500 Menschen, die die tote Königin bei ihrer Rückkehr nach Berlin begleiten, in Nauen.

1713
Im Dorf bestehen zwei Schankkrüge, die zwei Spandauer Bürger betreiben. Außerdem sind drei Handwerker ansässig. Alle unterstehen der Obrigkeit des Königlichen Amtes in der Havelstadt.

07.04.1713
Aushändigung der Urkunde über das Lehnschulzengericht zu Wustermark an Ernst Sigismund Crellius.

1715
Der Etatrat von Fuchs erwirbt das Eigentum, das einstmals den von Wilmersdorf gehört hat und von diesen schon früher an den Rat und Bibliothekar Ernst Sigismund Crellius abgetreten worden ist. Später gelangt es in den Besitz der Familie Schmidt. 1718 - 1724 beginnt die Entwässerung und Urbarmachung des havelländischen Luchs. Die Ortschaften sollen sich an den Kosten für die Anlegung der Gräben beteiligen. Bei dem veranschlagten Gesamtbetrag von 38 000 Talern hat Wustermark 400 Taler aufzubringen. Gegen diese Anordnung legt der Landrat des Havelländischen Kreises Beschwerde beim zuständigen General-Direktorium ein, da die meisten Edelleute die Zahlungen nur über Verschuldungen ihrer Güter leisten können.

1721
Im Handwerkerverzeichnis des Havelländischen Kreises sind für Wustermark ein Wohnschmied und ein Garnweber aufgeführt.

1728
Das Kirchenvernögen in Wustermark beträgt 322 Taler und 11 Pfennige.

1730
Für Potsdam wird eine eigene Kircheninspektion eingerichtet. Wustermark wird von Spandau ausgegliedert und diesem neuen Gebiet zugeordnet.
Das Pfarranwesen wird gebaut. Es besteht aus Pfarrhaus, Kuh-, Pferde- und Hühnerställen. Der Pfarrer erhält kein Gehalt, er ist Selbstversorger und Landwirt.

1745
Wustermark ist für die Erhebung von Brückenzoll notiert.

1747
Im Jahre 1747 kam Wustermark durch einen Kobold, der sich angeblich ausgerechnet im Pfarrhause gezeigt hatte, in einen sonderbaren Ruf.  

1748
Die Kreisbehörde verzeichnet Einnahmen aus Wustermarker Hufen- und Giebel-Schoß-Geldern von 25 Talern und 16 Groschen.

1751
Der Postmeister und Schulze Andreas Schmidt zu Wustermark wendet sich zur Klärung von Unstimmigkeiten über seine Holzgerechtigkeiten an den König. Die Verhältnisse des Wustermarker Schulzengerichtes, schreibt er dabei, seien in der Qualität mit einem Lehn- bzw. Rittergut zu vergleichen.

1758
Dem Müller Schwartz zu Dyrotz wird die Erlaubnis erteilt in der Nähe des Dorfes Wustermark zwei Windmühlen zu errichten. Zum Mahlen des Getreides dort werden vier Orte, nämlich Wustermark, Dyrotz, Hoppenrade und Zeestow, mit 588 Personen zugewiesen. Doch die Mahlpflichtigen halten sich nicht an diese Anweisungen. Ab 1769 sind mehrere Beschwerden des Müllers überliefert. Die Streitigkeiten setzen sich bis zur Aufhebung des Mahlzwanges fort.

13.07.1765
In der Nacht zwischen 11 und 12 Uhr bricht im Krug des Pächters Böttcher ein Feuer aus. Vermutet wird, daß es von einem Bettler verursacht wurde, der sich noch nachts davonschlich. Entdeckt wird der Brand erst, als auch schon Scheune und Stall in Flammen stehen. Das Feuer greift auch noch auf den zweiten Krug im Ort über. Beide Gebäude brennen völlig nieder.
13 Menschen sterben bei der Feuersbrunst. Soweit der Auszug aus dem Bericht im Wustermarker Kirchenbuch.

1767
Postmeister Schmidt wird als Inhaber der Schank- und Braugerechtigkeiten im Ort genannt.
Es kommtzu einer Auseinandersetzung zwischen dem Fiskus und dem Lehnschulzen Andreas Schmidt zu Wustermark über die Rittergutsqualität des Lehnschulzengerichts im Dorf. Es geht bei um die entsprechenden Privilegien.

1776
In einem Schreiben des Forstdepartments werden für das Wustermarker Feld drei Brücken angegeben, die reparaturbedürftig sind. Zwei in der Brandenburgischen auf die Rathenower Straße und eine in der Nauener Straße. Zur Wiederherstellung der baufälligen übergänge, die die Wustermarker Gemeinde unterhält, werden 30 Fuß Holz benötigt.

23.07.1777
Ihre Majestät der König Friedrich Wilhelm II. fährt durch Dyrotz und Wustermark.  

1778
Karte des Havelländischen Kreises (Urheber Oesfeld) aus dem Jahre 1778 mit allen relevanten Orten.  

1779
In Wustermark leben 314 Menschen. Der Ort hat zwei Windmühlen und ein Freigut, das dem Posthalter Schmidt gehört, der dort einen Bauern eingesetzt hat. Das Dorf steht unter dem Amt Spandau und Kirchenpatron ist das Domkirchen-Direktorium zu Berlin.

1787
In einer Tabelle über den Bestand von Maulbeerbäumen sind für Wustermark 23 Stück auf dem Kirchhof angegeben, die beschnitten werden müssen. Gepflegt und benutzt werden die Gewächse vom Küster. Dieser Nachweis bleibt bis 1799 unverändert.

1793
Die Dorfkirche wird wahrscheinlich unter Verwendung mittelalterlicher Reste als Putzbau mit polygonalem Schluß und quadratischem Westturm errichtet. Das Innere wird mit hölzerner Tonnenwölbung und Hufeisenempore gebaut.

1796
In der Gemeinde Wustermark befinden sich 79 und zusätzlich auf dem Kirchhof fünf Maulbeerbäume. Zwischen 1794 und 1805 sind auch Angaben erhalten über den Verkauf von Seiden-Grains nach Berlin durch den Küster.
Marie Louise von Bredow, geborene Quast, stirbt in Wustermark und hinterläßt der Kirche im Ort sowie denen in Dyrotz und Bredow Legate. In ihrem Testament vermacht die Dame der Wustermarker Kirche 50 Taler mit der Auflage, daß Kapital bei der Bank anzulegen. Das Vermächtnis ist auch an die Bedingung geknüpft, daß nach ihrem Tod die Glocken von 12 Uhr bis 1 Uhr mittags eine Stunde lang geläutet werden.

Um 1800
Folgende Besitzstandsverhältnisse werden in Wustermark ausgewiesen: teils ansässige Bürger, teils Domänenamt Spandau. Das Dorf hat 20 Hof- und 31 Feuerstellen. Es gibt zwei Krüge, eine Schmiede und einen Stellmacher.
Die Route der Fernhandels- und Poststraße führt ab Spandau über Wustermark.

1804
Für das Dorf sind ein Lehnschulze, 15 Ganzbauern, vier Kossäthen, zehn Einlieger, je ein Rademacher und ein Schmied sowie zwei Windmühlen und zwei Krüge verzeichnet. Insgesamt leben 380 Menschen dort und es gibt 31 Feuerstellen. Der Ort befindet sich im Besitz des Domänenamtes Spandau, umfaßt 44 Hufe. Die Kirche gehört zur Inspektion Potsdam.
Zwei der 14 Hauptpostwege in der Kurmark führen über die Poststation in Wustermark, es sind die Routen nach Halberstadt und nach Salzwedel.

1806-1810
Frankreich, namentlich Napoleon, führt Krieg in Europa. Die französischen Truppen erreichen im Oktober Brandenburg unter Marschall Bernadotte, dem späteren König von Schweden. In Wustermark wird noch im gleichen Monat eine französische Kommandantur eingerichtet, die für die umliegende Gegend zuständig ist. In der Zeit dieses Krieges wird auch die alte Militärstraße über Potsdam von den Franzosen verändert. Die neue Verbindung führt ab Mainz unter anderem über Magdeburg, Brandenburg und Wustermark nach Berlin und weiter bis nach Polen. Alle französischen Truppen aus und nach Frankreich und Polen marschieren über diese Wegtrasse.

1807
Das Dorf wird zum Etappenort bis zum 1. November erklärt und daraus ergibt sich die Einrichtung eines Garde-Magazins.

30.01.1807
Der Dichter Heinrich von Kleist wird mit seinen beiden Reisegefährten von den Franzosen unter Spionageverdacht festgenommen und verbringt eine Nacht im Keller des Wustermarker Hauses von Christoph Wilhelm G(C)rellius in der Dorfstraße bevor er den Gang in die französische Kriegsgefangenschaft antreten muß.  

1810
Das Verzeichnis der Familien mit schulpflichtigen Kindern in der Gemeinde vermerkt 54 Schüler je 27 Mädchen und Jungen; die Einkünfte aus der Küster- und Schulstelle betragen 105 Taler und 23 Silbergroschen, zusammengesetzt aus Kosten für Wohnung, Bargeld, Naturalien und Schulgeld.
Wustermark hat insgesamt 361 Einwohner, davon sind 174 männlichen und 187 weiblichen Geschlechts. Bei der Anzahl der Kinder sind 33 Söhne und 34 Töchter angegeben. Es gibt 25 Knechte und 17 Mägde im Ort.

1812-1815
Zeit der Befreiungskriege von der französischen Besatzung.

1812
Der Müller Carl Friedrich Schüler zu Wustermark, der die beiden beim Dorf gelegenen Mühlen betreibt, die sein verstorbener Vater in Erbpacht genommen hatte, stellt den Antrag auf Herabsetzung der Erbpacht, die 417 Taler, 13 Silbergroschen und 8 Pfennige beträgt. Er begründet dies damit, daß nach der Aufhebung des Mühlenzwanges viele Mahlgäste abgewandert seien, das habe Einkommensverluste zur Folge, so daß der Müller den vereinbarten Betrag nicht mehr zahlen kann. Das Verfahren zieht sich über mehrere Jahre.

09.01.1813
Für Fahrten zwischen Berlin und Wustermark wurden zu Zeiten der Befreiungskriege Passierscheine benötigt.  

20.02.1813
Ein Gefangenentransport mit 170 Häftlingen geht vom Zuchthaus Spandau zum Landarmenhaus nach Brandenburg. Zwei Gefangene fliehen dabei, einer unweit von Wustermark, der andere in Nauen.

27.02.1813
Zwei größere Abteilungen der russischen Armee erreichen Nauen. Die rund 150 Mann ziehen weiter auf dem Weg nach Wustermark.

1815
Wustermark und Dyrotz werden als Garnison für das Brandenburgische Kürassier-Regiment Nr. 6 ausgewiesen. Ein Escadron ist in den Orten um Wustermark einquartiert. Beim Pfarrer logiert der Rittmeister von Manstein mit einem Adjutanten.

1816-1830
Bau der Chaussee ab Berlin über Nauen, Friesack, Ludwigslust und weiter. Das Teilstück mit Dyrotz und Wustermark wird 1830 fertiggestellt.  

1816/1817
Gründung des Kreises Osthavelland, dem auch Wustermark zugeordnet ist.

1817
Das Dorf Wustermark gehört mit seinen 366 Seelen noch immer dem Amt Spandau.

1819/20
Die Gewerbetabelle für Wustermark verzeichnet: Zwei Schneidermeister, je einen Tischlermeister, Rade-/Stellmachermeister, Uhrmachermeister sowie einen Schmied, der einen Lehrling bzw. Gesellen beschäftigt; im Dorf befinden sich zwei Bockwindmühlen, zwei Webstühle für Leinen, ein Laden für Gewürzmaterialien und ein Geschäft mit anderen Waren, deren Inhaber beide die kaufmännischen Rechte besitzen sowie ein Viktualienhändler ohne diese Privilegien; außerdem gibt es zwei Krüge mit Ausspannung und zwei Schankwirte; aufgeführt sind noch ein Musikant sowie 59 Knechte und 84 Mägde.  

12.06.1820
Feuersbrunst in Wustermark.

1839
Auf dem Urmeßtischblatt für Wustermark ist ein Torfstich eingetragen, auch die Kuhdammbrücke ist vorhanden.

1842
Ein Bericht über die Eisenbahnverhältnisse in dieser Zeit.  

1844
Bau des Abschnittes Wustermark - Falkenrehde der Straße bis Potsdam.
In einer Nachweisung der in der Regierungszeit Friedrich II. angelegten Maulbeerplantagen für die Seidenzucht sind für Wustermark sechs Bäume auf dem Kirchhof verzeichnet und mit der Bemerkung versehen, daß diese von niemandem genutzt werden.

1847
In dem Handbuch des Preussischen Staates für Wustermark sind unter anderem folgende Einträge enthalten: Der Ort ist Sitz einer Postexpedition, hat 435 Einwohner und es werden 38 Häuser gezählt.

02.01.1849
Erstausgabe des Osthavelländischen Kreisblattes  

Jan. 1849
In die "Commission zur Vorbereitung patriotischer Wahlen im Osthavelland" (hier zum Preusischen Landtag) sind folgende Wustermarker Bürger berufen worden:
Dominick junior (Schmiedemeister zu Wustermark) und Ritter (Prediger zu Wustermark).

24.01.1849
Das Preußenlied.  

12.02.1849
Erneut ein großer Brand, der viele Gebäude im Dorf zerstört, darunter auch das Wohn- und Wirtschaftsgebäude der Pfarre.

21.02.1849
Spendenaufruf im Kreisblatt zu Gunsten der Geschädigten des großen Brandes Anfang des Monats.  

21.05.1849
Mitteilung des Königlichen Landratamtes an die Ortschaften im Osthavelland über die Vergütung für die Einquartierung der Soldaten der Preusischen Armee. Die Servicevergütung beträgt 43 Thlr. 8 Sgr. 7 Pf.  

30.05.1849
Bericht über die für die Abgebrannten zu Wustermark eingekom-menen Gaben.  

Juli 1849
Wustermark hat 455 Einwohner.

02.01.1850
Bauergutsbesitzer Schrobsdorff ist Geschworner am Schwurge-richt zu Brandenburg.

09.01.1850
Schiedsmanns-Districte der Osthavelländischen Kreise.  

16.01.1850
Eintheilung der Bezirke zu der bevorstehenden Wahl der Wahl-männer für das Volkshaus des deutschen Parlaments.  

24.01.1850
Bei der Wahl der Wahlmänner für das Volkshaus des deutschen Parlaments ist Prediger Ritter erwählt worden.

04.05.1850
Wolfart, Rittmeister und Führer der 1sten Escadron 24sten Land-wehr-Regiments teilt mit:
Die Herren Schulzen und Ortsvorsteher im Osthavelländischen Kreise ersuche ich ergebenst, diejenigen Wehr-Reiter ihrer resp. Ortschaften, welche zur diesjährigen Uebung der meinem Befehle untergebenen Escadron eingeordnet sind und sich im Besitze eigener Pferde befinden, für den Fall, daß sie diese Pferde zur Uebung zu gestellen wünschen, darauf aufmerksam zu machen, daß dergleichen Wünsche nur alsdann eine besondere Beachtung finden können, wenn der betreffende Wehrreiter das eigene Pferd persönlich im Musterungs-Termin am 11ten d. M. vorstellt.

01.06.1850
Einteilung der Distrikte für die Feuer-Lösch-Kommissare.  

14.08.1850
An milden Gaben für den durch den Blitz beschädigten Arbeits-mann Drescher in Fahrland sind ferner an mich eingegangen durch den Herrn Kreisschulzen Dansmann zu Dyrotz von Herrn Landrath von Hobe 1 Thlr. 24 Sgr., und von der Gemeinde zu Dyrotz 2 Thlr. 22 Sgr. 6 Pf., zusammen 4 Thlr. 16 Sgr. 6 Pf. - Vom Herrn Prediger Ritter zu Wustermark 15 Sgr..
Obige 5 Thlr. 1 Sgr. 6 Pf. habe ich dem Drescher eingehändigt. Er sagt mit mir hierdurch seinen Wohlthätern den herzlichsten Dank.
Scheringer, Pfarrer des Ortes.

24.08.1850
Nachdem aus unserm Städtchen bereits 70 Thlr. und ein Paket Charpie zur Unterstützung für Schleswig-Holstein abgesandt wurden, sind neuerdings zu demselben Zweck beim Gastwirth Herrn Kunter eingegangen:
Aus Dyrotz von Herrn Zechlin 1 Thlr.; - von Herrn Buge jun. ebenda 15 Sgr.;
Aus Wustermark gesammelt durch Herrn Pred. Ritter 7 Thlr.. Nauen, den 21. August 1850. Das Comité.

09.11.1850
Versteigerung des früheren Wiggert'schen Bauerhofes.  

20.11.1850
M. J. Cohn inseriert: Auf meinem Bauergute zu Wustermark ist noch Heu, Stroh und Kartoffeln aus freier Hand täglich, mit Ausnahme des Sonnabends und Sonntags, zu verkaufen; ebenso stehen noch 40 und einige Schafe, sowie verschiedenes Ackergeräth, daselbst zum Verkauf. Auch beabsichtige ich die Hofstelle, sowie eine fast neue Scheune und einen Stall, letztere zum Abbruch, aus freier Hand zu verkaufen.
Desweiteren stehen hierselbst fünf gute Ackerpferde, sowie zwei gute Ackerwagen, worunter ein neuer eisenachsiger mit Schief- und Puffrädern ist, vier große Hechselladen und ein junger Zuchtbulle zum Verkauf.

27.11.1850
Professor Carl Töpfer präsentiert sein Zauber-Theater in Nauen.  

28.12.1850
Werbung im Osthavelländischen Kreisblatt (Zweiter Jahrgang) für eine Gesichtscreme.  

Um 1850
Ausbeutung des Torfbruches.
Angaben zu großem Lehmvorkommen

18.01.1851
Im Osthavelländischen Kreisblatt Nr. 6, amtlicher "Theil", wird Wustermark ermahnt, ihre Rückstände an Landwehr-Übungsgeldern aus dem Jahre 1850 an die Kreiskasse abzuführen.  

25.01.1851
Osthavelländisches Kreisblatt Nr. 9, amtlicher "Theil": Anweisung des Kriegsministeriums, "Oeconomie-Department", an die ostha-velländischen Ortsbehörden, den "Remonte-Pferden" auf langen Märschen genügend Futter zukommen zu lassen.  

05.02.1851
Mühlenmeister Schüler sucht einen Käufer für seine Acker-wirtschaft.

19.02.1851
Der Kaufmann und Güter-Commissionair M. J. Cohn sucht einen Käufer für sein Vierhüfner-Gut mit Grundstücken an der Berlin- Hamburger und Potsdam-Nauener-Chaussee.  

12.03.1851
Der Kreisschulze Dansmann (Dyrotz) hat seinen Posten aufge-geben, ein Nachfolger soll gewählt werden.  

16.04.1851
Aufruf des Predigers zu Wustermark, Ritter, Spenden für die vertriebenen Schleswiger zu geben.  

10.05.1851
Für die vertriebenen Schleswiger sind an Spenden eingegangen:
von Frau Wittwe Zechlin in Dyrotz 10 Sgr.,
von dem Lehrer Herrn Insel zu Wustermark 15 Sgr.,
welche dem Herrn Ober-Consistorial-Rath und Professor Dr. Ritzsch in Berlin, der mit den Vertriebenen in genauer Verbindung steht, übersandt worden von Herrn Ritter.

18.06.1851
Der Königliche Landrath Wolfart teilt mit: In der Grundsteuer-Angelegenheit des diesseitigen Kreises macht sich das Zusammentreten der Veranlagungs-Commission nothwendig, und lade ich daher die Herren
Domainen-Rath Bethge zu Spandau,
Conducteur Weißenborn zu Nauen,
Prediger Ritter zu Wustermark,
Kreisschulze Kolberg zu Pausin,
Schulze Benthin zu Flatow,
Beuergutsbesitzer Fehlow zu Staacken,
zu der von mir auf den 26sten d. M., Vormittags 9 Uhr, im hiesigen Kreishause anberaumten Conferenz hiermit ein.

09.08.1851
Verzeichnis der für die nachstehenden Ortschaften angewiesenen Vergütung für die im Monat November 1850 verabreichte Mund- und Fourage-Verpflegung nebst Zinsen.  

23.08.1851
In Folge der eingegangenen Anträge von Reserve- und Landwehrmannschaften 1sten Aufgebotes auf Zurückstellung bei eintretender Mobilmachung sind nach näherer Prüfung derselben durch die unterzeichnete Kreis-Erstatz-Commission folgende Reclamationen als nach dem Gesetze vom 7. November 1850 begründet anerkannt worden, und zwar:
Carl Friedrich Böhme zu Dyrotz, August Vogler zu Hoppenrade, Andreas Friedrich Hornemann und Carl Friedrich Engel zu Wustermark.

25.10.1851
Vergütigung für die im 1. Quartal d. J. an vaterländische Truppen verabreichte Marschbeköstigung.  

08.11.1851
Aus dem Verzeichnis der für die nachstehenden Ortschaften ange-wiesenen Vergütigung für die im Monat Januar 1851 verabreichte Mund- und Fourage-Verpflegung nebst Zinsen ist zu entnehmen:
Dyrotz in Summa 188 Thlr. 21 Sgr. 7 Pf.,
Hoppenrade in Summa 83 Thlr. 10 Sgr. 4 Pf.,
Wernitz in Summa 177 Thlr. 19 Sgr. 2 Pf.
Wustermark in Summa 194 Thlr. 23 Sgr. 6 Pf.

12.11.1851
Aus dem Verzeichnis der für die nachstehenden Ortschaften ange-wiesenen Vergütigung für die im Monat Februar 1851 verabreichte Mund- und Fourage-Verpflegung nebst Zinsen ist zu entnehmen:
Dyrotz in Summa 86 Thlr. 11 Sgr. 1 Pf.,
Hoppenrade in Summa 26 Thlr. 26 Sgr. 11 Pf.,
Wernitz in Summa 57 Thlr. 1 Sgr.,
Wustermark in Summa 89 Thlr. 1 Sgr. 2 Pf.

06.12.1851
Nachweisung der den Dominien und Gemeinden des Osthavel-ländischen Kreises für die im Monat December 1850 bewirkte Landlieferung in Magazine zu Brandenburg, Luckenwalde und Charlottenburg zustehende Geld-Vergütung nebst Zinsen à 4 Prozent pro 1. Januar bis ultimo September 1851.
Dyrotz Dominium in Summa 86 Thlr. 5 Sgr. 4 Pf.,
Dyrotz Gemeinde in Summa 200 Thlr. 26 Sgr. 10 Pf.,
Hoppenrade in Summa 112 Thlr. 11 Sgr. 8 Pf.,
Wernitz in Summa 92 Thlr. 12 Sgr. 3 Pf.,
Wustermark in Summa 229 Thlr. 17 Sgr. 10 Pf.

14.01.1852
In Folge der eingegangenen Anträge von Reserve- und Landwehr-Mannschaften 1sten Aufgebots auf Zurückstellung bei eintre-tender Mobilmachung, sind nach näherer Prüfung derselben durch die unterzeichnete Kreis-Ersatz-Commission in dem am 6. November v. J. angestandenen Termine folgende Reclamationen als nach dem Gesetze vom 7. November 1850 begründet anerkannt worden, und zwar: Carl Friedrich Böhme zu Dyrotz, August Fr. Buge zu Wustermark.

03.03.1852
In Verfolg einer Bestimmung der General-Land-Feuer-Societäts-Direction fordern wir die Polizei-Obrigkeiten, Dorfgerichte und Orts-Vorstände auf, dafür Sorge zu tragen, daß die Bekannt-machung vom 15. December v. J. wegen der Prämien von 20 bis 50 Thlrn. für diejenigen, welche Brandstifter ermitteln, - allen Einwohnern der sämmtlichen Ortschaften des Kreises gehörig bekannt werde.
Dyrotz, den 20. Februar 1852.
(gez.) v. Hobe.

11.05.1852
Kornbörsen-Preise zu Nauen:
Scheffel Waizen 2 Thlr. 8 Sgr. 9 Pf.
Scheffel Roggen 2 Thlr. 2 Sgr. 6 Pf.
Scheffel Hafer 1 Thlr. 5 Sgr.

09.06.1852
Die Herren Orts-Receptoren der untenbenannten Ortschaften werden gegeben, die nachstehenden Klassen- und Kriegssteuer-beträge mit den Gefällen des Monats Juni c. an die Kreis-Kasse unfehlbar abzuführen:
Hoppenrade Klassenst. 7 Sgr. 6 Pf., Kriegsst. 1 Sgr. 3 Pf.,
Wernitz Klassenst. 7 Sgr. 6 Pf., Kriegsst. 1 Sgr. 3 Pf.,
Wustermark Klassenst. 18 Sgr. 9 Pf., Kriegsst. 18 Sgr. 11 Pf..

07.07.1852
Nachweisung der aus dem Verkaufe der, vom Osthavelländischen Kreise gestellten Landwehr-Mobilmachungs-Pferde gelösten und zurückzuzahlenden Gelder. Es haben zu empfangen:
Dominium Dyrotz: 10 Thlr. 25 Sgr. 10 Pf.
Gemeinde Dyrotz: 50 Thlr. 24 Sgr. 10 Pf.
Dominium Hoppenrade: 5 Thlr. 12 Sgr. 10 Pf.
Gemeinde Hoppenrade: 25 Thlr. 6 Sgr. 3 Pf.
Gemeinde Wernitz: 33 Zhlr. 12 Sgr. 2 Pf.
Gemeinde Wustermark: 53 Thlr. 27 Sgr.

25.08.1852
Ankündigung des diesjährigen Herbstmanövers des Garde-Corps durch den Königlichen Landrath Wolfart, der auch die Ortschaften benennt, die für die Verpflegung der Truppen zu sorgen haben.  

28.08.1852
Der Königliche Landrath Wolfart teilt mit:
Mit Bezug auf meine Bekanntmachung vom 20sten d. M., in Betreff des diesjährigen Herbstmanövers des Garde-Corps, theile ich hiermit noch nachrichtlich mit, daß die Stärke eines Bataillons zu 600 Mann, einer Escadron zu 120 Mann, einer reitenden Batterie zu 80 Mann und Pferde, und einer Fußbatterie zu 100 Mann mit 40-50 Pferden höchstens anzunehmen ist und nach diesem Ver-hältnisse also schon vorher die nöthigen Eintheilungen rück-sichtlich der Unterbringung der in den betreffenden Ortschaften einrückenden Truppen zu treffen sein werden.

16.10.1852
Der "Wahlbezirks-Eintheilungs-Liste Behufs der Wahl der Abge-ordneten für die 2te Kammer" ist zu entnehmen, dass Wustermark 463 Einwohner hat.

30.10.1852
Im Verzeichnis der Wahlmänner sind nominiert für Wustermark: Bauer W. Böttcher, Schulzenamts-Verweser Hornemann und Prediger Ritter; für Dyrotz: Schulze Dansmann, Bauer Hornemann und Rittergutsbesitzer und Landrath a. D. von Hobe.

11.12.1852
An Vorspann-Vergütigung pro 3tes Quartal 1852 sind zu empfangen:
Dyrotz 18 Sgr. 9 Pf., Hoppenrade 5 Thlr. 11 Sgr. 3 Pf., Wernitz 3 Thlr. 7 Sgr. 6 Pf., Wustermark 6 Thlr. 26 Sgr. 3 Pf..

12.01.1853
An Servis-Vergütungen pro 2tes und 3tes Quartal 1852 sind zu empfangen:
Dyrotz 8 Sgr. 6 Sgr. 2 Pf., Hoppenrade 17 Thlr. 28 Sgr. 1 Pf., Wernitz 17 Thlr. 23 Sgr. 11 Pf., Wustermark 34 Thlr. 25 Sgr. 2 Pf.

12.02.1853
Markt-Durchschnitts-Preis für einen Scheffel:
Weizen 2 Thlr. 12 Sgr. 10 Pf., Roggen 1 Thlr. 29 sgr. 8 Pf., Gerste 1Thlr. 15 Sgr., Hafer 1 Thlr. 4 Sgr. 6 Pf., Erbsen 2 Thlr. 7 Sgr. 10 Pf., Kartoffeln 20 Sgr.

15.06.1853
Wer auf seinem eigenen Grundstücke, auf dem die Jagd verpachtet ist, oder wer auf fremden Grundstücken, ohne dazu berechtigt zu sein, die Jagd ausübt, wird mit Geldbuße bis zu Einhundert Thalern oder mit Gefängniß bis zu drei Monaten bestraft.

02.04.1853
Bekanntmachung durch die Königliche Post-Expedition Nauen.  

23.07.1853
Die Jagd auf den zusammenhängenden Grundstücken der Gemeinde Wustermark soll am Montag den 8. August, Vormittags 10 Uhr, in der Schulzen-Amts-Verwaltung hierselbst unter den im Termine bekannt zu machenden Bedingungen auf 3 Jahre, von Bartholomäi 1853 bis dahin 1856, öffentlich meistbietend verpachtet werden.
Der Orts-Vorstand Hornemann und Kleeßen.

27.07.1853
Dr. Hartung's Chinarinden-Oel zur Conservierung und Verschöne-rung des Haarwuchses.  

03.08.1853
C. F. Kluge in Wustermark ist Willens, seine Büdnerstelle in Wustermark, bestehend aus einem neuen Wohnhause, neuem Stall und 2 Morgen 12 Quadratruthen Gartenland, aus freier Hand zu verkaufen. Kauflustige können sich bei ihm melden.

09.11.1853
Der Königliche Landrath Wolfart informiert die Herren Schulzen und Ortsvorsteher über die Strafen für unkorrektes Arbeiten.  

10.12.1853
Hinweis zum Umgang mit gefundenen alten Gold- und Silber-münzen.

29.07.1854
Bezirks-Eintheilung des osthavelländischen Kreises Behufs Aus-wahl der Mobilmachungs-Pferde:
8. Bezirk: Dyrotz, Wustermark, Hoppenrade, Wernitz. - Vorstand: Lehnschulze Ehrenbrecht zu Hoppenrade. Beistände: Thierarzt Spiesecke zu Wustermark, Bauer Wilh. Buge zu Dyrotz. - Sammelplatz: das Dorf Dyrotz.

19.08.1854
Folgende Anträge von Reservisten auf Zurückstellung bei eintre-tender Mobilmachung wurden positiv beschieden:  

20.09.1854
Nachdem der bisherige Kreistags-Abgeordnete der Landgemein-den, Lehnschulze Seefeldt zu Knobloch, am 8ten d. M. mit Tode abgegangen ist, muß eine Neuwahl vorgenommen werden.  

25.10.1854
Die Grundbesitzer der nachfolgenden Gemeinden bilden ein Zweckbündnis zur Verhinderung des Felddiebstahls.  

10.02.1855
Danksagung der Arbeiter zu Wustermark an den Ritterguts-besitzer Herrn Rogge zu Döbritz.  

17.02.1855
Die tägliche Postzustellung durch Landbriefträger tritt in kraft.  

19.05.1855
Nothwendiger Verkauf.
Das der Wittwe Noack geb. Marzahn gehörige, zu Wustermark belegene, Vol II. Fol. 235, jetzt pag. 80 des Hypothekenbuches von diesem Dorfe verzeichnete Büdner-Grundstück, gerichtlich abgeschätzt auf 350 Thaler, soll am 10 September cr., Vormittags 10 Uhr, an ordentlicher Gerichsstelle subhastiert werden.
Taxe und Hypothekenschein können in unserm Prozeß-Büreau III. A. eingesehen werden.
Die dem Aufenthalte nach unbekannten Erben des Bauern und Krügers Wilhelm Lemke werden hierzu öffentlich vorgeladen.

04.07.1855
Wittwe Lehm ist Willens, ihre seit vielen Jahren in guter Nahrung stehende Bäckerei, sogleich oder zum 1 October zu verpachten oder zu verkaufen. Wenn es gewünscht wird, können 1000 Thlr. darauf stehen bleiben.

08.09.1855
Amtliche Mittheilung über das übertriebene Kirchenläuten.  

05.01.1856
Meiner lieben Gemeinde und guten Gönnern, welche in Folge meiner Amtsniederelgung mir ein so werthvolles Andenken verehrt und einen so schönen, festlichwen Abend bereitet haben, sage ich hiermit öffentlich meinen besten, herzlichesten Dank.
Insel, Schullehrer emeritus.

16.02.1856
Eine Büdnerstelle, enthaltend zwei Wohnhäuser und Ställe nebst Brunnen, an der Berlin-Hamburger Chaussee belegen, zu verschiedenen Geschäften passend, soll für einen angemessenen Preis sofort verkauft werden. Näheres bei dem Eigenthümer Büdner Kleeßen in Wustermark.

14.06.1856
Orts-Polizei-Verordnung an die Bäckereien.  

02.07.1856
Auf der Chaussee bei dem Dorfe Wustermark ist eine braun-lederne Brieftasche gefunden worden und auf dem Lehn-schulzen-Amte daselbst abgegeben. Der Inhalt bestand aus mehreren Quittungen, quittirten Rechnungen, einem Viertel-Loose 113ter Klassen-Lotterie und zwei Viertel-Loosen 114ter Klassen-Lotterie.
Der sich legitimirende rechtmäßige Eigenthümer kann solche gegen Erstattung der Insertionskosten bei dem Unterzeichneten in Empfang nehmen.
Der Lehnschulze Goldmann.

20.08.1856
Der 21 Jahre alte, aus Berlin gebürtige Dienstbursche August Wagner, welcher im Dorfe Wustermark im Dienst steht, hat sich am 1sten d. M. zur Gestellung vor die Königliche Departements-Ersatz-Commission nach Nauen begeben und ist von dort nicht zurückgekehrt. Derselbe treibt sich wahrscheinlich zwecklos umher, und werden die resp. Polizei-Behörden ergebenst ersucht, den Wagner im Vertretungsfalle anzuhalten und nach Wustermark zu weisen.
Königliches Domainen-Rent-Amt.

11.10.1856
Bekanntmachung einer Ausschreibung:
Es sollen in der hiesigen Königlichen Straf-Anstalt (Spandau)
1) die Excremente von circa 1200 Personen,
2) das abgelegene Lagerstroh aus circa 1160 Strohsäcken,
3) der Kehricht aus der ganzen Anstalt,
4) die Asche von circa 800 Klftr. Torf und 70 Klftr. Holz,
sowohl einzeln als im Ganzen öffentlich im Wege der Licitation an den Meistbietenden vom 1. Januar 1857 an auf drei hinterein-ander folgende Jahre verpachtet werden, und ist hierzu ein Termin auf Mittwoch den 22. October dieses Jahres, Vormittags 10 Uhr, im Geschäfts-Locale des Unterzeichneten in der Straf-Anstalt anberaumt worden.
Der Director der Königl. Straf-Anstalt Schelowsky.

15.10.1856
Zum Geburtstage seiner Majestät des Königs am 15. October 1856.

22.10.1856
In Folge unserer Bitte, den am 28. Juni cr. durch Hagelschlag verunglückten 44 Wirthen zu Bötzow, Wansdorf und Schönwalde durch Natural-Unterstützungen zu Hülfe zu kommen, sind uns außer einigen milden Gaben an Geld übersendet worden:
von der Gemeinde Wustermark 14 Scheffel Roggen,
von der Gemeinde Wernitz 7 Scheffel Roggen,
Im Namen der schwer Getroffenen den freundlichen Gebern unsern wärmsten Dank für die reichen Gaben und Gottes Segen.
Das Vertheilungs-Comitée

25.10.1856
Ein neuer Vorsteher und Geschäftsführer des ersten Brand-Hülfs-Vereins wird gesucht, nachdem der Kreisschulze Dansmann zu Dyrotz gestorben ist.  

1857
Ablauf einer brandenburgischen Bauernhochzeit.  

03.01.1857
Bezirks-Eintheilung des Osthavelländischen Kreises, Behufs Aus-wahl der Mobilmachungs-Pferde.  

27.04.1857
Büdner Kleessen gibt bekannt:
Meine in Wustermark an der Hamburger Chaussee belegene Büdnerstelle, bestehend aus 2 Wohnhäusern, 2 Ställen, Hofraum und Brunnen auf dem Hofe, bin ich Willens aus freier Hand zu verkaufen und habe hierzu einen Termin auf Sonntag den 26 April dieses Jahres, Nachmittags 3 Uhr, in meiner Behausung anbe-raumt, zu welchem ich Kauflustige hierdurch ergebenst einlade.

12.09.1857
Auf dem Wege von Bornim bis Falkenrehde ist eine Kiste Cigarren verloren gegangen. Der ehrliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen eine angemessene Belohnung bei Herrn Behm in Wustermark abzugeben.

07.10.1857
Die Gemeine Wustermark spendet für die Abgebrannten in Boja-nowo (Posen) 5 Thlr. 8 Sgr. 6 Pf..

07.01.1858
Ein Bursche, der Lust hat, die Böttcher-Profession zu erlernen, kann sich melden bei dem Böttchermeister Neuendorf.

03.02.1858
Der Bauergutsbesitzer Hecht zu Wustermark beabsichtigt auf einem in der Dorf-Feldmark Hoppenrade belegenen, zum Schulze'schen Bauergute daselbst gehörigen Ackerstücke, unweit der Grenze des zur Knoblocher Feldmark gehörigen Weideplans, die Birkhaide genannt, einen Kalk- und Ziegel-Brennofen anzulegen.
Dies Vorhaben wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, mit der Aufforderung, etwanige Einwendungen gegen die beab-sichtigte Anlage binnen einer präclusivischen Frist von vier Wochen bei dem unterzeichneten Rent-Amt anzumelden.
Spandau, Königliches Domainen Rent-Amt.

08.05.1858
Nothwendiger Verkauf.
Das dem Büdner und Bauer-Altsitzer Wilhelm Gottlieb Kleeßen gehörige, Vol. I Pag. 72 des Hypothekenbuches von Wustermark verzeichnete, im Osthavelländischen Kreise belegene Büdner-grundstück, abgeschätzt auf 1050 Thlr., soll am 9. September cr., Vormittags 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle subhastiert werden.
Gläubiger, welche wegen einer aus dem Hypothekenbuche nicht ersichtlichen Realforderung aus den Kaufgeldern Befriedigung suchen, haben ihren Anspruch bei dem Gericht anzumelden. Taxe und Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
Königl. Kreisgericht, 1ste Abtheilung, zu Spandau.

15.09.1858
In Folge des diesseitigen Aufrufs vom 8. Mai d. J. sind bei der Königlichen Kreiskasse hierselbst für die Abgebrannten in Frankenstein und Zabel folgende Beiträge eingegangen und dem Unterstützungs-Comité übersandt worden:
vom Landr. a. D. Hr. v. Hobe zu Dyrotz 3 Thlr.,
von der Gemeinde Hoppenrade 21 Sgr. 6 Pf.,
von der Gemeinde Dyrotz 15 Thlr. 10 Sgr. 6 Pf.,
von der Gemeinde Wernitz 2 Thlr. 25 Sgr.,
von der Gemeinde Wustermark 3 Thlr. 16 Sgr.
Insgesamt wurden im Osthavelland 425 Thlr. 21 Sgr. 7 Pf. gespendet.

18.09.1858
Bekanntmachung durch den Königl. Landrath Wilckens:
Unter Bezugnahme auf den Erlaß vom 6. August d. J. bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß zur Körung von Hengsten für die Sprung-Periode 1858-59 ein Termin auf Mittwoch den 13. October d. J., Vormittags 10 Uhr, anberaumt worden ist. Die Anmeldung der zu körenden Hengste muß, soweit selbige noch nicht erfolgt ist, nunmehr schleunigst und spätestens im obigen Termine geschehen, und es sind die Hengste zur angegebenen Zeit auf dem Platze neben dem Kreishause hierselbst zu gestellen. - Die Ortsbehörden des Kreises veranlasse ich, die Hengstbesitzer hiervon besonders in Kenntnis zu setzen.
Nauen, den 15. September 1858.

17.11.1858
Nachfolgend das Verzeichnis der Wahlmänner diesseitigen Kreises für die zu veranlassende Neuwahl des Hauses der Abgeordneten zur Kenntnis der Kreiseingesessenen.
Schulze Ehrenbrecht zu Hoppenrade,
Gutsbesitzer Zechlin zu Dyrotz,
Schulze Dansmann zu Dyrotz,
Bauer Hecht zu Wustermark,
Prediger Ritter zu Wustermark.

12.10.1859
Die Distrikts-Eintheilung der Feuer-Lösch-Commissarien.  

14.01.1860
Der jetzige Winter und der vor 100 Jahren.  

11.02.1860
Bekanntmachung des Königlichen Landrathes Wilckens:
Sämtliche Ortsvorstände der zum platten Lande gehörigen Ort-schaften des Kreises, jedoch mit Ausnahme der Ortschaften Bötzow und Bornim, werden hiermit aufgefordert, mir binnen acht Tagen schriftlich anzuzeigen, ob in ihrer Ortschaft sich Einwohner jüdischen Glaubens befinden, welche ein selbstständiges Ein-kommen haben und deshalb für das laufende Jahr zur Klassen-steuer veranlagt sind. Zugleich ist die Höhe des diesjährigen Klassensteuersatzes anzugeben.

16.06.1860
Tierschauprämiierten.  

07.07.1860
Ein prachtvolles Piano mit schönem vollem Ton steht für den festen Preis von 185 Thlrn. unter vollständiger Garantie zum Ver-kauf bei dem Lehrer und Componisten Prinz in Wustermark.

19.12.1860
Am 2. Oktober wütete ein Großbrand in der Gemeinde Fahrland. Auf den folgenden Spendenaufruf spendetet die Gemeinde Wustermark 15 Thaler.

1861
Die Ortschaftsstatistik für Wustermark enthält beispielsweise folgende Daten: das Dorf hat 538 Einwohner bei 6 öffentlichen, 39 Wohn- sowie 95 gewerblichen und wirtschaftlichen Gebäuden. Die Gemeindefläche umfaßt 60 Morgen an Gehöften, 2570 Morgen Acker, 1490 Morgen Wiese und 565 Morgen Land an Weide, Torf etc.

1862
Die Übersicht der Flächeninhalte der Gemarkungen und der Reinerträge für Wustermark weist ein Areal von rund 4418 Morgen aus, die einen Reinertrag von rund 9726 Talern erbringen, das bedeutet etwa 68 Silbergroschen pro Morgen. Ca. 2505 Morgen werden als Ackerland, rund 21 Morgen als Gärten, etwa 1323 Morgen als Wiesen und rund 372 Morgen als Weiden genutzt. Der höchste Ertrag wird mit dem Ackerland erzielt, nämlich gut 7655 Thaler, das sind 92 Silbergroschen pro Morgen.

15.01.1862
F. Raue, Tischlermeister, ist Willens, seine in Wustermark an der Chaussee belegenen beiden massiven Wohnhäuser nebst Ställen zu verkaufen; sie eignen sich ihrer vortheilhaften Lage wegen zu jedem Geschäft. Auch ist ein Garten mit guten tragbaren Obstbäumen damit verbunden und es können auch außerdem noch zwei Stücke guten Gartenlandes, etwa 1 1/2 Morgen groß, beigegeben werden.
Hierauf Reflectirende wollen sich gefälligst bei ihm melden.

06.05.1863
In der Hoppenrader und Wustermarker Feldmark sollen Wiesen zwecks Torfgewinnung trocken gelegt werden.  

09.09.1863
Ein Quantum Milch von ca. 150 Quart täglich, ist auf einem Gute in der Nähe von Nauen vom ersten October ab zu verpachten. Zu erfragen bei dem Milchfahrer Grünefeld zu Wustermark bei Nauen.

10.10.1863
Im Verzeichnis der ländlichen Wahlbezirke, der Wahl-Vorsteher und deren Stellvertreter im osthavelländischen Kreise, Behufs Wahl der Wahlmänner für die bevorstehende Neuwahl des Hauses der Abgeordneten sind für den Wahlbezirk Wustermark und Dyrotz mit Vorwerk Elsgrund notiert:
als Wahl-Vorsteher Landrath a. D. von Hobe zu Dyrotz, als Stellvertreter Erbschulze Dansmann daselbst.

23.04.1864
Aufruf an die Bevölkerung des Kreises für die Abgebrannten des großen Feuersturmes am 14. d. M. zu spenden.  

30.04.1864
90 Stück wollreiche, gut angefütterte Hammel sind zu verkaufen beim Bauer Kießen in Wustermark.
Zusätzlich wird ein guter zweijähriger Zuchtbulle, Holländer Race, verkauft.

11.06.1864
Rechenschaftsbericht über die eingegangenen Spenden für die Abgebrannten.  

30.07.1864
Dienstknecht August Carl Emil Winter aus Neu-Falkenrehde, der zu den Löschmannschaften des Wustermarker Großbrandes gehörte, wird mit 14 Tagen Gefängnis bestraft wegen Nicht-befolgen der Anordnungen seines Vorgesetzten.  

28.09.1864
Wegen Veränderung ist A. Zinke, Gastwirth in Wustermark, Willens, Wagen, Pferde und mehrere Wirthschafts-Utensilien täglich zu verkaufen.

26.11.1864
Bekanntmachung über die Einquartierung der aus dem Dänischen Feldzuge zurückkehrenden Mannschaften.  

03.12.1864
Seine Majestät der König haben eine Parade der siegreichen Trup-pen in Berlin befohlen. In Folge dessen werden nicht alle Quar-tiere belegt.

08.02.1865
Die Wittwe Grünefeld teilt mit: Vergangenen Herbst habe ich von dem Kutscher des Potsdamer Personenwagens zwei lange Ofen-Zugröhren, welche demselben zur Ablieferung an mich übergeben worden sind, im Empfang genommen, ohne den Absender zu kennen. Ich fordere daher den mir Unbekannten hierdurch auf, über die Röhren in kürzester Zeit zu verfügen, da ich für die Zukunft nicht für dieselben stehen werde. Der Eigenthümer hat die entstandenen Kosten zu tragen.

12.04.1865
Bäckermeister Gagel teilt mit, dass er seinen in Nauen belegenen Garten verkaufen oder verpachten will, und wollen sich die Käufer resp. Pächter an den Kaufmann Herrn C. Treue daselbst wenden.

24.05.1865
Am Sonntag ist eine Wagenwinde zwischen Wustermark u. Dyrotz gefunden worden. Der rechtmäßige Eigenthümer kann dieselbe bei der Semmelfrau Schmidt, wohnhaft bei dem Tischlermeister Hipler in Wustermak, degen Erstattung der Kosten in Empfang nehmen.

03.06.1865
Auf der Landstraße von Brandenburg nach Wustermark soll ein großer, starker, grau- und weißbunter Zug- und Treiberhund Reisenden gefolgt sein, welche denselben an den Schöppen Hecht abgegeben haben. Eigenthümer kann den Hund gegen Erstattung der Kosten von ihm in Empfang nehmen.

01.07.1865
Zwei Tischlergesellen finden dauernde Arbeit beim Tischlermeister Hipler in Wustermark.

22.07.1865
Ein Vaterlandslied von George Hesekiel.  

26.08.1865
Gestern Abend brannte in Wustermark ein Stall des Mühlen-meisters Schüler ab.

06.09.1865
Der Staats-Anwalt schreibt eine Fahndung nach dem Brandstifter aus.

15.11.1865
Am vergangenen Sonntag ist zwischen Dyrotz und Rohrbeck auf der Chaussee ein mageres Schwein gefunden worden. Der rechtmäßige Eigenthümer kann dasselbe gegen Erstattung der Futterkosten und Insertionsgebühren in Empfang nehmen beim Arbeitsmann Schöder in Wustermark.

02.12.1865
Cigarren-Preise.  

11.04.1866
Der Fuß-Gendarm Neumann ist von hier (Nauen) nach Ketzin versetzt und es sind demselben folgende Ortschaften als Patrouil-lenbezirk überwiesen worden:
Markee und Vorwerk, Maraku und Vorwerke, Wernitz, Wuster-mark, Dyrotz und Vorwerk, Hoppenrade, Buchow-Carpzow, Priort und Vorwerk, Falkenrehde und Abbaue, Uetz, Paretz, Ketzin, Knobloch, Etzin und Freigut.

13.06.1866
Verzeichnis der ländlichen Wahlbezirke, der Wahl-Vorsteher und deren Stellvertreter Behufs Wahl der Wahlmänner für die bevor-stehende Neuwahl des Hauses der Abgeordneten.  

07.07.1866
Aufruf an die Bewohner des Osthavellandes.  

01.08.1866
Das neue Ersatz-Aushebungsgeschäft (Musterungverfahren).  

26.09.1866
Nachlassregulierung des Mühlenmeisters Carl Friedrich Schüler.  

17.04.1867
Gestellungs-Termine der Militairpflichtigen.  

17.04.1867
Marktpreise.  

10.07.1867
Wahlbezirks-Eintheilung Behufs der Wahl eines Abgeordneten den Norddeutschen Bundes.  

20.07.1867
Beim Bauer Engel in Wustermark hat sich ein kleiner schwarzer Hund mit weißer Brust angefunden und kann daselbst in Empfang genommen werden.

15.01.1868
Der Landrath Wilckens bedankt sich bei den Gebern Namens der Abgebrannten zu Johann-Georgenstadt im Königreich Sachsen für ihre Betheiligung an der Collecte.
In Wustermark wurden 7 Silbergroschen gesammelt.

05.04.1868
Landrath Wilckens gibt bekannt:
Am 2. d. M. ist in Dyrotz ein toller fremder Hund zum Vorschein gekommen.
In Gemäßheit der Regierungs-Polizeiverordnung vom 6. Januar d. J. ordne ich daher hierdurch an, daß die Hunde zu Wustermark, Ceestow, Wernitz, Hoppenrade, Buchow-Carpzow, Priort und in den im halbmeiligen Umkreise von Dyrotz belegenen kleinen Etablissements auf die Dauer von 6 Wochen an die Kette gelegt resp. eingeschlossen werden, was inzwischen in Dyrotz bereits veranlaßt ist.

08.04.1868
Einer Mitteilung in der Amtspresse Preußens zufolge hat sich der Lehrer und Organist Golmer in Wustermark bereit erklärt und wird dazu als geeignet empfohlen, die Ausbildung von Seminar-Präparanden durchzuführen.

02.05.1868
Die Königliche Dom-Capitel-Verwaltung gibt bekannt:
Die auf ca. 500 Thlr. veranschlagte Ausführung eines neuen Wirthschaftsgebäudes bei der Schule und Küsterei zu Wustermark soll in dem auf den 11. Mai cr., Vormittags 10 Uhr im Schulzenamte zu Wustermark angesetzten Termine an den Mindestfordernden vergeben werden. Qualificirte Gewerksmeister werden eingeladen und können Anschlag und Zeichnung vorher im Büreau der Unterzeichneten, Dorotheenstr. 23, einsehen.

06.06.1868
Das Königliche Domainen-Polizei-Amt gibt bekannt:
Der Tischlermeister Hipler zu Wustermark ist als Feldhüter, Forst- und Jagdaufseher der dortigen Feldmark angestellt worden, was hierdurch mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht wird, daß derselbe bei Ausübung seines Amtes als Erkennungs-zeichen ein weißes Brustschild mit schwarzer Aufschrift: "Feldhüter, Forst- und Jagd-Aufseher der Feldmark Wustermark" zu tragen hat.

19.08.1868
Neuendorf, Böttchermeister in Wustermark, inseriert:
Hiermit erkläre ich, daß ich den Bauergutsbesitzer Engel hierselbst durch die gegen ihn in der Hitze ausgesprochenen Worte nicht habe beleidigen wollen, und nehme dieselben hierdurch gern zurück.

05.09.1868
Vor 8 Tagen hat sich bei dem Bauer Marzahn in Wustermark ein Hammel angefunden. Derselbe kann gegen Erstattung der Kosten von dem Schäferjungen Schulz abgeholt werden.

18.11.1868
Verlorene Stiefel:
Am Sonntag Nachmittag, zwischen 4 und 5 Uhr, sind auf der Chaussee von Rhinslake bis zum Gastwirth Graf ein Paar Stiefel verloren worden. Der Finder wird gebeten, die Stiefel beim Herrn Gastwirth Gagel in Wustermark gegen eine Belohnung abzugeben.

1869
Wustermark wird Stationsort der Berlin - Lehrter Eisenbahn.

03.05.1871
Kaleschewagen zu verkaufen bei Stellmachermeister Wagenitz.  

13.05.1871
Anzeige: Donnerstag Nachmittag ist vom Gastwirth Graf hinter Dyrotz bis nach Nauen ein Paket, enthaltend 2 Hemden, 1 Weste, 1 Paar Schuhe und ein Notizbuch, einem armen Soldaten verloren gegangen. Der ehrliche Finder wird gebeten, dasselbe entweder in Nauen bei dem Handelsmann Ebeling, oder in Wustermark beim Gastwirth Gagel abzugeben.

17.05.1871
Gustav Köseling, Gasthofsbesitzer in Wustermark ist neben-beruflich Agent der Allgmeinen Deutschen Hagel-Versicherungs-Gesellschaft "Die Union".

24.06.1871
Daute zu Wustermark inseriert: Am Dienstag, den 20 Juni, sind meinem Treiber auf dem Wege von Tremmen nach Wustermark von einer Herde Hammel drei Stück abgesprungen. Sollten sich dieselben in hiesigen Ortschaften angefunden haben, so bitte ich, mich davon benachrichtigen zu wollen.

01.12.1871
Stichtag für die Volkszählung für Gemeinden und Gutsbezirke in der Provinz Brandenburg, dabei werden für Wustermark folgende Angaben ermittelt: Zum Ort gehören zwei Wohnplätze mit 45 Wohngebäuden. Gezählt werden 629 Ortsanwesende, 314 männliche und 315 weibliche Personen. 299 der erfaßten Einwohner sind ortsgebürtig. Es gibt 13 Einzel- und 127 Familienhaushaltungen. Vermerkt sind auch noch sieben Ortsabwesende. Bei der Staatsangehörigkeit werden 628 Preußen und ein Nichtpreuße angegeben. Im Ort leben 152 Menschen im Alter unter 10 Jahren. Von den Personen im Alter von über 10 Jahren können 459 lesen und schreiben, 16 sind Analphabeten, bei zwei fehlen die Angaben zur Schulbildung. Die Religionszugehörigkeit weist 625 Evangelische und vier Katholiken aus.

1872
In der Provinz Brandenburg wird die Bildung von Amtsbezirken beschlossen.
Anläßlich eines großen Manövers halten sich Kaiser für mehrere Tage im Ort auf. Die Majestäten aus Deutschland, Rußland und österreich wohnen in besonders errichteten Zelten.

24.01.1872
Ein Knabe. welcher Lust hat, die Schmiedeprofession zu erlernen, kann zu Ostern in die Lehre treten beim Schmiedemeister Ehrentreich.

20.04.1872
Bei Gastwirth Köseling gibt es Tanzmusik.  

10.07.1872
Im Osthavelländischen Kreisblatt erschienenes Loblied auf den Deutschen Kaiser Wilhelm I.  

07.09.1872
An Stelle des ausgeschiedenen Gerichtsschöppen Engel zu Wustermark ist der Bauerngutsbesitzer Kissel daselbst als Gerichtsschöppen bestätigt und vereidigt worden.

25.09.1872
In der Nacht vom 19. zum 20. d. M. sind aus der Kirche zu Wustermark zwei messingene Altarleuchter, ein neusilbernes Taufbecken und ein Abendmahlskelch entwendet worden.

08.10.1872
Die Witwe Golmer sagt allen ihren lieben Freunden und Bekannten bei ihrer Abreise aus Wustermark ein herzliches Lebewohl.

1873
Gründungsjahr des Kriegervereins Dyrotz-Wustermark.

08.01.1873
Am Sonntag den 5. d. Mts. sind ein Paar neue Kinderhosen in Wustermark gefunden worden. Der rechtmäßige Eigenthümer kann dieselben gegen Erstattung der Insertionsgebühren in Empfang nehmen beim Büdner Carl Behrendt in Dyrotz.

18.01.1873
Wegen der Lungenseuche wird Wustermark nebst Feldmark zum Sperrbezirk erklärt.  

19.01.1873
Bei einem Tanzvergnügen beim Gastwirth Gagel werden 24 Stück Brätzeln ausgetanzt.  

22.03.1873
Stackebrandt verkauft circa 3 Centner Thimotheum-Samen.

19.04.1873
Wollschweißblätter sind wichtig für Damen.  

01.05.1873
Herr Spiesicke, Tierarzt, teilt mit:
Auf meinen Antrag hin bin ich vom Königlichen Landraths-Amt von dem Posten als Seuchen-Commissarius entbunden worden. Daher meinen auswärtigen Kunden die Nachricht, daß ich mit an Lungenseuche erkranktes Vieh nicht mehr in Berührung komme.

15.05.1873
Wustermark hat 629 Einwohner.

09.07.1873
Inkognito: Geburtstagsgratulation und Danksagung.  

27.09.1873
Ein junger Landwirth mit guten Zeugnissen sucht Stellung. Offerten werden erbeten unter: W. K. poste restante Wustermark.

13.12.1873
Als Wahlvorsteher für die Reichstagswahl sind Prediger Ritter und Schulze Böttcher vorgesehen.

10.03.1874
Getreidepreise der Märkte in Nauen und Spandau.  

15.04.1874
Stackebrandt, Wustermark, inseriert:
Eine kleine gelbe Hündin mit abgestutzten Ohren und Schwanz hat sich angefunden und kann gegen Erstattung der entstan-denen Kosten abgeholt werden.

20.04.1874
Auction:
Am Donnerstag den 28. Mai, Vormittags 10 Uhr, sollen in Wustermark beim Schmiedemeister Ehrentreich 6 starke Arbeits-pferde, 3 starke Wagen (2 mit Kasten), 1 eiserner Pflug, ein paar schottische Eggen, Pferdegeschirr, Decken, 1 Handwagen und verschiedene andere Gegenstände meistbietend gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden.

03.06.1874
Beschreibung der bevorstehenden Einführung der neuen Reichs-währung zum 1. Januar 1875.  

10.06.1874
Amtliche Mitteilung:
Wir bringen wiederum in Erinnerung, daß durch die Regierungs-Verordnung vom 19. October 1867 das Einfangen und Tödten aller nützlichen Vögel bei Strafe verboten ist. Zu diesen gehören außer den Singvögeln auch der Sperling. Auch das Ausnehmen der Eier oder der Brut, sowie das Zerstören der Nester ist strafbar.

11.07.1874
Amtliche Mitteilung:
Die Jagd auf der Feldmark Wustermark soll für die nächsten 3 Jahre, vom 24. August d. J. bis dahin 1877, öffentlich meistbietend verpachtet werden. Hierzu steht der Termin am Montag den 13. Juli cr., Nachmittags 3 Uhr, im Schulzen-Amt hierselbst an. Die näheren Bedingungen werden im Termin bekannt gemacht.

15.07.1874
Der Königliche Ober-Präsident der Provinz Brandenburg, Wirkliche Geheime Rath von Jagow teilt mit:
Nachdem die Bildung der Amtsbezirke im Kreise Osthavelland durch den Herrn Minister des Innern nach Maßgabe des $ 49 der Kreisordnung vom 13. December 1872 erfolgt ist, auch die Ernennung der Amtsvorsteher und der Stellvertreter derselben nach $$ 56-58 des gedachten Gesetzes stattgefunden hat, wird in Uebereinstimmung mit der Vorschrift im $ 185 der Kreisordnung die nachstehende Nachweisung hierdurch zur öffentlichen Kennt-nis gebracht:
Die Gemeindebezirke Dyrotz und Wustermark liegen im Amtsbezirk Dyrotz, Amtsvorsteher ist Rittergutsbesitzer Rittmeister a. D. von Bredow, Wohnort Dyrotz, Stellvertreter ist Rittergutsbesitzer Ritt-meister a. D. von Bredow, Wohnort Buchow-Carpzow.

15.07.1874
Im Verzeichnis der Schulzen, Schöppen und Gutsbesitzer vom 07. Juli 1874 stehen für die Gemeinde Wustermark als Schulze Wilhelm Böttcher, als Schöppen Bauer Schrobsdorff und Bauer Stackebrandt.

22.07.1874
Das Kreisblatt empfiehlt: Gegen den Stich giftiger Fliegen erweist sich das sofortige Aussaugen der Stichwunde als vorteilhaft. Wird das ausgesogene Blut wieder ausgespieen, so bringt es dem Aussaugenden keinen Schaden. Erscheint der Stich dann noch immer verdächtig, so ist das vollständige Ausschneiden des Stichs oder ein Schnitt durch denselben, so daß es blutet, und das Aussaugen dieses Blutes zu empfehlen.

12.08.1874
C. Kösling lädt zum Erntekranz.  

22.07.1874
Standesbeamte im Amtsbezirk Dyrotz sind Schöppe Stackebrandt und Schöppe Schrobsdorff, beide wohnhaft in Wustermark.

22.08.1874
Ein Kommentar zur gesetzlichen Einführung der Civilehe.  

01.10.1874
Das Gesetz über die Beurkundung des Personenstandes und die Form der Eheschließung tritt mit dem heutigen Tage in Kraft. Die öffentliche Beurkundung der Geburten, Heirathen und Sterbefälle wird nicht mehr den Geistlichen, sondern ausschließlich den vom Staate zu bestellenden Standesbeamten zustehen.

07.10.1874
Das unsittliche Treiben in vielen hiesigen Restaurations- und Schanklokalen hat dermaßen überhand genommen, daß demsel-ben mit allen gestzlichen Mitteln entgegen getreten werden soll. Es wird deshalb von jetzt ab die vorgeschriebene Poizeistunde mit Strenge durchgeführt werden:
Öffentliche Schanklokale, Restaurationen u.s.w. müssen in den Wintermonaten, d. h. vom 1. October bis 1. April, um 10 Uhr (in den Sommermonaten um 11 Uhr) Abends geschlossen werden.
Jeder Gast, der über die gebotene Polizeistunde hinaus, trotz der Aufforderung zum Fortgehen, verweilt, und der Wirth, welcher dieses Verweilen duldet, werden mit Geldbuße oder mit Haft bestraft.

24.10.1874
Hippler, Wustermark, gibt bekannt: In der Nacht vom 19. October zum 20. October sind mir von meinem bei Wernitz belegenen Acker 32 Kohlköpfe gestohlen worden. 10 Thaler Belohnung demjenigen, der mir den Thäter so nachweist, daß ich ihn gerichtlich belangen lassen kann.

14.11.1874
Hinweis des Kreisblattes: Das preußische Silbergeld bleibt vor-läufig noch im Umlauf, nur daß wir vom 1. Januar 1875 statt von einem Thaler von drei Mark, statt von zehn Silbergroschen von einer Mark, statt von fünf Silbergroschen von einer halben Mark oder funfzig Pfennigen und statt von einem Silbergroschen von zehn Pfennigen sprechen.

21.11.1874
Für den Amtsbezirk Dyrotz ist der Nachtwächter Hanack zu Dyrotz zum Amtsdiener ernannt, bestätigt und vereidigt worden. Der Amtsdiener wird im Dienst ein messingnes Brustschild tragen. Derselbe ist zur Ausübung der Functionen eines unteren Polizei-Beamten, eines Executors und Gefangenwärters befugt.

1875
Das Verzeichnis der gebildeten Amtsbezirke enthält folgende Angaben: der Amtsbezirk Dyrotz umfaßt die Gemeinden Dyrotz, Rohrbeck und Wustermark sowie das Rittergut Dyrotz. Amtsvorsteher ist der Rittergutsbesitzer und Rittmeister a.D. von Bredow aus Dyrotz bei Wustermark. Als sein Stellvertreter wird der Rittergutsbesitzer und Rittmeister a.D. von Bredow auf Buchow-Karpzow angegeben.
95 Schüler und Schülerinnen werden im Dorf unterrichtet. Für die Küster- und Lehrerstelle werden Einkünfte von 1081,62 Mark ermittelt. Diese setzen sich folgendermaßen zusammen: aus Land 133,50 Mark, aus Ernte (Getreide) 333,61, aus Schulgeld 342,76, aus Accidenzien 57 Mark und aus verschiedenen Quellen 213,75 Mark.

1875
Empfangsquittung eines wichtigen Dokumentes.  

31.12.1875
Wustermark hat 664 Einwohner.

24.01.1876
Amtliche Bekanntmachung wie im Falle einer Mobilmachung die Vormusterung der auszuhebenden Pferde zu verfahren ist.  

08.03.1876
Todesanzeige Carl Insel.  

29.04.1876
Eine gefundene Peitsche ist abzuholen vom Bäckermeister Schüler.

03.05.1876
Bekanntmachung des Amtsvorstehers:
Der Knecht Wilhelm Steigemann aus Kreisewitz in Schlesien hat seinen Dienst beim Bauer Carl Hornemann zu Wustermark heimlich am 27. d. M. verlassen. Es wird um Mittheilung seines gegenwärtigen Aufenhalts ersucht.

14.06.1876
Amtliche Mittheilung:
Die Außercourssetzung von Scheidemünzen der Thalerwährung betreffend.  

28.06.1876
Schiedsmannsbeamte für die Gemeinden des Bezirkes XII müssen gewählt werden.  

21.07.1876
Bekanntmachung des Kgl. Kreissecretairs David:
In Wustermark, Kreis Ost-Havelland, ist ein schwarzgrauer, flockhaariger mittelstarker Hütehund, welcher Zeichen der Tollwuth erkennen ließ und sich, bevor seine Festnahme ausführbar war, mit anderen Hunden gebissen haben soll, aus dem polizeilich angeordneten Gewahrsam vor der Untersuchung durch den beamteten (Kreis=) Thierarzt am 15. d. M. entlaufen.
Es wird vor besagtem Hunde gewarnt.

20.09.1876
G. Kösling wirbt mit Tanzvergnügen an einem Markttage.  

02.12.1876
Stackebrandt, Wustermark, meldet, dass ein kleiner Handkahn am 28. d. M. auf dem hiesigen sogenannten Großen Graben schwimmend gefunden worden ist.

13.12.1876
Im Verzeichnis der Wahlvorsteher zur Reichstags-Abgeordneten-Wahl stehen Prediger Ritter als Wahlvorsteher und Schulze Böttcher als sein Stellvertreter.

07.02.1877
A. Schwarz, Näherei Wustermark, sucht zum 1. April a. c. ein ordentlichen Mädchen für die Stelle als Hausmädchen.

03.03.1877
Werbung:
Höchst wichtig für Pferdebesitzer und Jedermann ist Otto-Reich's Leder-Erhaltungspräparat. Es macht jedes Leder weich, wasser-dicht und haltbar, conserviert auch besonders Pferdehufe. Zu beziehen, á Kruke 25, 50, 75 Pf. vom Handelsmann Juhrt, Wustermark.

14.03.1877
Kaufmann Kanitz, Wustermark, ist zum Agenten der "Basler Versi-cherungs-Gesellschaft gegen Feuerschäden" ernannt worden.

17.03.1877
Rechtzeitig zur Frühjahrsbestellung der Äcker wirbt die Actien-Gesellschaft Eckert aus Berlin für ihre Maschinen.  

05.10.1877
Hinsichtlich eines Antrages der Gemeinde Wustermark, aus dem Amtsverband Dyrotz auszuscheiden und einen eigenen Amts-bezirk zu bilden, gab die Kreistagsversammlung ihr Gutachten einstimmig dahin ab, daß dieser Antrag mit Rücksicht auf die enge örtliche Verbindung von Wustermark und Dyrotz nicht für zweckmäßig zu erachten.

17.10.1877
Gelegenheits-Verkauf in Wustermark beim Gastwirth Herrn Gagel.

31.10.1877
Eine Rückwand von einem Wagen, auch Schütt genannt, ist auf der Chaussee von Hoppenrade bis Wustermark gefunden. Der Eigenthümer kann dasselbe gegen Erstattung der Insertions-kosten abholen von dem Schmiedemeister Dominick in Wustermark.

17.11.1877
Handelsmann Juhrt verkauft Petroleum für 25 Pf. pr. Liter.

23.11.1877
An Stelle des Bauerngutsbesitzers Böttcher ist der Bauernguts-besitzer Carl Fr. Hornemann zu Wustermark zum Gemeinde-vorsteher für genannten Ort gewählt, bestätigt und vereidigt worden.

24.01.1878
Zusammenstellung der abgekürzten "Maaß- und Gewichts-bezeichnungen".  

20.04.1878
Tanzvergnügen bei Kösling.  

04.05.1878
Stackebrandt sucht einen Ziegelbrenner.  

14.05.1878
Getreidepreise.  

14.05.1878
Der Nachlaß der verstorbene Witwe Neuendorf wird versteigert.  

26.06.1878
Bei Prüfung der von den Landwehrmännern, Reservisten und Ersatzreservisten I. Klasse im Kreise Osthavelland pro 1878 angebrachten Reclamationen um Zurückstellung im Fall einer Mobilmachung sind die Anträge von Karl Friedrich Hornemann und Karl Friedrich Sydow anerkannt worden.

29.06.1878
Prediger Ritter wird zum Wahlvorsteher für die anstehenden Reichstagsabgeordnetenwahlen bestellt. Schulze Hornemann ist sein Stellvertreter.

03.08.1878
Ein gutgemeinter Hinweis der Redaktion des Osthavelländischen Kreisblattes zum korrekten "Flaschenaufziehen".  

24.08.1878
Ein Kneipenwitz vom klugen Fleischer:
"Sagen Sie mir, guter Nachbar, Sie zeigen im Anzeiger immer frische Blutwurst an und schlachten doch nie, wie geht das zu?"
"Das will ich Ihnen sagen, ich lasse meine Schweine nur zur Ader!"

23.10.1878
Beschnittnene Zwanzigmarkstücke, ein Überzieher ist gefunden worden.  

06.11.1878
Die Lumpensammlerwitwe Wegener bedankt sich bei den Trauergästen ihres verstorbenen Mannes.  

bis 1879
Der Gerichtsstandort für die Wustermarker ist bisher Spandau. Bei der Justizneugliederung entsteht ein Amtsgericht in Nauen, das jetzt auch für Wustermark zuständig ist.

25.01.1879
Stackebrandt, Wustermark, inseriert, dass "zwei ordentliche, fleißige Arbeiterfamilien zum 1. April cr. placiert werden können."

19.03.1879
Bahnwärter Wagenschütz, Wustermark, organisiert eine Auction:
Am 23. d. M., Nachmittags 1 Uhr, bin ich Willens, sämmtliche Nachlaßsachen von meiner Frau, bestehend aus Kleidern, Tüchern, Linnen-Hemden und einem Koffer, an den Meistbietenden in meiner Wohnung zu verkaufen.

12.04.1879
Tanzvergnügen bei Kösling.  

30.04.1879
Auction in Wustermark:
Am Sonnabend den 3. Mai, Nachmittags von 2 Uhr ab, sollen im Kösling'schen Gasthofe Tische, Stühle, Sofa, zwei Ackerwagen, ein Handwagen, eis. Pflug, Egge, Pferdegeschirr und andere Gegenstände, sowie zwei angefütterte Schweine engl. Race und Hühner öffentlich meistbietend gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden.

10.05.1879
Buttermaschine für Hand- und Göpelbetrieb.  

10.07.1879
Die Wegebau-Inspection gibt bekannt:
Der diesjährige Ertrag der Obstbäume an der Berlin-Hamburger Chaussee von Spandau bis hinter Nauen soll öffentlich an den Meistbietenden verpachtet werden.
Es ist dazu ein Bietungstermin am Donnerstag den 17. Juli d. J., Vormittags 10 1/2 Uhr, auf Bahnhof Wustermark angesetzt, und werden die Licitations-Bedingungen im Termin bekannt gemacht.

26.07.1879
Verschollene Frauennamen.  

27.07.1879
Der Amtsvorsteher gibt bekannt:
Die Amtsdörfer (Wustermark, Dyrotz, Rohrbeck) haben auf Grund des § 44 der vorgedachten revidirten Feuerlöschordnung nachbe-nannten Ortschaften bei Feuersgefahr Hilfe zu leisten:  

05.08.1879
Gemäß einer Bekanntmachung des Civil-Vorsitzenden der Ersatz-commission des Aushebungsbezirks Osthavelland, Graf von Königsmarck (Königl. Landrath), werden im Falle einer Mobil-machung folgende Reservisten zurückgestellt:
Karl Friedrich Hornemann, Karl Friedrich Sydow.

13.08.1879
Müller, Wustermark, verlangt nach einem zuverlässigen Kuh-fütterer.

20.08.1879
Vom 1. October ab beträgt jede der drei vollen Gerichtsgebühren - die Verhandlungsgebühren, die Beweisgebühr und die Entschei-dungsgebühr - wie folgt  

10.09.1879
Zimmerpolier Hans zu Wustermark sucht eine gut erhaltene Handschnecke zum Kaufen.

23.09.1879
Endgültige Feststellung der Amts-Bezirke.
Der Provinzialrath der Provinz Brandenburg hat auf Grund des § 49, Absatz 2 der Kreis-Ordnung und des § 64 der Provinzial-Ordnung vom 29. Juni 1875 das Tableau der Amtsbezirke des Kreises Osthavelland unterm 11. September 1879 nunmehr endgiltig festgestellt.
Das Tableau wird nachstehend unter gleichzeitiger Bezeichnung der Amtsvorsteher und deren Stellvertreter publicirt.  

11.10.1879
Der deutsche Normal-Roman in 4 Bänden.  

15.10.1879
"1200 Mark sind gegen genügende Sicherheit auf Hypothek auszuleihen" laut einer Anzeige des Kaufmanns Juhrt.

22.10.1879
Ein Omnibus fährt von Ketzin über Falkenrehde zum Bahnhof Wustermark und weiter nach Nauen.  

08.11.1879
Der Gemeinde-Vorstand gibt bekannt, dass das Nachgraben von Kartoffeln auf der Wustermarker Feldmark verboten ist.

10.12.1879
Aus dem Schöffengericht:
Der Heufuhrmann Friedrich Böttcher aus Nauen hat am 11. October während der Fahrt auf offener Straße auf seinem Wagen geschlafen und nicht die für den freien Verkehr nöthige Aufsicht auf das Gespann gehabt. Durch die Aussage des Gendarmen Lehmann aus Wustermark wurde die Anklage bewiesen. Der Amts-Anwalt beantragte 3. Mk. Geldstrafe event. 1 Tag Haft, worauf auch erkannt wurde.

01.12.1880
Wustermark hat 678 Einwohner.

1880
Im Ort wütet die Diphtherie in grausamer Weise. Fast in jedem Haus sind Tote zu beklagen. Allein mehr als 60 Kinder sterben durch die Krankheit.

10.01.1883
Der Landrath Graf von Königsmarck teilt mit:
"Der Herr Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten hat in den ländlichen Bezirken die Mitwirkung der Volksschullehrer als Zähler bei der bevorstehenden Viehzählung - 10. Januar 1883 - auch in dem Falle gestattet, wenn durch dieselbe eine Aussetzung des Unterrichts an dem Zählungstage notwendig wird.
Die Schul-und Ortsvorstände wollen hiernach das Geeignete alsbald veranlassen.
Die Zuziehung von Schülern ist nicht statthaft."

21.02.1883
Die Ziegelei Wustermark sucht einen Knaben.  

11.04.1883
Die Hinrichtung Conrads in Moabit.  

25.05.1883
Arbeitspferd zu verkaufen.  

16.06.1883
Die Hinrichtung Ernst Sobbe's.  

21.06.1883
Todesanzeige Bauergutsbesitzer Ferdinand Kissel.  

26.06.1883
Im Grünefeld'schen Gasthofe wird die Obstverpachtung versteigert.

01.08.1883
Amtliche Mittheilung:
Wegen des dringenden Verdachtes der Tollwuth wurde ein grauer Ulmer Dogge getödtet. Alle Hunde müssen von nun an für 3 Monate festgelegt werden. Wenn Hunde dieser Vorschrift zuwider frei umherlaufend betroffen werden, so wird deren sofortige Tödtung angeordnet. Die Verwendung von Hirten-hunden, Fleischerhunden und Jagdhunden ist weiter gestattet.

08.08.1883
Tischlermeister Kanitz eröffnet ein Gesinde-Vermiethungs-Comtoir.

13.10.1883
Kaufmann Juhrt verkauft Schmalz.  

08.12.1883
Der Kossäth Friedrich Spiesicke in Wustermark ist zum Schulzen der Gemeinde Wustermark gewählt, bestätigt und als solcher vereidigt worden.

1884
In Wustermark kommt es zu wiederholter Brandstiftung. Die Besitzer stellen Nachtwachen auf, um ihr Eigentum zu schützen.
Für den Ort wird eine weitere Schankkonzession erteilt unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl, die mit 810 angegeben ist.

19.01.1884
Der erkrankte Gendarm Siepelt in Nauen wird vertreten von dem Gendarm Lehman, Wustermark, in den Ortschaften Nauen, Neukammer, Bredow, Ceestow, Markau und Markee.

28.01.1884
Todesanzeige von Bauergutsbesitzer Friedrich Müller.  

05.03.1884
Es ist Eltern bestrafter Schulkinder strikt verboten, den Lehrer in der Schulklasse deswegen zur Rede zu stellen.  

15.03.1884
Pastor Couard lehnt eine Berufung als Director an das Prediger-seminar in Wittenberg ab.  

16.06.1884
Todesanzeige von Schlossermeister Hermann Kluge.  

28.06.1884
Milchkühlapparate im Angebot.  

12.07.1884
Der Fuß-Gendarm Gerting ist am 1. d. M. von Falkenhagen nach Wustermark versetzt worden.

26.07.1884
Ansicht einer Telefonanlage wie sie zu dieser Zeit üblich war.  

22.08.1884
Der Kriegerverein Dyrotz-Wustermark lädt ein zum Sedanfest.  

30.08.1884
In der Ziegelei Stackebrand prügelten sich Arbeiter mit schlimmen Folgen.  

03.09.1884
Am Sonntag den 31. August cr., Abends gegen 9 Uhr, brach hierselbst abermals auf bis jetzt unaufgeklärte Weise Feuer aus, welches 7 Gebäude (Viehställe u.s.w.) des Bauergutsbesitzers Carl Hornemann und 3 desgleichen des Bauergutsbesitzers Zahn, ehemals Kleßen, einäscherte.

03.09.1884
Gelungenes Sedanfest mit traurigem Ende.  

20.09.1884
Herbstmoden 1884.  

27.09.1884
Scheune und Pferdestall des Bauern Gromann wurden durch Brandstiftung eingeäschert.  

15.10.1884
Wittwe Müller, Wustermark, sucht einen nüchternen, mit guten Zeugnissen versehenen Kuhfütterer, der sogleich seinen Dienst erhalten kann.

24.10.1884
Das amtliche Ergebnis der Reichstagswahlen:  

24.11.1884
Bollensdorff, Wustermark, hat einen Fußsack gefunden!

26.11.1884
Der Amtsvorsteher teilt mit:
Unter dem Rindviehstande der Bauergutsbesitzer Hecht und Adolf Böttcher zu Wustermark ist der Ausbruch der Maul- und Klauen-seuche constatirt.
Vor dem Genusse der Milch der erkrankten Thiere im rohen, ungekochten Zustande, behufs unmittelbarer Verwendung für Menschen oder Thiere, wird gewarnt.

06.12.1884
Schlossermeister Th. Schulze hat die Schlosserei der Witwe Kluge käuflich übernommen.

01.04.1885
Ein Gedicht zum 70. Geburtstag des Deutschen Reichskanzlers Fürsten v. Bismarck.  

20.06.1885
In dem Graben zwischen Wustermark und Dyrotz fand man am Montag Morgen die Leiche des 21jährigen Kossäthensohnes Wilh. Schulze aus Wustermark. Die Leiche war unbekleidet, gefesselt an Händen und Füßen, die Augen waren verbunden. Die muthmaßliche Veranlassung des Selbstmordes entzieht sich der öffentlichen Besprechung.

22.06.1885
Die diesjährige Sommermode.  

08.07.1885
Einquartierungsliste für die Herbstübungen des Militärs.  

11.07.1885
Carl Wagenitz zeigt an, dass er die Stellmacherei seines Vaters übernommen hat.  

19.08.1885
Der Fuhrunternehmer Bebenroth aus Ketzin bittet um geneigten Zuspruch für seine neueröffnete Buslinie von Ketzin zum Bahnhof/Wustermark und zurück.  

03.10.1885
Die Schweine-Versicherungs-Societät zu Dyrotz und Wustermark lädt ein zu ihrer General-Versammlung.

12.12.1985
Die Feuer-Polizei-Ordnung mit den Vorschriften zur Verhütung des Feuers.  

1886
Wustermark hat 705 Einwohner. Folgende Berufe sind in der Einwohnerschaft vertreten:  

03.04.1886
Beamtendeutsch in dieser Zeit am Beispiel dieser amtlichen Mitteilung bez. Gutsbesitzer Stackelbrandt.  

10.04.1886
Auf der Liste der zurückgestellten Reservisten stehen Wehrmann Albert Raue, Hoppenrade, und Wehrmann Wilhelm Krüger, Wustermark.

05.05.1886
Kegeln: Juhrt lässt einen Salonleierkasten ausschieben.  

22.05.1886
Bei Kanitz ist eine "Ziehrolle" und eine Hobelbank zu erstehen.

26.06.1886
Der beurlaubte Gendarm Kosanke zu Wustermark wird während seines Urlaubes von dem Gendarmen Klander, Nauen, vertreten.

30.06.1886
Junge Mädchen, welche die Schneiderei erlernen wollen, können sich bei Frau Schneiderin Sporkenbach melden. Auch ertheilt sie unter vortheilhaften Bedingungen unentgeltlichen Unterricht.

14.07.1886
Der Wege-Bauinspector gibt bekannt:
Am Sonnabend den 17. Juli d. J., Nachmittags 3 Uhr, soll im Grünefeld'schen Gasthof die Fruchtnutzung von den Baum-pflanzungen an der Hamburger Chaussee, von Spandau bis hinter Nauen, für das Jahr 1886 öffentlich an den Meistbietenden verpachtet werden.

08.08.1886
W. Schulze, Wustermark, verkauft per sofort eine frischmilchende Kuh nebst Kalb.

23.09.1886
Großfeuer auf dem Gehöft des Bauern Sydow.  

09.10.1886
Wegen Körperverletzung hatte sich der Knecht P. aus Wustermark zu verantworten vor dem Schwurgericht Nauen. Derselbe soll die Dienstmagd Kraatz zu Wustermark mit einem Sensenbaum gestoßen und sie mittels eines Hammers, welchen der Angeklagte der Kraatz in das Gesicht geschleudert hat, körperlich gemiß-handelt haben. Der Angeklagte, welcher die That einräumt, wird mit einer Gefängnisstrafe von 2 Monaten belegt.

16.10.1886
Aus dem Verzeichnis der Gemeinde-Vorsteher und Schöffen ist zu entnehmen:
Schulze: Kossäth Fried. Spiesicke, 1. Schöffe: Bauer Schrobsdorf, 2. Schöffe: Bauer Carl Hornemann.

18.10.1886
Kaufmann Hermann Juhrt empfiehlt heute: Medicinal-Tokayer, Champagner, Madeira, Cherry, Portwein, Roth-, Rhein- und Moselwein.

06.11.1886
Aus dem Gerichtssaal:
Wegen Beleidigung war von der Arbeiterfrau Auguste Fehlow zu Wustermark die verehelichte Maurer J., geb. P., aus Wustermark angeklagt. Die Beleidigung wurde auch durch die vernommenen Zeugen bewiesen. Die Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 3 Mk., im Unvermögensfalle zu einer Gefängnisstrafe von 1 Tage verurtheilt.

20.11.1886
Die Schöffengerichts-Sitzungstage beim hiesigen Kgl. Amtsgericht für das Jahr 1887 sind wie folgt festgesetzt und sind als Schöffen ausgeloost die Herren: u.a. Bauergutsbesitzer Carl Hornemann für die Tage 9. März, 22. Juni, 12 October.

22.11.1886
Wohltätigkeitsveranstaltung des Sängerchores des Handwerker-vereins im Grünefeld'schen Lokal.  

27.11.1886
In der Liste der Feuerlöschbezirke des platten Landes mit den Namen der Feuerlöschcommissarien und deren Stellvertreter ist für den Amtsbezirk Dyrotz (Dyrotz, Rohrbeck und Wustermark) als Feuerlöschcommissar Amtsvorsteher Rittmeister a. D. v. Bredow, Dyrotz, und sein Stellvertreter Gemeindevorsteher Liepe, Rohrbeck, aufgeführt.

18.12.1886
Aus gegebenen Anlass gibt der Amtsvorsteher bekannt:
Nach § 42 der Gesinde-Ordnung vom 8 November 1810 soll das Gesinde, wenn der Tag des Dienstantritts auf einen Sonntag oder Festtag fällt, an dem nächsten Werktage vorher anziehen. Da der 2. Januar 1887, an welchem gesetzlich der Dienstantritt erfolgen soll, auf einen Sonntag fällt, und der 1. Januar ein Festtag ist, so muß das Gesinde am bevorstehenden Quartalswechsel schon am 31. December d. J. umziehen.

15.01.1887
Scharfrichter Krautz, Spandau, macht Werbung.  

22.01.1887
Als Wahlvorsteher zur Reichstags-Abgeordneten-Wahl ist der Prediger Couard nominiert, sein Stellvertreter ist der Schulze Spiesicke.

12.02.1887
Die Volkszählung am 01.12.1985 ergab eine Einwohnerzahl von 728.

19.02.1887
Tanzmusik bei Gagel.  

09.03.1887
Im "Verzeichnis 1 der zum Wahlverbande der größeren ländlichen Grundbesitzer gehörenden Grundbesitzer, Gewerbetreibenden und Bergwerkbesitzer im Kreise Osthavelland" wird der Gutsbesitzer Alfred Runge als Grundbesitzer und als Gewerbetreibender geführt.

23.03.1887
Ärztliche Warnung vor dem Tragen der beliebten hochschnü-renden Corsetts.  

02.04.1887
Nach dem 100-jährigen Kalender ist ein nasser Sommer zu erwarten.

30.04.1887
Kommentar zu den neuen Zwanzigpfennigstücken:
Gestern sahen wir zum ersten Male die neu verausgabten Zwanzigpfennigstücke. Bei dem Anblick derselben müssen wir gestehen, fanden wir kein Heimweh nach den jetzt hierfür aus dem Leben scheidenden alten kleinen Zwanzigpfennigern. Im Gegentheil rufen wir denselben ein herzliches Lebewohl nach auf der Reise in den Schmelztiegel.

04.06.1887
Das komplette Anwesen des Bäckermeisters Schüler wird versteigert.

08.06.1887
Bekanntmachung:
Das Aufblasen des Fleisches, welches sich die Schlächter erlauben, um dem zum Verkauf gestellten Fleisch ein besonderes Ansehen zu geben, ist durch Regierungs-Verfügung vom 26. Mai 1878 bei drei Mark Strafe untersagt.

11.06.1887
Die Fahrräder der neuesten Construction.  

06.07.1887
Bekanntmachung:
Wir machen darauf aufmerksam, daß die zu militaerischen Uebungen Eingezogenen aufgrund des Gesetzes, betreffend die Einführung der Klassen- und klassifizirten Einkommensteuer vom 1. Mai 1851 § 6, für die Monate, in welchen sie zur Fahne einberufen sind, von dieser Steuer und etwaigem Kommunalsteuerzuschlag befreit sind.
Warnung:
Zur Warnung derjenigen Personen, welche die Gerichtssäle aufsuchen, um sich zu amüsiren und dort gleich, wenn sie hungert, frühstücken zu können, diene, daß in Berlin kürzlich eine Frau, welche in dem Zuhörerraum einer Strafkammer gemüthlich ihr Butterbrot verzehrte, beinahe auf mehrere Stunden in Strafhaft genommen wäre wegen ungebührlichen Benehmens. Nur ihr dringendes Bitten und die Angabe, daß sie sich nichts dabei gedacht habe, bewog den Gerichtshof, noch einmal von Vollstreckung der Strafe Abstand zu nehmen.

16.07.1887
Eine Aufzählung heißer Sommer seit 627.  

10.08.1887
Die notwendigen Eigenschaften einer Hausfrau.  

24.08.1887
Das zweite Rupfen der Schwäne auf Spree und Havel.  

31.08.1887
Wegen Körperverletzung ist der Dienstknecht Friedrich B. aus Wustermark angeklagt. Derselbe soll nämlich den Dienstknecht Carl Giese zu Hoppenrade mit einem Stein geschlagen haben, und zwar ohne Veranlassung. Die Körperverletzung wurde erwiesen und der Angeklagte zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt.

29.10.1887
Weil der Arbeiter Friedrich L. aus Wustermark zu dem Gendarmen Kosanke daselbst, als letzterer ihn wegen groben Unfugs zur Haft brachte, die Worte "wenn ich erst wieder frei bin, so steche ich dich Hund mit einer Mistforke tot, du bist ja ein ganz schlimmer Hund", gebraucht hat, wird er hier zu einer Woche Gefängnis wegen Beleidigung verurteilt.

24.11.1887
Das Züchtigungsrecht der Lehrherren.
Da es häufig vorkommt, daß Lehrlinge wegen geringer Züchtigungen gleich davonlaufen und von den Eltern dann in Schutz genommen werden, so machen wir darauf aufmerksam, daß der Lehrling nach § 127 der Gewerbeordnung der väterlichen Zucht des Lehrherrn unterworfen ist und das Züchtigungsrecht diesen oder dessen Stellvertreter daher in gleichem Maße, wie den Eltern, zusteht. Die Grenze des Zwangsmittels ist durch dessen Unschädlichkeit gegeben. Erst wenn diese überschritten wird, liegt ein Mißbrauch des Züchtigungsrechts vor.

22.12.1887
Todesanzeige des Gutsbesitzers Wilhelm Hecht.  

21.01.1888
Aus dem Osthavelländischem Kreisblatt: Anzeige einer General-versammlung des Krieger-Vereins.  

14.02.1888
Suchanzeige im Osthavelländischen Kreisblatt: Ein neuer Schuh ist verloren gegangen!  

15.07.1888
Hammeltanz in Wustermark !  

17.07.1888
Aus dem Gerichtssaal.  

01.12.1888
Aus dem Gerichtssaal: Strafanzeige wegen eines nicht angeleinten Hundes.  

30.03.1889
Wohnzimmer-, Schlafzimmer- und Kücheneinrichtungen ab 377 Mk. zusammen vom Tischlermeister.  

25.04.1889
Die Ortskrankenkasse Dyrotz und Umgebung gibt bekannt:
1. Es gehören die Dienstboten nicht zu den Versicherungs-pflichtigen der in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigten Arbeiter. Dieselben sind nur berechtigt, der Kasse als Mitglieder beizutreten.
2. Die Generalversammlung besteht aus 12 Vertretern der Arbeiter und 6 Vertretern der Arbeitgeber. In der General-versammlung führt jeder Vertreter eine Stimme.

30.05.1889
Eine Liebesaffaire im Grünefeldschen Gasthof.  

30.05.1889
Aus dem Gerichtssaal.  

16.06.1889
10 Mark Belohnung erhält derjenige, welcher dem Herrn Spiesecke den Dieb nachweist, der die Laufbrücke über den Flügelgraben gestohlen hat.

1890
Wustermark ist Sitz eines Patrouillen-Bezirks der Fußgendamerie. Dieser umfaßt die Orte Dyrotz, Hoppenrade, Buchow-Karpzow, Priort mit Wolfsberg, Wernitz und Kartzow. Der Zuständigkeitsbereich beinhaltet rund 6040 ha Fläche bei einer Einwohnerzahl von insgesamt 2726 Personen. In Wustermark leben die meisten, nämlich 728 Menschen.

27.02.1890
Die Lebensmittelpreise und Arbeitslöhne in diesen Zeiten von einem Landwirt aufgestellt.  

26.04.1890
Werbung für Stoffkragen, Manschetten und Vorhemdchen.  

13.05.1890
Die Witwe des Schmiedemeisters Hoppe wirbt für ihre Fortführung des Geschäftes.  

19.07.1890
Die Orte, die an der Bahnstrecke Berlin-Rathenow liegen, fordern eine öftere Personenbeförderung.  

30.08.1890
Für Arbeitssuchende werden Arbeitsvermittlungsstellen eingerich-tet. In Wustermark ist die Kontaktperson Tischlermeister Wilhlem Kanitz.

07.10.1890
Am Sonntag Nachmittag um 3 Uhr brach auf dem Gehöft des Bauern Engel Feuer aus, durch welches die Scheune und ein Stall vollständig eingeäschert wurden.

11.10.1890
Einige Bemerkungen eines Bürgers (Angestellter eines Krankenhauses?) über die zunehmende Roheit der jungen Knechte.

18.10.1890
A. Haus aus Wustermark wirbt für seine Banktische.  

13.12.1890
Bekanntmachung des Amtsvorstehers.
Am 28. Oktober d. J. ist unfern des Bahnhofes Wustermark nach dem durchfahrenden Schnellzuge mit einem Stein geworfen und hierdurch eine Verletzung des Lokomotivführer herbeigeführt worden. Es wird vor Wiederholung derartigen Unfugs gewarnt und auf die gesetzlichen Strafvorschriften ausdrücklich aufmerksam gemacht.

08.01.1891
Zwei Sonnen- und zwei Mondfinsternisse finden im Jahre 1891 statt, und es wird die erste Sonnenfinsternis, sowie die beiden Mondfinsternisse in unseren Gegenden sichtbar sein. Die Sonnenfinsternisse ereignen sich am Nachmittag des 6. Juni bezw. am Mittag des 1. Dezember, die Mondfinsternisse am 23. Mai abends beziehentlich in der Nacht vom 15. zum 16. November.

17.03.1891
Ein beklagenswerter Unglücksfall ereignete sich am Donnerstag den 12. d. M. in der Sandgrube zwischen Wustermark und Wernitz. Der Knecht des Mühlenbesitzers Schüler in Wustermark hatte sich am genannten Tage mit dem Gespann aufgemacht, um Sand zu holen. Als nach etwa einer Stunde Feldarbeiter das Führerlosefuhrwerk daherkommen und auf dem Wagen nur einen Rock liegen sahen, ahnten die Leute Unheil und machten sich unverzüglich mit Schaufel und Spaten nach der Sandgruber auf, woselbst sie einen Erdrutsch konstatierten und nun eilends nachgruben, um dann in beträchtlicher Tiefe den verunglückten Knecht aufzufinden, leider jedoch als Leiche.

08.05.1891
Namens des Kreis-Ausschusses bringt Landrath Steinmeister nachstehend das Verzeichnis der für den Kreis Osthavelland auf 2 Jahre wieder- resp. neugewählten Vertrauensmänner und deren Stellvertreter der Brandenburgischen Landwirthschaftlichen Berufs-Genossenschaft zur öffentlichen Kenntnis:
Für die Gemeinde Wustermark Kossäth Friedrich Spiesicke und Bauer Schrobsdorf.

21.05.1891
Der Bauergutsbesitzer C. Hornemann I ist als Schöffe der Gemeinde Wustermark wiedergewählt und bestätigt worden.

11.06.1891
Der Bauergutsbesitzer C. Hornemann II in Wustermark ist für den Amtsbezirk Dyrotz auf weitere sechs Jahre zum Amtsvorsteher-Stellvertreter ernannt worden.

25.06.1891
Amtliche Mitteilung: Der Sicherheitsdienst des erkrankten berit-tenen Gendarmen Sievert zu Nauen wird bis auf Weiteres in den Ortschaften Bredow, Ceestow, Markau, Markee, Nauen mit Neukammer und Hertefeld mit Rolandshorst von dem Fußgendarm Gottschalk in Wustermark versehen werden.

14.07.1891
Verzeichnis derjenigen Personen in Wustermark und Dyrotz welchen Altersrenten bewilligt worden sind.  

30.07.1891
Es wird gewarnt vor einem Uhrenschwindler, der in er Gegend sein unsauberes Geschäft betreibt.  

04.08.1891
Wenn den Berliner Gaunern der Boden zu heiß wird, begeben sie sich auf's Land.  

04.08.1891
Jedes Quantum Sauerkirschen, mit und ohne Stiel, wird auf Bahnhof Wustermark von J. D. Koch zum Tagespreise verkauft.

06.08.1891
Anna Gottschalk aus Wustermark erlaubt sich hiermit, sich den geehrten Herrschaften von Wustermark und Umgegend als Damenschneiderin zu empfehlen.

25.08.1891
Berliner Marktbericht.  

24.09.1891
Fahrplan der Berlin-Lehrter Eisenbahn.  

10.10.1891
Elegante Herren- und Knabenkleidung.  

25.10.1891
Generalversammlung des Kriegervereins Dyrotz und Wustermark.

29.10.1891
Das amtliche Ergebnis der Volkszählung vom 01. Dezember 1890.

29.10.1891
Als Pferdescherer empfiehlt sich H. Rönnefahrt in Wustermark.

10.11.1891
Carl Fruth, Kunst- und Handelsgärtner, inseriert:
Zum Totenfeste empfehle ich mich zur Anfertigung sämtlicher Sorten Kränze; frische Lorbeerkränze stets vorrätig, auf Bestel-lung mit den feinsten Blumen, auch frischen Rosen garniert. Fertige hochfeine Mooskränze mit gediegenen Stoffblumen stets vorrätig. Zu Geburtstagsgeschenken: hochfeine Bouquets und Blumenkörbe, sowie alle gärtnerischen Bedarfsartikelin reeller Ware und zu billigen Preisen.

28.01.1892
Der Kriegerverein Dyrotz und Wustermark lädt ein zur Generalversammlung.  

28.01.1892
Ein Heiratsgesuch-Inserat mit einer Anmerkung des Setzers!  

20.02.1892
Aufgehängt!  

28.04.1892
Mitteilung des Amtsvorstehers:
Die Dienstmagd Auguste Hacke, geboren am 7. April 1873 zu Disowke, Kreis Flatow, hat in der Nacht vom 12. zum 13. d. M. ihren Dienst in Wustermark heimlich verlassen.
Um Mittheilung des gegenwärtigen Aufenthaltsortes wird ergebenst ersucht.

30.04.1892
Mahnruf im Kreisblatt, die Insektenfresser zu schonen.  

21.05.1892
Der Mai, die Zeit des Krebsessens.  

11.06.1892
Ein Teil der Riesengürtelbahn für Groß-Berlin wird von Mittenwalde nach Zossen und von da nach Trebbin, weiter über Saarmund, Potsdam, Wustermark, Nauen, Oranienburg, Bernau, Werneu-chen, Straußberg Fürstenwalde, Storkow bis Königswusterhausen geführt werden.

14.06.1892
Loerings Seife, das Wundermittel.  

12.07.1892
Amtliche Mittheilung:
(Verstümmelte Telegramme.) Das Reichsgericht hat entschieden, daß für die aus einem verstümmelten Telegramm hervorgehen-den Nachteile (wenn z.B. statt 2000 Stück einer Ware 20.000 bestellt werden usw.) lediglich der Absender des Telegramms zu haften hat, da er sich des Risikos dieser zwar schnellen, aber immerhin - im Verhältnis z.B. zum brieflichen Verkehr - nicht ganz zuverlässigen Verkehrsmittel von vorn herein bewußt sein muß.

16.07.1892
(Eßt niemals Kirschkerne!)
Die Behauptung, daß der Kirschkern "den Magen reinige", ist unsinnig. Gelangt ein Kirschkern in den Blinddarm, so wird eine Entzündung desselben verursacht, die häufig mit dem Tode endet, im günstigsten Falle aber eine sehr schmerzhafte Operation und langwierige Krankheit nach sich zieht.

20.07.1892
Die Roggenmuhme, eine havelländische Sage.  

16.08.1892
Die "Bäckerzeitung" rügt die Unsitte, Backwaren in den Läden anzufassen.  

27.08.1892
Liste mit Gemeinde-Vorsteher, Schöffen und stellvertretenden Schöffen.  

13.09.1892
In Wustermark werden für sämtliche benachbarten Dörfer Cholerabaracken errichtet.

20.12.1892
Kaufmann Hermann Juhrt empfiehlt seine Artikel zu Weihnachten.

28.01.1893
Wie die Saat, so die Frucht! Werbung des Kunst- und Handelsgärtners C. Fruth.  

28.01.1893
Eine Schlittenpartie der Gesangvereine beim Gastwirt Grünefeld.  

08.04.1893
Das Dyrotzer Amtslokal wird verlegt in das Haus des Amts-vorsteher-Stellvertreters Hornemann II in Wustermark.

27.04.1893
Aus Wustermark kommt die Mitteilung, daß dem dortigen Besitzer Hermann Schulze am 23. April ein Fohlen geboren ist, welches sich im Besitze von drei Ohren befindet. Ob das Fohlen auch auf allen drei Ohren hören kann, ist nicht gesagt.

16.05.1893
Gastwirt Grünefeld gibt bekannt, daß das unerlaubte Abfahren von Schlick bezw. Bankett- und Grabenerde der Berlin-Hamburger Chaussee von Station 32,0-34,0 bei Strafe verboten ist.

13.07.1893
Einer amtlichen Mitteilung ist zu entnehmen, dass dem Gärtner August Wilhelm Beck 163,20 Mk. Rente bewilligt wurde.
Dem Bahnarbeiter Karl Hornemann wurden 135 Mk. bewilligt.

07.09.1893
Eine seltsame Diebstahlsgeschichte.  

07.09.1893
M. Israelski hat sich als praktischer Arzt in Wustermark niedergelassen.  

09.09.1893
Der Sedantag wird mit einem Tag Verspätung feierlich begangen.  

26.09.1893
Ein Gedicht über Hundebraten (Verfasser unbekannt).  

05.10.1893
- - - und eine Richtigstellung! des Gastwirtes Grünefeld.  

10.10.1893
A. Wenskat hat sich als Uhrmacher in Wustermark nieder-gelassen.

09.12.1893
Die derzeitige Mode in der Werbung des "Special-Geschäft für Tricotagen, Strumpfwaren, Strickgarne, Handschuhe" Ferdinand Neumann in Berlin SW, Leipzigerstrasse.        

05.01.1894
Die Altersrenten in dieser Zeit.  

1894
Für Wustermark sind statistisch erfaßt: 1 Lehngutsbesitzer mit 42 ha Land, 1 Gutsbesitzer mit 65 ha Land sowie 10 Bauerngutsbesitzer mit unterschiedlich großen Flächen. Aufgeführt werden auch drei Kossäthen und ein Büdner. Weiter sind unter anderem ansässig 1 Müllermeister, 2 Schmiedemeister, 2 Schlächtermeister, 1 Bäckermeister, 2 Tischlermeister, 1 Töpfermeister, 2 Gastwirte, 2 Kaufleute, 1 Fuhrherr, 2 Handelsmänner, 1 Zimmermeister, 1 Böttchermeister, 2 Barbiere, 1 Stationsvorsteher, 1 Bahnmeister, 1 Bahnassistent, 1 Postverwalter, 1 Restaurator, 1 Arzt, 1 Molkereigeschäftsführer, ein Pastor und 2 Lehrer.

08.01.1895
Berliner Marktpreise vom 05. Januar.  

02.02.1895
Versammlung des Krieger- und Waffengefährtenvereins zu Dyrotz und Umgegend.  

12.02.1895
Schlossermeister Theodor Schulze verlangt einen Lehrling.  

26.02.1895
Vortrag des Herrn Rektor Stenzel aus Nauen über die siegreichen Schlachten des Feldzuges 1870/71 bei Mars la Tour.  

07.04.1895
Auf dem Bahnhof Wustermark hat am Donnerstag der Knecht eines benachbarten Besitzers einen schrecklichen Tod gefunden. Er hatte Güter zur Verladung dorthin gebracht und machte sich unberufener Weise an den Güterwaggon zu schaffen. Dabei gerith er zwischen die Puffer und die Rampe des Güterschuppens und wurde von einem Wagen, die sich in Bewegung befanden, buchstäblich zerquetscht. Sein Tod trat bald darauf ein.

30.04.1895
Steckbrief der Königlichen Staatsanwaltschaft:
Gegen die unverehelichte Marie Burwig, geboren am 25. Februar 1872 oder 1873 in Wustermark bei Nauen, zuletzt in Spandau wohnhaft gewesen, welche sich verborgen hält, ist die Untersuchungshaft wegen Diebstahls in den Akten IIa J. 163/95 verhängt. Es wird versucht, dieselbe zu verhaften und in das Untersuchungsgefängnis zu Berlin, Alt-Moabit 12 A., abzuliefern.

09.07.1895
Dr. Burau hat sich in Wustermark niedergelassen.  

15.09.1895
Todesanzeige Wilhelmine Juhrt.  

21.09.1895
Am Donnerstag Abend nach 11 Uhr entstand in der verschlossenen Scheune des Gutsbesitzers Wilhelm Böttcher zu Wustermark infolge Brandstiftung Feuer, wodurch nicht nur diese, sondern auch ein Stall des benachbarten Gehöfts, der dem Gutsbesitzer Adolf Böttcher gehört, zerstört wurden. Trotz der schnellen und energischen Hilfe seitens der benachbarten Gemeinden konnte die vollständige Einäscherung der Gebäude nicht verhindert werden, wohl aber das Weiterumsichgreifen des entfesselten Elements.

02.11.1895
Von dem Weideland des Bauergutsbesitzers Sydow in Wustermark waren am Montag mehrere Stück Jungvieh auf den benachbarten Bahnkörper der Lehrter Bahn gerannt; dabei wurde ein Tier von einem vorbeikommenden Zuge überfahren und zerstückelt.

1895
Das Gemeindelexikon für Wustermark weist 774 Einwohner, 376 männliche und 398 weibliche, aus. Diese leben in 159 Familien- und 13 ( 8 männlichen und 5 weiblichen) Einzelhaushalten, außerdem ist eine Anstalt für gemeinsamen Aufenthalt verzeichnet. Für den Ort sind drei Wohnplätze mit 56 Wohnhäusern sowie drei andere bewohnte Baulichkeiten wie Hütten etc. angegeben. Der evangelischen Kirche gehören 746 und der katholischen 28 Gläubige an. Wustermark zählt zum Amts- und Standesamtsbezirk Dyrotz.

04.01.1896
Bauernregeln für den Januar.  

13.01.1896
Auf Grund des Alters-Versicherungsgesetzes sind im verflossenen Halbjahre an Personen des Kreises Osthavelland im Durchschnitt 40 M / Monat an Rente bewilligt worden.

31.03.1896
In einer Werbung für ein Mittel gegen "Hämorrhoidalleiden" wird eine tägliche ergiebige Leibesöffnung empfohlen.  

28.04.1896
Ein neuer Schwindel wird z. Zt. versucht. Es sind im Verkehr mehrfach statt Thaler Silberrubel in Zahlung gegeben worden. Es ist dies ein gewinnbringendes Geschäft, denn ein Rubel gilt nur 2 Mk. 16 Pfg., so daß man, wenn man ihn für einen Thaler ausgiebt, 84 Pfg. durch den Betrug verdient resp. um diesen Betrag geschädigt wird, wenn man ihn in Zahlung bekommt.

04.08.1896
Hausmittel gegen Fliegen.
1. Stelle Lorbeeröl in flachen Gefäßen in die Stube; die Fliegen können den Geruch nicht vertragen und entfernen sich.
2. Brenne Kürbisblätter an.
3. Koche gespaltenes Qualfienholz (6 Teile auf 8 Teile Wasser), lege es auf einen Teller und streue gestoßenen Zucker darauf. Der Genuß tötet die Fliegen.
4. Stelle in jedes Fenster eine Rizinuspflanze; die Fliegen meiden alsdann das Zimmer,
5. Von Gemälden, Möbeln etc. hält man sie fern, wenn man dieselben mit Wasser wäscht, in welchem man mehrere Tage hindurch Knoblauch eingeweicht hat.

15.08.1896
Die Preise für lebende fette Schweine gehen wieder in die Höhe. Nach dem letzten Marktbericht sind für gute Ware über 40 Mk. für den Zentner bezahlt worden. In den letzten Monaten haben die Schlächtermeister höchstens 25 - 30 Mk. für den Zentner Lebendgewicht bezahlt; ein Preis, bei dem diejenigen, welche Schweine füttern, wohl kaum auf ihre Kosten kommen und deshalb auch gezwungen waren, die Tiere selbst ausschlachten zu lassen, anstatt sie für so billiges Geld an die Schlächter zu verkaufen.

16.08.1896
An einem der letzten Sonntage hatte eine Anzahl Mannschaften des in Döberitz dauernd stationierten Arbeits- und Wachkom-mandos Wirtschaften der benachbarten Dörfer aufgesucht; bei der Rückkehr kamen sie auf der hiesigen Bahnstation, von wo sie nach der dem Übungsplatz am nächsten gelegenen Station Dallgow fahren wollten, wegen der Fahrkartenausgabe mit dem Beamten im Streit. Sie tumultuierten und beleidigten den Stationsvorsteher, der sie zur Ruhe verwies. Der in insultierte Beamte und ein Gendarm bestiegen darauf gleichfalls den Zug und begaben sich, den Soldaten folgend, mit nach Döberitz, wo sie die Namen der Excedenten behufs Bestrafung feststellen ließen.

11.09.1896
Öffentliche Versteigerung beim Gastwirt Grünefeld.  

12.09.1896
Ratschläge an die Hausfrauen, wie sie Geflügel, ohne sie zu quälen, schlachten sollen.  

08.10.1896
Hoppenrader Messerhelden randalieren im Grünefeldschen Gasthof in Wustermark.  

10.10.1896
Die Kartoffelpreise sind fast unbezahlbar geworden wegen der schlechten Ernte.  

12.10.1896
Vielfach nehmen unsere Hausfrauen an, daß man giftige Pilze leicht dadurch feststellen könne, daß man einen silbernen Löffel hineinstecke; sobald er anläufe, seien die Pilze giftig, andernfalls unschädlich. Dies ist jedoch ein Irrtum. Es ist unzweifelhaft festgestellt worden, daß dieses früher als zuverlässig gerühmte Mittel keineswegs sichere Gewähr bietet, da der silberne Löffel nicht bei allen giftigen Pilzen anläuft. Daher wird man gut thun, sich nicht darauf zu verlassen.

25.10.1896
Ein Gedicht "Der deutsche Gruß" und eine Anekdote aus einem Theater.  

1897
Die Zustimmung zur Einrichtung einer Gastwirtschaft mit Fremdenbeherbergung erfolgt, da dafür ein öffentliches Bedürfnis besteht; Wustermark hat zu diesem Zeitpunkt 764 Einwohner.

01.01.1898
Das Lied vom Skat.  

06.02.1898
Eine gut erhaltene Wasserschnecke für Göpelbetrieb sucht A. Haus.

03.03.1898
Ein Kuhfütterer kann sofort Stellung erhalten bei C. Müller, Wustermark.

13.03.1898
Goldene Regeln für ein Dienstmädchen.  

29.03.1898
Brut-Eier-Versand in Wustermark.  

26.05.1898
Eine Sammelbüchse auf dem Standesamt findet wenig Beachtung.

1899
Im Ort gibt es drei Gastwirtschaften, zwei davon sind alte Konzessionen zum Branntweinausschank, dazu gekommen ist eine neue Schankwirtschaft in einer Kantine, die aus Anlaß des Bahnbaus Nauen - Wildpark errichtet wurde.

18.03.1899
Der Bauergutsbesitzer C. Hornemann in Wustermark ist zum Amtsvorsteher für den Amtsbezirk 28, Dyrotz, auf weitere sechs Jahre ernannt worden.

30.03.1899
Kornpreise in dieser Zeit:
1000 Klgr. Weizen 150,00 Mk., 1000 Klgr. Roggen 135,00 Mk., 1000 Klgr. Gerste 128,00 Mk., 600 Klgr. Hafer 80 Mk.

02.04.1899
Preisliste des amtlich bestellten Leichenfuhr-Unternehmens.  

20.04.1899
Die Zunahme der Treffsicherheit der Militärgewehre ab 1777 bis 1889.  

01.06.1899
Bauernregeln für den Monat Juni.  

27.06.1899
Ein neuer gemeingefährlicher Bandwurmdoktor.  

08.08.1899
Das Fehlen der gemeinnützigen Einrichtung freiwilliger Feuerwehren in den Dörfern wird beklagt.  

02.11.1899
Bekanntnachung des Landrathes Steinmeister:
Wegen des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in Wustermark verbiete ich bis auf Weiteres die Ausführung von Rindvieh, Schafen und Schweinen sowie das Einladen von Thieren genannter Gattungen auf der Eisenbahnstation Wustermark.

1900
Wustermark hat 822 Einwohner.
Für den Bahnbau Treuenbrietzen-Nauen wird eine Enteignung durchgeführt.  

30.01.1900
Die Molkerei- und Milchhandelsgenossenschaft Wustermark, ein-getragene Genossenschaft mit unbeschränkter Nachschutzpflicht, lädt ein zur ordentlichen General-Versammlung.  

22.01.1901
Die Molkerei- und Milchhandelsgenossenschaft Wustermark, veröffentlicht ihre Bilanz des Jahres 1900.  

03.02.1901
Der Mühlenbesitzer Ernst Schüler bietet sein Grundstück zum Verkauf an.  

16.02.1901
Die Wustermarker Bockwindmühle wird zum Verkauf angeboten.  

07.03.1901
Werbung für ein großes humoristisches Familien-Soirée. Eintrittspreis 40 Pfg.!  

01.04.1901
Der Bahnhof Wustermark wird aus dem Bereich des Eisenbahndirektionsbezirks Hannover in den Direktionsbezirk Berlin übernommen.

11.05.1901
Ein schlechter Streich wurde einem Milchhändler aus Wustermark gespielt, der täglich Milch nach Charlottenburg bringt. Als er vergangene Nacht wieder auf der Fahrt war, schlief er in der Nähe von Dallgow auf seinem Wagen ein. Vorübergehende, die dies bemerkten, führten die Pferde mit dem Wagen in den Chausseegraben. Vergebens bemühte sich der Milchfahrer, als er erwachte, den Wagen aus dem Graben heraus zu schaffen; er mußte schließlich aus Dallgow Vorspann holen, und den vereinten Kräften gelang es dann, den Wagen flott zu machen.

20.10.1901
Schmiedemeister Müller verkauft seine Doppelkalesche.  

10.12.1901
Tüchtige Arbeiter für Einsatz in Elsgrund gesucht.  

1902
Die Wildpark - Nauener Eisenbahnstrecke nimmt ihren Betrieb auf mit Wustermark als Haltepunkt.

1902
Ansichtskarte vom Platz an der Kreuzung Berliner/Hamburger/Potsdamer Straße mit Blick Richtung Dyrotz. Später wurde hier eine Tankstelle errichtet.  

27.07.1902
Die Kreiskonferenz des sozialdemokratischen Wahlvereins beschließt die Einteilung in fünf Agitationsbezirke, einer davon ist Spandau, dem auch Wustermark zugeordnet wird.

09.10.1902
Wie fängt man einen Hasen?  

04.12.1902
Ein entsetzlicher Vorfall hat sich in Wustermark zugetragen. Ein junger Knecht war bei dem Betrieb eines Roßwerks beschäftigt, und insbesondere mit der Aufsicht der Pferde beauftragt. Auf eine bisher noch nicht aufgeklärte Weise geriet er in das Roßwerk-getriebe, und es wurden ihm durch dieses beide Beine vom Körper abgetrennt. Der Verunglückte wurde nach Nauen ins Krankenhaus geschafft; an seinem Aufkommen wird gezweifelt.

1903 ca.
Ansichtskarte Kreuzung mit Gasthof Otto Bruhn.  

14.02.1903
Woher der Name Wublitz kommt  

03.05.1903
Anzeige im Osthavelländischen Kreisblatt:
Krankheitshalber bin ich willens, meine sehr günstig gelegene Schlosserei zu verpachten. Reflektanten wollen sich an meine Frau wenden.
Th. Schulze, Schlossermeister, Wustermark.

28.11.1903
Gastwirt Grünefeld möchte seine Kuh loswerden.  

1903
Reichstagswahlen: Wustermark liegt im Wahlkreis Potsdam-Spandau-Osthavelland, dem sogenannten "Kaiserwahlkreis". Im Ort werden bei der Hauptwahl für den konservativen Kandidaten Pauli 39, für Kruse von der freisinnlichen Partei 33 und für den Sozialdemokraten Liebknecht 19 Stimmen abgegeben. Bei der Stichwahl votieren 89 Wähler für Pauli und 27 für Liebknecht.
Ein Bestandsverzeichnis der Schulen weist für den Ort folgende Gebäude aus: Ein Haus mit zwei Klassenzimmern und zwei Lehrerdienstwohnungen als Massivbau errichtet 1890, eine Scheune mit Stallgebäude, Massivbau mit Fachwerk von 1850 und ein Abortgebäude in Massivbau von 1895.

28.01.1904
Ein harter Schicksalsschlag traf am Montag vormittag die Familie Sydow hierselbst. Der 30jährige Sohn Ernst war mit Feldarbeit beschäftigt und bestieg einen beladenen Ackerwagen, stürzte jedoch beim Anziehen der Pferde herab und brach die Wirbelsäule. Der Tod trat auf der Stelle ein.

1905 ca.
Ansichtskarte mit Bahnhof, Kirche, Dorfstraße, Post und Schule.  

1905
Eine Molkereigenossenschaft hat in Wustermark ihren Sitz mit 42 Mitgliedern. Direkt an die Molkerei werden 7353 kg Milch geliefert. Die Menge der verkauften Butter liegt bei 29861 Pfund mit einem Wert von 35635 Mark.
Im Ort sind 3,52 km Anschlußleitung für das Orts- und Fernsprechnetz fertiggestellt und es gibt zwei Sprechstellen. Vorgesehen hat man drei Sprechstellen, diese Zahl ist 1906 erreicht.
Seitenansicht des Neubaus einer Molkerei (direkt gegenüber des Bahnhofes)  

07.03.1905
Das Allgemeine Ehrenzeichen haben Se. Majestät der Kaiser dem Fußgendarmen Illgner hierselbst zu verleihen geruht.

30.09.1905
In Wustermark gibt es einen Lehrermangel, der in absehbarer Zeit nicht beseitigt werden kann mangels Masse.

01.10.1905
Für die Erbauung des seit zwei Jahren geplanten Wohnhauses für Postbeamten sind 18.000 Mk. bewilligt worden, somit ist das Bauvorhaben nunmehr gesichert.

1906-1909
Im Anschluß an den 1902 eröffneten Streckenteil des Berliner Güteraußenringes entsteht der größte deutsche Verschiebe-bahnhof.

11.01.1906
Der neue Rangierbahnhof kommt ungefähr da zu liegen, wo sich jetzt das Mossesche Vorwerk Elsgrund befindet. Die Verkaufs-verhandlungen mit den Hoppenrader Eigentümern sind abge-schlossen, mit den Dyrotzer Eigentümern ist noch keine Einigung erzielt worden.

17.02.1906
In Wustermark leben 371 männlichen und 366 weiblichen Geschlechts.

08.03.1906
Kantor Liere tritt in den Ruhestand. Ein Höhepunkt seiner langjährigen Tätigkeit waren die Aufführungen mit den Schul-kindern im Grünefeldschen Lokale aus Anlaß der Silberhoch-zeitsfeier des Kaiserpaares.

10.04.1906
Das hiesige Ortsfernsprechnetz hat neuerdings durch den Anschluß der Gutsvorsteher von Dyrotz und Buchow-Karpzow eine wertvolle Erweiterung erfahren.

03.05.1906
Vermögensbilanz der Molkerei- und Milchhandelsgenossenschaft Wu stermark.  

21.06.1906
"Die Jungen Leute" laden zum "Aalradfahren" ein.

07.07.1906
Der neugegründete Gesangverein Konkordia veranstaltete einen Unterhaltungsabend zusammen mit den Brudervereinen "Glück auf" aus Hoppenrade und "Deutsche Eiche" aus Dyrotz.

24.07.1906
Die Arbeiten des zur Herstellung des bei Dyrotz geplanten großen Zentral-Güterbahnhofs haben ihren Anfang genommen.  

25.08.1906
Die beabsichtigte Belegung Wustermarks durch Truppen des Gardekorps auf dem Marsche zum bezw. aus dem Manöver-gelände wird mit einer Belegungsstärke von 4 Offizieren, 106 Mannschaften und 126 Pferden sein.

05.09.1906
Durch ein Jagdunglück verlor Oberleutnant Alvardes sein Leben.  

07.09.1906
Um den hiesigen Einwohnern die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder in die höheren Schulen nach Nauen zu schicken, hat sich die Eisenbahnverwaltung nunmehr bereit erklärt, bei nächster Gelegenheit den geäußerten Wünschen entsprechende Zugver-bindungen herzustellen.

09.09.1906
Auf der diesjährigen Kreislehrerkonferenz im Gasthof Grünefeld wurde das von der Königlichen Regierung angeordnete Thema "Wie kann die Schule bei der Fürsorge für die schulentlassene männliche Jugend mitwirken?" referiert, welches in folgenden Leitsätzen gipfelte:  

25.09.1906
Am 23. September verstarb der Gasthofbesitzer Karl Grünefeld im 57. Lebensjahre.

26.09.1906
Von dem zum Mosseschen Vorwerk Elsgrund gehörigen Gebiet sind nunmehr seitens der Eisenbahnverwaltung für die Zwecke des neuen Rangierbahnhofes 64 Morgen enteignet worden. Als Entschädigungssumme wurde für den Morgen durchschnittlich gegen 2000 Mk. gezahlt.

06.10.1906
Erhängt hat sich hierselbst am Donnerstag der Schlächter Franz W.

20.10.1906
Für die Ergreifung der später als "Hauptmann von Köpenick" bekannten Person sind 2000 Mark ausgelobt worden.  

13.11.1906
Amtsmeldung: Keine Schwefelhölzer mehr. Alle Gastwirte und die es sonst angeht, seien darauf aufmerksam gemacht, daß am 1. Januar 1907 das "Schwefelhölzerverbot" in Kraft tritt. Es empfiehlt sich, den etwaigen Vorrat an "deutschen" noch vor diesem Termin aufzubrauchen.

15.11.1906
Ab April 1907 bis September werden versuchsweise Schülerzüge zwischen Priort und Nauen eingesetzt.

22.12.1906
In der Nacht wurde ein dem Gutspächter Gericke in Niederhof gehöriges Reitpferde von einem Schnellzuge erfaßt und zermalmt. Das Pferd hatte sich im Stalle losgerissen und irrte herrenlos herum, bis es auf den Bahnkörper geriet und getötet wurde. Der Zug mußte zum Stehen gebracht und die Maschine erst von dem Pferdekadaver befreit werden, ehe die Weiterfahrt erfolgen konnte.

30.12.1906
Auf dem neuen Verschiebebahnhof kam es unter den dort beschäftigten galizischen Arbeitern zu Ausschreitungen, die zu einer Schlägerei ausarteten. Dem Polier, der Ruhe gebieten wollte, ging man mit Spaten und Hacken zu Leibe, so daß er flüchten und sich in Sicherheit bringen mußte.

1906
Bei der Hauptwahl zum Reichstag entfallen in Wustermark bei 146 gültigen Stimmen 30 auf den sozialdemokratischen, 74 auf den konservativen und 36 auf den liberalen Kandidaten, das Ergebnis der Stichwahl ergibt 33 Stimmen für den Sozialdemokraten und 113 für den Konservativen.

1907
Ansichtskarte Dorfstraße.  

08.01.1907
Der Altsitzer Karl Engel, einer der ältesten Wustermarker, ist gestorben.  

11.01.1907
An der Lehrter Eisenbahn zwischen Dallgow-Döberitz und Wustermark wird mit Rücksicht auf den großen Rangierbahnhof eine Eisenbahnstation errichtet, welche in der Hauptsache dem Verkehr der Eisenbahnbeamten und Arbeiter dienen soll.

21.03.1907
Umzug der Praxis Dr. Burau in das Molkereigebäude am Bahnhof.

31.03.1907
Mitteilung des Wustermarker Gemeindevorstehers, Hornemann, über neue Krankenkassenbeiträge.  

21.04.1907
Ein Arbeiter wird wegen Unterschlagung eines Betrages von 1 Mk. 40 Pfg., der zum Kauf von Schnaps vorgesehen war, angezeigt.

16.10.1907
Die Erweiterungsbauten der Bahnanlagen zwischen Spandau und Wustermark werden erstellt.  

1907
Was sonst noch in diesem Jahr in Wustermark geschah.  

04.07.1908
Radfahrerverein sucht neue Mitglieder.  

17.07.1908
Am Vorwerk Elsgrund (bei Dyrotz) werden die Bahnhofsanlagen in Eisenbeton ausgeführt.  

02.08.1908
Der Rollfuhrunternehmer Gustav Lamprecht ist als bahnamtlicher Rollfuhrunternehmer für den Bahnhof Wustermark bestellt wor-den. Das Rollgebiet umfaßt die Ortschaften Wustermark, Dyrotz, Hoppenrade, Wernitz und Zeestow.  

01.11.1908
Der Kantinenwirt in Elsgrund Heinrich K. hatte bei einer Neu-eröffnung seines Gewerbebetriebes die Anmeldung desselben bei dem Gemeindevorsteher in Hoppenrade unterlassen. Er war vom Amtsvorsteher mit fünf Mark Geldstrafe belegt, welche nach Einspruch auf zwei Mark reduziert wurde.

27.11.1908
Auf dem Verschiebebahnhof brannte Montag abend zum ersten Male das elektrische Licht zur Probe. Außer den kleinen Lampen sind 128 große Bogenlampen zur Erleuchtung aufgestellt. Der an dem Himmel weithin sichtbare Schein gab vielfach zu der irrigen Meinung Anlass, daß es der Widerschein einer großen Feuers-brunst sei. Seit fünf Wochen halten auch sämtliche Fernzüge der Lehrter Bahn auf dem Verschiebebahnhof zum Ein- und Aussteigen von Personen; die neue Station trägt die amtliche Bezeichnung "Elsgrund".

1908
Die Eisenbahnstrecke zwischen Staaken und Nauen wird bis Wustermark zweigleisig ausgebaut.

1908
Ansicht Dorfeingang Berliner Straße mit der Bäckerei Heider auf der linken Seite.  

1908
Otto Bruhn's Gasthof.  

01.04.1909
Das seltene Fest des 50jährigen Amtsjubiläums beging der durch sein instruktives Buch: "Das Singen nach Noten" und durch sein "Schulxylophon" auch weiteren Kreisen bekannte hiesige Kantor Herr Liere in Rüstigkeit und Frische.

01.05.1909
Der Große Berliner Zentralrangierbahnhof, oder, wie er amtlich bezeichnet wird, "Verschiebebahnhof Wustermark", wird mit Einführung des Sommerfahrplans am 1. Mai 1909 eröffnet, wenn bis dahin die Gleisabnahme beendigt ist. (Großer Artikel "Wustermark der größte Rangierbahnhof der Welt" von der Entstehung des Bahnhofes im Osthavel-ländischen Kreisblatt vom 24.4.1909).
Und was sonst noch geschah

04.05.1909
Ein hiesiger Besitzer hatte sich von außerhalb zwei wertvolle Pferde verschrieben. Die Tiere kamen auch am Sonnabend per Eisenbahn hier an. Beim Ueberführen des Wagens, in welchem sich die Pferde befanden, auf ein anderes Gleis entgleiste der Wagen und stürzte um. Die beiden Pferde im Gesamtwert von 2600 Mk. wurden bei dem Sturz so erheblich verletzt, daß sie total unbrauchbar geworden sind und wahrscheinlich dem Schlächter anheimfallen.

31.07.1909
Der Radfahrerverein Borussia veranstaltet ein "Hahnradfahren".  

31.08.1909
Humoristisches aus dieser Zeit.  

17.09.1909
Fundsache.  

27.11.1909
Durch einen Schneesturm am Bußtag waren die Signalleitungen der Lehrter Bahn zwischen Spandau und Wustermark unbrauch-bar geworden. Wie man sich trotzdem zu helfen wusste ---  

1910
In Wustermark besteht eine der Kirche gehörende Bibliothek mit einem Buchbestand von 285 Exemplaren.

1910
Aus dem Osthavelländischen Kreisblatt  

09.01.1910
Tanz bei Witwe Gagel.  

09.01.1910
Mitteilung des Amtsvorstehers:
"Einem längst bestehenden Bedürfnisse ist auch hier jetzt abge-holfen, indem das Amtslokal des Herrn Amtsvorstehers mit Fernsprecher, der die Nr. 13 führt, versehen ist."

12.01.1910
Einladung zum Gustav-Adolf-Fest in Wustermark.  

22.01.1910
G. Sydow sucht einen ordentlichen Großknecht.  

04.03.1910
Ziegelei Wustermark sucht einen Ziegelstreicher.  

26.03.1910
Verhängnisvoller Zugzusammenstoß auf dem Verschiebebahnhof fordert zwei Menschenleben.  

29.04.1910
Das Kreisblatt meldet:
Eine Abnormität aus der Tierwelt ist bis zum Sonntag bei Herrn Kaufmann H. Juhrt hierselbst zu besichtigen. Es ist ein Kalb, das vor einigen Tagen lebend zur Welt kam und infolge seiner eigenartigen Kopfpartie einem Nashorn gleicht, während die Augen sich unter den seitwärts liegenden Ohren befinden.

20.05.1910
Heute feiert das Ehepaar J. H. Hipler ihre goldene Hochzeit.

30.06.1910
Ackerverpachtung zu Wustermark.  

02.07.1910
Jahresbericht des Postamtes Wustermark.  

02.07.1910
Jahresbericht des Eisenbahnverkehrs der Staatsbahnen.  

09.07.1910
Für das Betteln in 5-6 Häusern wurde der geständige Schuhmacher Friedr. W. mit 2 Wochen Gefängnis bestraft.

10.08.1910
Neuerdings müssen Autos vorn und hinten Kennzeichenschilder führen. Wer nur mit einem Schild fährt riskiert eine 5 Mark Strafe.

12.08.1910
Verkaufswerbung Kinderbetten und -wagen.  

09.09.1910
Ansichtskarte mit Kirche, Hof Schlachtermeister Gottfried Zinke, Restaurant C. Grünefeld, Bundeslokal des Deutschen Radfahrer-bundes.  

15.10.1910
Havelländische Volksbräuche beim Einsammeln von Trinkgeldern bei Familienfeierlichkeiten.  

1911
Der Wustermarker Bahnhof.  

15.02.1911
Der Schüler Willi Taube rettet den neunjährigen Sohn des Büd-ners Garmatter vor dem Ertrinken.  

07.04.1911
Die Staatsbahnverwaltung beabsichtigt, beim Verschiebebahnhof Wustermark eine größere Ansiedlung für Beamte und Arbeiter zu gründen.  

29.04.1911
Der Arbeiter Johann Prz., der zuletzt beim Gutsbesitzer Gericke in Arbeit stand, wurde wegen köperlicher Mißhandlung, Beleidigung und Sachbeschädigung vom Schöffengericht zu je 12 Mark, insgesamt 36 Mark, Strafe verurteilt.  

30.07.1911
Schmiedemeister Pahlke bietet einen Zwangs-Hufbeschlagsstand für Pferde und Ochsen an.  

21.09.1911
Amtliche Bekanntmachung:
Die Königliche Eisenbahndirektion in Hannover beabsichtigt, auf ihrem im Gemeindebezirk Wustermark außerhalb der im Zusam-menhange gebauten Ortschaft belegenen Grundstück drei Einfamilien-Doppelwohnhäuser zu errichten, und hat die Erteilung der hierzu nach § 13 des Ansiedlungsgesetzes von 1904 erfor-derlichen Genehmigung beantragt.

23.09.1911
Die Verlegung des Ruhlebener Auswandererbahnhofs nach Wustermark ist von der Bahnverwaltung beschlossen worden. Die großen Schiffahrtsgesellschaften, die den Auswanderer-verkehr vermitteln, wollen allerdings nicht die Kosten des Bahnhofbaus tragen.

11.10.1911
Bekanntmachung des Landrates von Hanke:
Ich ersuche die städtischen Polizeiverwaltungen und die Herren Amtsvorsteher des Kreises, den Bedarf an Selbstmordzählkarten bestimmt innerhalb 8 Tagen bei mir anzuzeigen. Fehlanzeigen sind nicht erforderlich.

03.01.1912
Kulinarisches aus dem Havelland.  

26.04.1912
Die Überführung der Güterzüge von Berlin nach dem Verschiebe-bahnhof Wustermark findet seit Sonntag auf dem hochgelegten Bahndamm statt.

08.06.1912
Auf dem Verschiebebahnhof verunglückte der 26jährige Rangierer Wegener dadurch, daß er zu Fall kam und ihm beide Beine abgefahren wurden.

30.06.1912
Reiseartikel: Kosten, Aussehen, Handlichkeit.  

16.07.1912
Märkische Biernamen werden u.a. im dritten Band der Landes-kunde der Provinz Brandenburg von R. Mielke aufgezählt.  

07.09.1912
Großes Erntefest in der Gaststätte Schneider sowie Festumzug mit Harken und Sensen.  

20.11.1912
Auf eine 25jährige erfolgreiche Tätigkeit bei der Landgendarmerie kann der weit über die Grenzen des Kreises hinaus bekannte Gendarmeriewachtmeister Fritz Illgner zurückblicken.

1912
Bei den Reichstagswahlen siegt erstmals ein Sozialdemokrat im "Kaiserwahlkreis". In Wustermark aber liegt der konservative Kandidat in Haupt- und Stichwahl (77/125) vor seinem sozialdemokratischen Kontrahenten. Liebknecht erzielt 23 bzw. 27 Stimmen.

1912
Grundriss eines Wohnhauses mit Backstube und Verkaufsraum in der Friedrich-Rumpf-Straße (Dorfstraße).  
Frontansicht des Hauses  

1912
Ansichtskarte mit Juhrts Kaufhaus.  

1913
Gründung des Jugendbundes "Armin", außerdem gibt es zu diesem Zeitpunkt auch Jugendvereinigungen für Mädchen, nämlich ein Jungfrauenverein und ein Missionsnähverein. Es besteht ein Ortsausschuß zur Jugendpflege, der aus dem Jugendpflegefond 200 RM für die Beschaffung von Turn- und Spielgeräten für den von der Gemeinde angelegten Turn- und Spielplatz erhält. Für den gleichen Zweck kommen noch je 100 RM aus Gemeinde- und Kreismitteln dazu.

21.01.1913
Nüchterne Arbeiterfamilien werden gesucht.  

19.02.1913
Vor dem Schöffengericht zu Nauen wurden zwei Strafanzeigen (Uebertretung der Polizeistunde, Widerstand gegen einen Beamten) gegen den Wustermarker Gastwirt Oskar Schn. verhandelt.  

24.02.1913
Vor Schreck gestorben.
Während eines Feuers auf dem Marzahnschen Gehöft ereignete sich leider auch ein Todesfall, der hiermit im Zusammenhang steht. Die Ehefrau des nebenan wohnenden Nachtwächters Taube hatte einen derartigen Schreck bekommen, daß sie bald darauf umfiel und starb.

01.03.1913
Flugübungen der "Hansa".
Schon seit einigen Tagen fliegt das Luftschiff "Hansa" an der Grenze des Truppenübungsplatzes Döberitz und über unsere Ortschaft hinweg. Anscheinend liegen militärische Uebungen vor. Gestern konnte man es wieder in bedeutender Höhe über unseren Ort sehen.

12.03.1913
Aus allen Teilen des Havellandes wird von würdig begangenen Jahrhundertfeiern berichtet, so auch aus Wustermark.  

22.04.1913
Umfangreiche Bahnarbeiten stehen an im Zuge der Höherlegung der Lehrter- und Wildparkbahn.  

13.05.1913
Für die Landtagswahl sind folgende Wahlmänner der bürger-lichen Parteien aufgestellt.  

26.05.1913
Beiträge zur Deckung der Entschädigungen bei Rotz und Milzbrand für Pferde und Rindvieh.  

19.06.1913
Die Jugend feiert das 100jährige Kriegsende (1813) und das Regierungsjubiläum des Kaisers.  

25.06.1913
Der hiesige Jugendbund "Armin" nahm an den Jubiläumsfest-spielen in Falkenrehde teil und holte einige Preise.  

31.07.1913
Auf dem hiesigen Güterrangierbahnhof sind jetzt 200 Beamten und 300 Arbeiter beschäftigt; letztere wohnen in den umliegenden Ortschaften, während die Beamten zumeist in Spandau wohnen. Die Eisenbahnverwaltung beabsichtigt daher für die Beamten Wohnhäuser zu bauen, ein größeres Gelände ist für diesen Zweck schon ausgewiesen.  

09.08.1913
Für den Nachweis des Eigentümers einer abgegebenen Tesching-büchse winken 20 Mark Belohnung.  

28.08.1913
Ein junger Mensch wurde auf dem Rangierbahnhof als blinder Passagier entlarvt.  

16.09.1913
Auf der Feldmark von Dyrotz bauen drei Besitzer dieses Dorfes eine Fabrik zur Herstellung von Kartoffelschnitzeln und andern Futtermittel. Der Bau ist bald vollendet; der Betrieb soll noch in diesem Jahre eröffnet werden.

30.09.1913
Am Sonntag morgen wurde vom Posthofe ein Rad, dem Brief-träger Löchel gehörig, entwendet. Der Dieb fuhr über Wernitz nach Hoppenrade, wo er sich stärkte, um dann mit dem Rade zu verschwinden.

03.10.1913
Aus dem Schöffengericht.
Taubstummer Knecht wegen Angriffs auf kleines Mädchen verurteilt.

22.10.1913
Die Jahrhundertfeier der Völkerschlacht bei Leipzig wurde auch hier festlich begangen.  

12.11.1913
Von der hiesigen Polizei ist eine Verordnung erlassen, nach welcher die Straßen an jedem Sonnabend vor Eintritt der Dunkelheit von den Anliegern zu reinigen sind. Gepflasterte Straßen und Bürgersteige sind zu kehren und ungepflasterte Straßen zu harken.

12.11.1913
Unfreundliche Wegeverhältnisse in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs.

22.12.1913
Der 32 Jahre alte Bahnarbeiter Max Wüstenberger geriet auf dem Verschiebebahnhof Wustermark beim Rangieren zwischen zwei Wagen und wurde dabei so schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat.

24.12.1913
Warnung des Ministers des Innern vor raffinierten Betrügereien des Bettler- und Landstreichertums.  

31.12.1913
Die Gebietseinteilung der Ärzte richtet sich vorwiegend nach deren Wohnsitz. Danach ist Dr. Burau für die Gemeinden Wustermark, Dyrotz, Hoppenrade, Priort und Wernitz zuständig.

1914
Der Ort wird im Wegeverzeichnis des Kreises als Ausgangs- bzw. Endpunkt von drei Straßen genannt. Es sind die Strecken Potsdam - Wustermark, Wustermark - Zeestow und Tremmen - Wustermark.

1914
Ansichtskarte mit Dorfkirche, Dorfstraße und Gasthof Oskar Schneider an der Berliner Straße.  

05.01.1914
Das Arbeiterehepaar Voigt hierselbst feierte das Fest der goldenen Hochzeit. Von Sr. Majestät dem Kaiser war ein Geschenk eingegangen, welches vom Herrn Superintendenten Miething feierlichst überreicht wurde.

07.01.1914
Eine königliche Deckhengststation soll in Wustermark eingerichtet werden. Der Besitzer Herr Hornemann I wird die Unterstellung der Hengste übernehmen. Um in dortiger Gegend eine neue Zucht einzuführen, ist die Einstellung eines Oldenburger und eines Hannoveraner Deckhengstes vorgesehen worden.

08.01.1914
Zu einem großen Bockbierfest wird eingeladen.  

22.01.1914
Katzenaberglaube im Havelland.  

11.02.1914
Am letzten Sonntag beging der hiesige Jugendbund "Armin" sein erstes Stiftungsfest im Saale des Herrn Schneider.

14.02.1914
Am Donnerstag abend feierte die Frauenhilfe der drei Gemeinden Wustermark, Dyrotz und Hoppenrade im Verbande mit dem Missions-Nähverein und der weiblichen Jugendvereinigung ihr neuntes Stiftungsfest im Saale des Herrn Schneider.

16.02.1914
In der Nacht vom 12. zum 13. Februar wurde in dem Lokal des Gastwirts Schneider ein Einbruch verübt, bei dem ungefähr 50 M Kleingeld, 800 Zigarren, 2000 Zigaretten und ein Fahrrad mit Gestell entwendet wurden. Der mutmaßliche Täter hat sich vorher mit dem Nachtwächter unterhalten.

03.03.1914
Die hiesige Freiwillige Feuerwehr beging am Sonnabend ihr 5. Stiftungsfest im Saale Schneider.

20.03.1914
Schwer verunglückt ist auf dem hiesigen Bahnhof ein Rangierer. Der bedauernswerte Mann kam zwischen die Puffer, wobei ihm das Fleisch vom rechten Unterarm losgerissen wurde.

11.04.1914
Todesanzeige Amtsvorsteher Karl Hornemann.  

15.05.1914
Zwischen einer Wirtschafterin und einem Milchkühler kam es zu Handgreiflichkeiten.  

20.05.1914
Der gefahrvolle Bahnübergang Berlin-Hamburger Chaussee soll durch eine Überführung ersetzt werden.  

11.06.1914
Kinderwagenausstellung.  

29.06.1914
Ein Junkers Gasbadeofen ersetzt eine Badereise.  

30.07.1914
Beim diesjährigen Preis- und Gewinnschießen des Kriegervereins "Dyrotz-Wustermark" erwarb der Dyrotzer Hermann Thiele die Königswürde, 1. und 2. Ritter wurden die Wustermarker Taube und Schöneberg. Die meisten Ringe (56) erzielte der Hoppenrader W. Grünefeld.  

31.08.1914
Eine Sammlung für das Rote Kreuz hat in der Gemeinde Wustermark 725,50 Mk. ergeben.

16.09.1914
Einen Finderlohn von 5 M. für ein verlorenes Portemonnaie mit einem Inhalt von 40 M. verspricht H. Daute, Wustermark.

19.11.1914
Ein junger Soldat, der beim Kaufmann Juhrt einquartiert war, hat folgendes Gedicht hinterlassen:  

02.12.1914
Helle Freude werden die aus der Gemeinde Wustermark ins Feld gezogenen Krieger haben ...  

12.01.1915
Auszug aus der Preusischen Verlustliste:
Es starben den Heldentod fürs Vaterland: Vom Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 20, gemeldet vom Feldlazarett: Gefreiter Wilhelm Kliem, Wustermark, gestorben an seinen Wunden im Lazarett Brügge 18. Oktober 1914.
Ersatzreservist Adolf Grüneberg, Wustermark.

15.01.1915
Aufruf des Landrates zur Landsturm-Musterung.  

20.04.1915
Die Kleidermode für alle.  

26.04.1915
Ein deutsches Kaiserlied.  

24.01.1916
Todesanzeige Bertha Juhrt, geb. Zeitel.  

27.01.1916
Marktpreise in Brandenburg.  

04.03.1916
Landwirt Schrobsdorf verlangt einen verheirateten Melker.  

31.03.1916
Oberpfarrer Voß aus Prenzlau hat ein kriegerisches "Märkerlied" gedichtet.  

25.04.1916
Die Einführung der Sommerzeit bei der Eisenbahn wird in folgender Weise ablaufen: Abends am 30. April wird um 11 Uhr ein "Uhrsignal" gegeben, woraufhin sämtliche Stations-, Zimmer- und Taschenuhren der Beamten um eine Stunde, d.h. auf 12 Uhr, vorgestellt werden müssen.

02.05.1916
Eine Genossenschaft unter dem Namen: "Osthavelländische Bodenverbesserungs-Genossenschaft Mitte" hat sich mit dem Sitz in Wustermark gebildet. Sie bezweckt, bestimmte Grundstücke unter Beschaffung der Vorflut und gleichzeitiger Herstellung der erforderlichen Wege und Gräben in Acker, Wiese und Weide umzuwandeln und nach Bedarf zu bewirtschaften und zu nutzen.

10.06.1916
Kriegsspende Deutscher Frauendank.
Frau Landrat von Hahnke bedankt sich für die treue Opfer-willigkeit der Osthavelländischen Frauen, die zu einem Sammelergebnis von 14.812,48 M. geführt hat. In Wustermark wurden 260,55 M. gespendet.

28.06.1916
Die Vertreter des Kirchenkreises haben folgende Eingabe beschlossen:
Das Generalkommando in den Marken wolle Maßregeln treffen, daß dem Rauchen der halbwüchsigen Jugend in der Öffentlichkeit ein Riegel vorgeschoben, dem spätabendlichen Herumtreiben dieser Jugend auf den Straßen sowie ihrem Wirtshausbesuch eine Beschränkung auferlegt werde.

12.09.1916
In größter Lebensgefahr schwebte eine Frau, die mit dem Zuge von Spandau nach Wustermark fuhr.  

1917/1919
Anträge zum Bau einer Provinzialstraßenbrücke im Zuge der Berlin - Hamburger Chaussee zwischen Dyrotz und Wustermark. Die Errichtung zweier Eisenbetonbrücken wird durch den Bau des Havelländischen Hauptkanals notwendig.

29.01.1917
Die Kaisergeburtstagsfeier gibt den Anlass zu einer Kollekte für die Soldaten im Kriegseinsatz.  

17.03.1917
In Wustermark wird ein französischer Kommandant eingesetzt, ein wahrer Unhold, Räuber und Gelderpresser.  

19.05.1917
Der Gemeindekirchenrat verpachtet auch in diesem Jahr seine Pfarrwiesen (5 Morgen Dammkavelwiese, 3 Morgen Hauskavel-wiese und 3,5 Morgen Erbskavelwiese) meistbietend.
Kavelwiese ist eine Fläche von Gräsern und Sträuchern, die als Weideland genutzt wird.

29.06.1917
Todesanzeige eines 20-jährigen Wustermarkers und Träger des Eisernen Kreuzes 2. Klasse.  

19.09.1917
Räuberischer Überfall auf einen 13jährigen Berliner Knaben.  

08.02.1918
Oberleutnant von Trotha hält einen Lichtbildervortrag über die türkischen Bundesgenossen.  

15.02.1918
Die Pferdevormusterung findet am 23. Februar 1918, 10 Uhr vormittags, im Dorfe zwischen dem Engelschen und Gastwirt Gagelschen Grundstück in Wustermark statt.
Das Pferdeausfuhr- und Besitzerwechselverbot bis zur Beendi-gung der Pferdevormusterung.  
Die Pferdevormusterungsbestimmungen.  
16.02.1918
Aufruf zur Ablieferung von Alteisen für die Herstellung von Kano-nen und Granaten, um die Feinde Deutschlands niederzukämpfen und zum Frieden zu zwingen.  

01.03.1918
"Lernt schweigen" oder "Vorsicht bei Gesprächen".  

18.03.1918
Am 15. März 1918 wird in den Zeitungen eine Bekanntmachung veröffentlicht, die die Beschlagnahme und Meldepflicht von gesammelten rohen Menschenhaaren reguliert. Betroffen sind Frauenhaare und Chinesenhaare!

16.04.1918
Dem Postaushelfer Ferdinand Engel, Wustermark, ist das Ver-dienstkreuz für Kriegshilfe verliehen worden.

04.05.1918
Die holde Weiblichkeit kann es nicht unterlassen, trotz Bestra-fung mit Kriegsgefangenen anzubandeln.  

07.05.1918
Ein Leutnant vom Reserve-Infanterie-Regiment hält einen lehrrei-chen Vortrag über die baltischen Länder.  

25.05.1918
Die Unsitte vieler Soldaten, sich auf die Dächer der Waggons zu setzen, hat wieder mal ein Opfer gefordert.  

01.08.1918
Die für den Kreis Osthavelland festgesetzten Höchstpreise für Frühgemüse und Obst, zu denen der Erzeuger-, Groß- und Kleinhandel die Produkte verkaufen darf.  

02.09.1918
Wie jedes Jahr findet heute, dem Gedenktage der Schlacht am Sedan, im Saale der Diakonissenstation ein Familienabend statt.

21.12.1918
Umfangreichen Spitzbübereien ist man wieder auf dem Verschiebebahnhof Wustermark auf die Spur gekommen.  

1918/1919
Die Gemeinde Wustermark stellt einen Antrag auf Eintragung des Fischereirechtes ins Wasserbuch für den Schlag-, Mittel- und Schöppengraben.

12.02.1919
Ankündigung eines Vortrages in der Gastwirtschaft Schneider über den "Entwurf zu einer neuen Reichsverfassung".  

10.03.1919
In die Gemeindevertretung gewählt wurden 6 Bürgerliche, 3 Sozialisten und Unabhängige.

13.05.1919
Gutsbesitzer Karl Gericke in Wustermark hat das z. Zt. im Konkurs erstandene Ziegeleigrundstück am Kuhdamm für rund 50.000 M an Domänenpächter Schurig in Markee verkauft.

21.05.1919
Die neuen Tarife für Landarbeiter im Osthavelland.  

24.05.1919
Werbung für Einradhackmaschinen mit selbst konstruierten Kornhacken.  

24.05.1919
Ankündigung einer Protestversammlung gegen den Gewalt-frieden.

30.05.1919
Hermann Städicke eröffnet eine Schlächterei.  

05.06.1919
Angebote der Gärtnerei Fruth jun.  

05.08.1919
Beraubung eines Güterwagens durch Eisenbahnarbeiter.  

08.09.1919
Nachts wurde während einer Hochzeitsfeier das Nebenhaus, in welchem die Hochzeitsgäste ihre Garderobe aufbewahrten, von Einbrechern heimgesucht und mehrere wertvolle Kleider und Anzüge sowie auch Wäsche entwendet.

01.10.1919
Die Postgebühr für einen Brief bis 20 g im Orts- und Nachbar-ortsverkehr kostet 15 Pf., im Fernverkehr 20 Pf.. Postkarten kosten 10 Pf. bzw. 15 Pf..

21.10.1919
Ein typisches Eisenbahnerlos.  

25.10.1919
Die Eintragung der Kohlenbelieferung ist ab heute möglich.  

29.10.1919
Viehdiebstahl beim Chausseearbeiter Hornemann.  

29.10.1919
Die Theatergesellschaft Nauen 1919 gibt ein Gastspiel in Bruhns Gasthaus.  

26.11.1919
Protestversammlung gegen die Zurückhaltung der deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich.  

11.12.1919
Verlobungsanzeige Zechlin (Dyrotz) - Engel (Wustermark).  

18.12.1919
Wie in vielen Gemeinde, so hat sich auch jetzt in Wustermark eine Einwohnerwehr gebildet zum Schutze des Eigentums. Der Wehr gehören augenblicklich 48 Einwohner an. Zu ihrem Führer haben sie den Sohn des Gutsbesitzers Gericke gewählt.

23.12.1919
Ein von Hamburg kommender Transport Truppen der Eisernen Division hat auf dem Verschiebebahnhof Wustermark gestern früh Güterwagen erbrochen und beraubt, wobei sie beobachtet wurden. Eine gleich danach angesetzte Durchsuchung brachte Stoffe, Sacharin und Bilderrahmen zum Vorschein.

24.12.1919
Trotz der vor kurzem gegründeten Ortswehr gab es einen Einbruch bei dem Schlächtermeister Zinke.  

26.02.1920
Vom Landrat als Gemeindevorsteher bestätigt ist z. Zt. Landwirt Wilhelm Böttcher.

04.03.1920
An der Eisenbahnsiedlung sind die Arbeiten wieder aufgenommen worden.  

11.03.1920
Der Kreisverein Osthavelland der Deutschen Volkspartei hält eine öffentliche Versammlung in Wustermark ab.  

12.04.1920
Hammeldiebstahl in Wustermark.  

07.06.1920
Ergebnisse der Reichstagswahl.  

07.06.1920
Grausamer tödlicher Eisenbahnunfall.  

02.07.1920
Werbung für ein Kuss-Lehrbuch!  

17.08.1920
Werbung für eine Hinrichtung.  

19.08.1920
Sauberes Hausmädchen gesucht.  

02.12.1920
Ein Gefecht zwischen Überwachungsmannschaften der Eisenbahn und Eisenbahndieben forderte einen Toten und einen Verletzten.  

20.12.1920
Die Mitglieder des Ortskartells des Deutschen Beamtenbundes protestieren gegen die ungerechte Einstufung ihres Ortes unter 10.000 Einwohner.  

ca. 1920
Wustermarker Amtssiegel  

21.09.1920
Ortskartell des Deutschen Beamtenbundes berät über Bildung eines Landesbeamtenbundes.  

27.01.1921
Ein "bahnpostlagernder" Einbrecher, der in einem Korb befördert wurde, ist gefasst worden.  

16.08.1921
Der Markkurs am 16. August:
Es zahlten für je 100 M Zürich 7, Paris 14,79 Franken, Stockholm 5,65 Kronen, Amsterdam 3,76 Gulden, Newyork 1,15 Dollar, Rom 26,17 Lire. Ein Pfund Sterling kostete 317 M.

17.09.1921
Wertheim präsentiert die neuesten Damenmoden.  

27.12.1921
Schießerei zwischen Eisenbahndieben und Überwachungs-beamten.

29.12.1921
Getreidehändler Erich Wagenführ, Bahnhof Wustermark, inseriert.

09.02.1922
Zeitplan des vorörtlichen Zugverkehrs.  

13.02.1922
Fremdwährungen kosteten nach den amtlichen Notierungen der Berliner Börse:  

04.04.1922
Handgezeichnete Karte des Havelländischen Luchs.  

13.05.1922
Die Lebenshaltungskosten sind seit 1914 um das 54fache gestiegen bei fast stagnierendem Gehalt.  

30.08.1922
Tarife für Landarbeiter.  

09.11.1922
Der Kirchenkreis Potsdam II hatte heute hierorts eine bedeutsame Feier. Der neuernannte Superintendent Pfarre Korth wurde durch den Generalsuperintendenten der Kurmark D. theol. Axenfeld feierlich in das Ephoralamt eingeführt.

21.12.1922
Der Kreistag legt die Kostenverteilung für den Bau des Kanals Nauen-Paretz fest. Insgesamt muß ein Betrag von 21,6 Millionen Mark aufgebracht werden. Ein Anteil von 5,2 Millionen Mark wird auf die Ortschaften umgelegt. 6/13 = 2,4 Millionen Mark entfallen auf die Gemarkungen deren Ländereien meist günstig zum Kanal liegen, dazu zählt auch der Gemeindebezirk Wustermark.

03.01.1923
Die Telefongebühren ab 1. Januar bei öffentlichen Sprechstellen betragen für ein Gespräch von nicht mehr als 3 Minuten Dauer im Orts- und im Fernverkehr bis 5 km 30 M., von einer Teilnehmerstelle beträgt die Gebühr für ein Ortsgespräch 15 M.

09.01.1923
Wieder mal werden die Postgebühren zum 15. des Monats erhöht.

21.02.1923
An der Berliner Börse kostet 1 US-Dollar zwischen 23.500 und 25.000 Mark.

27.02.1923
Eine Vorführung des von Tischlermeister Ernst Kluge in Dyrotz erfundenen Leihsarges findet auf dem Kirchhof in Dyrotz statt.  

03.03.1923
Mode: Die ersten Jackenkleider des Jahres  

08.03.1923
Erfolg des Kreispolizeihundes Rolf.  

14.06.1923
Kirchenräuber stahlen zwei wertvolle Kronleuchter aus der Kirche.

14.06.1923
An der Berliner Börse kostet 1 US-Dollar zwischen 106.500 und 110.000 Mark.

09.07.1923
Fuhrwerk am offenen Bahnübergang vom Zug erfasst.  

09.07.1923
An der Berliner Börse zogen Devisen und Noten weiter an, 1 US-Dollar kostete 275.862 Mark.

10.08.1923
An der New Yorker Börse kostet 1 US-Dollar jetzt 4.847.850 Mark.

08.1923
Handskitze des Wustermarker Bahnhofes.  

30.10.1923
1 Dollar kostet 65.000.000.000 Mark.  

08.12.1923
Auflistung der ab dem 1. Dezember geltenden Beamtengehälter.  

18.12.1923
Werbung des Textilhauses Leineweber.  

21.12.1923
Rätselhafter Leichenfund in Wustermark.  

03.06.1924
Seit einigen Tagen steht ein großer Teil der hiesigen Land-arbeiterfrauen wegen Lohndifferenzen im Streik.

03.06.1924
Trotz eines Beschlusses im vorigen Jahr gibt es nun doch keinen Bahnhofsumbau.  

04.06.1924
Der im vorigen Jahre eingegangene Jugendbund "Armin" ist jetzt neugegründet worden. Er ist dem hiesigen Kriegerverein angegliedert worden.

12.07.1924
In der Gemeindevertretersitzung am letzten Donnerstag wurde der Landwirt Emil Spiesecke (Wirtschaftvereinigung) zum Gemeindevorsteher, der Oberlandjäger Friedrich Illgner (Wirt-schaftvereinigung) zum 1. Schöffen und der Arbeiter Fritz Fenz (Kommunist) zum 2. Schöffen gewählt.

12.07.1924
Die Schulen von Wustermark, Hoppenrade, Buchow-Carpzow und Wernitz unternahmen gemeinsam einen Ausflug.  

19.07.1924
Ein hiesiger Einwohner namens Fenz wird tätlich gegenüber der Feuerwehr während eines Löscheinsatzes.  

09.08.1924
Die Ernte ist im vollen Gange, der Ertrag ist zufriedenstellend, es fehlen in diesem Jahr aber die Ährensammler aus Berlin.  

09.08.1924
Einige Kinder haben leider nur Unfug in ihren Köpfen.  

14.08.1924
In letzter Zeit werden immer mehr Stahlhelm-Ortsgruppen gegründet. Es stellt sich daher die Frage:
Was ist der "Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten"?  

04.09.1924
Das monatliche Abbonnenment der Havelländischen Rundschau kostet z.Zt. 2 Mark.

04.09.1924
Die gewählten und jetzt von dem Landrat bestätigten Gemeindevorstandsmitglieder Spiesecke, Illgner und Hilfsschöffe Böttcher sind von dem Amtsvorsteher in ihr Amt eingeführt worden, nachdem sie den Eid auf die Verfassung geleistet haben. Die Bestätigung des zum 2. Schöffen gewählten Arbeiters Fritz Fenz, der der kommunistischen Partei angehört, ist von dem Landrat noch ausgesetzt worden.

04.09.1924
Vor einigen Jahren wurde der der Kirche gehörige Acker in Parzellen von je 1/2 Morgen Größe eingeteilt und an die kleineren Gewerbetreibenden, Beamten und Arbeiter verpachtet. Diese Regelung wurde auch bei der am Freitag stattgefundenen Neuverpachtung beibehalten. Der Taxpreis war auf 26 Mark pro Morgen festgesetzt worden. In fast allen Fällen wurde aber die Taxe um fast 100 % überboten.

04.09.1924
Die Rotlaufseuche unter den Schweinen breitet sich immer mehr aus. Fast jeden Tag verenden Tiere und zerstören die Hoffnung vieler Halter, den Winter gut überstehen zu können.

06.09.1924
Einem seit vielen Jahren bestehenden Mißstand hat der Gastwirt D. Bruhn abgeholfen. Irgendein größeres Vergnügen oder dergleichen zu veranstalten war bisher nicht möglich, da ein entsprechender Saal nicht zur Verügung stand. Herr Bruhn hat jetzt seinen bestehenden Saal erweitert. Vor allen Dingen hat der Saal jetzt eine wirklich gute Theaterbühne.

10.09.1924
Pachtstreitigkeiten der Pfarre.  

25.09.1924
Die Belegung der unterirdischen Telefon-Kabel Berlin-Köln sind nunmehr beendet. Die Reichstelegrafen-Verwaltung ist jetzt dabei, die Luftleitung abzubrechen. Soweit die Luftleitung innerhalb der Ortschaft Wustermark nicht noch andere Leitungen trägt, ist ihr Abbruch bereits erfolgt.

03.10.1924
Schlafender Kutscher hatte keine Gewalt über seine Pferde.  

03.10.1924
Erntefest bei strömendem Regen.  

07.10.1924
Die Wustermarker Ortsgruppe der Kommunistischen Partei Deutschlands verklärt in einer Versammlung die nahezu paradie-sichen Zustände in Sowjetrußland.  

07.10.1924
Aus dem Gerichtssaal:
Viehdieb aufgrund einer installierten Alarmanlage erwischt.  

07.10.1924
10-Jährige Gedenkfeier des Vereins ehemaliger 15. Reserve-Jäger in Wustermark.  

16.10.1924
In der Pachtstreitsache mit der Pfarre hat sich ein großer Teil der Pächter auf Aufforderung durch die Pfarre, mit der Zahlung des geforderten Pachtpreises einverstanden erklärt. Gegen die übrigen Pächter hat die Pfarre Klage bei dem Pachteinigungsamt in Nauen erhoben. In dem am letzten Sonnabend stattge-fundenen Termin hatten sich die Pächter bereit erklärt, einen Pachtpreis von 20 Mark pro Morgen und Jahr zu zahlen. Eine Einigung kam aber nicht zu Stande und wird ein neuer Termin anberaumt werden.

24.10.1924
Es ist beschlossen worden, die elektrische Straßenbeleuchtung, die seit dem Kriege aus Sparsamkeitsgründen eingestellt war, wieder in Betrieb zu nehmen.  

28.10.1924
In Wustermark gibt es ein Schaupflügen mit einem Wendestock.  

11.12.1924
Die am 1. Dezember des Jahres statt gefundene Viehzählung hatte folgendes Ergebnis: Zahl der viehbesitzenden Haus-haltungen 165. Gezählte Pferde 167, Rindvieh 375, Schafe 6, Schweine 321, Ziegen 77, Federvieh 1792. Haushaltungen mit Hausschlachtungen 95. Geschlachtet sind 131 Schweine und 1 Ziege.

18.12.1924
Gründungsfest des Wustermarker Sportvereins, der aus dem früheren Jugendbund Armin hervorgegangen ist.  

24.12.1924
Am Sonntag wurde die neuerbaute Orgel der Kirche geweiht in Verbindung mit einem Konzert.  

27.12.1924
Dem Kreisblatt wird entnommen: Am Eingang unseres Dorfes an der Chausseeabzweigung Nauen-Berlin-Potsdam kann man in letzter Zeit nur allzu häufig die Wahrnehmung machen, daß von Schulkindern Scherben und Blechstücke auf den Fahrdamm geworfen werden. Was nützen da alle Vorsichtsmaßregeln zur Verhütung von Automobilunglücken, wie aufstellen von Warnungstafeln usw., wenn der Fahrdamm von solchen dem Verkehr gefährlichen Gegenständen nicht freigehalten wird. Hier müßte einmal energisch eingegriffen werden.

03.01.1925
Eine schöne, große, dicke Wurst verschwindet und verwandelt sich in ein großes dickes Tier, welches ein graues, haariges Fell hat.  

08.01.1925
Das Fest der goldenen Hochzeit konnte der Produktenhändler Friedrich Wagenschütz mit seiner Ehefrau Dorothe Sophie Elisabeth, geb. Moritz, im Kreise ihrer Angehörigen feiern. Wagenschütz, ebenso wie seine Ehefrau, erfreut sich großer Beliebtheit in der Gemeinde.

12.01.1925
Der Bau einer großen Hochspannungsleitung ist jetzt auch von Wustermark aus zu sehen. Die Leitung wird in Spandau enden.  

21.01.1925
Am Montag hielt die Ortsgruppe Wustermark des Kreisvereins Osthavelland der Deutschnationalen Volkspartei im Lokal von Juhrt ihre erste diesjährige Versammlung ab.

24.01.1925
Ein Versuchswagen der Protoswerke verursacht einen Verkehrs-unfall, der jedoch ohne Personenschaden verlief. Der Wagen zerstörte lediglich einen steinernen Pfeiler des Vorgartens auf dem Grundstück des Gutsbesitzers Engel.

04.02.1925
Die Frauenhilfen Wustermark und Dyrotz feierten am 01. des Monats ihr 20jähriges Bestehen.  

23.02.1925
Am 15. des Monats ist der langjährige Seelsorger der Gemeinden Wustermark und Hoppenrade, Superintendent Miething, im Alter von 72 Jahren verstorben.  

28.03.1925
Ein schlechter Silvesterscherz.  

18.05.1925
Schwarzangler am Kanal Nauen-Paretz gefasst.  

23.05.1925
Die Provinzialverwaltung lässt eine Neuschüttung des Fahrdammes der Berlin-Hamburger Chaussee zu beiden Seiten der Berlin-Lehrter Bahn vornehmen.  

27.05.1925
Am Montagnachmittag entlud sich ein ziemlich starkes Gewitter über unserem Ort. Dabei schlug der Blitz in die elektrische Hochspannungsleitung der Überlandzentrale und führte Kurz-schluss herbei. Eine hohe, weithin sichtbare Feuerzunge schlug aus dem eisernen Mast an der Chaussee nach Hoppenrade empor, und ein ziemlich starkes Knattern war in der Umgebung zu hören. Nachdem die Leitung ausgeschaltet war, erlosch der Brand. Das am Sonntag nachmittag niedergegangene Gewitter war zum Teil mit Hagelschlag verbunden, doch schien dieser keinen Schaden angerichtet zu haben.

19.06.1925
Bei dem Hammeltanzvergnügen der hiesigen jungen Leute am letzten Sonntag ging es wieder einmal nicht ohne Schlägerei ab. Gegen 12 Uhr musste der Wirt den Saal räumen lassen, da anzunehmen war, dass die Schlägerei noch weiter ausartete. Einer der Radaubrüder musste später noch von dem Land-jägerbeamten festgenommen und eingesperrt werden.

05.08.1925
Die Kirchensteuer beträgt in diesem Jahr 15 Prozent der Einkommensteuervorauszahlung für das Jahr 1924.

17.08.1925
Das Tagebuch des für Wustermark zuständigen Landjägers enthält einen Eintrag über Mord und Selbstmord im Ort, danach erschießt um 8.35 Uhr auf dem Molkereigrundstück ein Arbeiter ein Dienstmädchen und tötet sich dann selbst.

21.08.1925
Etwas für Bienenzüchter.
Vor einigen Tagen konnte man hier eine seltene Wahrnehmung machen. Ein Fuhrwerk eines hiesigen Besitzers war auf dem Felde, als plötzlich ein ziemlich starker Bienenschwarm sich an dem Wagen festsetzte. Der Schwarm blieb auch sitzen, als das Fuhrwerk den Heimweg antrat. Zu Hause angekommen, konnte dann der Schwarm eingeschlagen werden.

11.11.1925
Die Deutschvölkische Freiheitsbewegung hält eine schwach-besuchte Versammlung ab.  

12.11.1925
Die Lehrerschaft von Wustermark und Umgebung bezieht Stellung gegen den neuen Reichsschulgesetzentwurf.  

21.11.1925
Wahlplakat des "Wirtschaftsblock Osthavelland".  

1926
Ansichtskarte Kirche und Pfarrhaus.  

19.01.1926
Sechsköpfige Güterdiebesbande gefasst.  

29.01.1926
Demonstration gegen die Fürstenabfindung.  

30.01.1926
Tod auf den Schienen.  

05.02.1926
Die jährlichen Elternabende der Schule erfreuen sich allgemeiner Beliebtheit.  

15.02.1926
Mutter und ihre Söhne müssen sich vor dem Großen Schöffengericht zu Spandau wegen Anstiftung zum Diebstahl verantworten.  

04.03.1926
Juhrt-Firma wirbt mit ihren Produkten.  

04.03.1926
Die alten und unleserlichen Merkschilder für die Hydranten wurden ausgetauscht mit dem Ergebnis, die Lust an der Zerstörung eben dieser in Schulkindern hervorzurufen.  

09.03.1926
Der Melker Willy Bo. hatte sich in Spandau wegen Hundediebstahls zu verantworten.  

16.03.1926
Mit dem Umbau des Personenbahnhofes soll in kürzester Zeit begonnen werden.  

16.03.1926
In der vorigen Woche wurde ein Marokkaner festgenommen, der von der französischen Besatzungsarmee im Rheinland desertiert war, weil sein Regiment nach Marokko tranportiert wurde, um im Kampf gegen die Rifkabylen Verwendung zu finden.

17.03.1926
Die Fischereirechte der Gemeinde Wustermark im Kanal Nauen-Paretz wurden öffentlich meistbietend verpachtet.  

22.03.1926
Die Gemeindevertreter haben beschlossen, die jährliche Ratten-vertilgung einem Fachmann zu überlassen.  

22.03.1926
Ein durchgehendes Pferd des Schlächtermeisters St. richtete erheblichen Schaden an.  

26.03.1926
Am Sonntag Palmarum werden in der hiesigen Kirche durch Superintendent Korth folgende Kinder eingesegnet: Hertha Brüggemann, Betty Grünefeld, Gerda Genschow, Martha Kraatz, Magdalena Krems, Martha Marzilger, Erna Pulst, Ella Reetz, Dora Sydow, Emmi Schrobsdorff, Hans Böttcher, Gerhard Dörnbrack, Alfred Eiseermann, Franz Horowsky, Klaus Korth, Albert Ihlefeld und Erich Rohde.

01.04.1926
Ein Kindesmörder, nach dem seit 1923 gefahndet wurde, ist jetzt gefasst worden.  

06.05.1926
Die Teilnehmer des örtlichen Fernsprechdienstes werden recht stiefmütterlich behandelt.  

07.05.1926
Mit dem Umbau des hiesigen Personenbahnhofs ist diese Woche nun endgültig begonnen worden.  

10.05.1926
Todesurteil für den Kindesmörder.  

21.05.1926
Der Arbeiter F. wurde wegen Beleidigung des Gemeindevor-stehers Spisecke vor dem Nauener Strafgericht angeklagt.  

25.05.1926
Während die Kraftpersonenpostlinie Ketzin- Groß-Kreutz einge-stellt werden soll, konnte auf der Strecke Ketzin-Wustermark eine neue Strecke eingerichtet werden, so daß das Auto jetzt zwischen Ketzin und Wustermark und umgekehrt je drei Fahrten täglich fährt.

09.06.1926
Der Händler Gustav Kanitz musste sich wegen wiederholter Hehlerei vor Gericht verantworten.  

20.06.1926
Volksentscheid gegen die Fürstenabfindung; in Wustermark gibt es 545 Wahlberechtigte; es werden 262 gültige Stimmen abgegeben, für das Gesetz votieren 254 Wähler, dagegen 8.

1926-1928
Verlegung einer neuen Wasserhauptdruckleitung von Wustermark über Zeestow nach Brieselang im Rahmen von Notstandsarbeiten bei denen Arbeitslose aus der Region beschäftigt werden sollen. In Wustermark sind 27 Männer und vier Frauen erwerbslos gemeldet. Die Beschäftigten beim Bau erhalten einen tariflichen Stundenlohn von 0,64 RM.

1927
Bau einer Tankstelle auf der Verkehrsinsel in Wustermark.
Baupolizeilich geprüfte Handskitze.  

29.01.1927
Die elektrische Straßenbeleutung wird vervollständigt.  

31.01.1927
Vortrag mit Vorführungen und Schaukochen über verschiedene neue elektrotechnische Haushaltseinrichtungen.  

18.02.1927
Öffentliche Diskussionsversammlung mit den Gruppen "Stahlhelm" und "Rote Frontkämpferbund" über das Thema: Stahlhelm und Arbeiter. Redner u.a. Fenz (Wustermark) und Krause (Priort).  

11.03.1927
Die Einzahlung von rückständigen Steuern und Abgaben wird öffentlich angemahnt. Außerdem wird bekannt gegeben, dass die Auszahlung der Erwerbslosenunterstützung nur an die Hauptunterstützungsempfänger erfolgt.  

17.03.1927
Aus dem Kreisblatt:
Am Volkstrauertag hielt Herr Betz im Saale des Gastwirts Bruhn, hierselbst, einen Vortrag über seine Erlebnisse in der französischen Fremdenlegion. In packenden, bewegten Worten schilderte er die Leiden und Qualen der Fremdenlegionäre in dem heißen Afrika, die nur als Kanonenfutter für Frankreichs Eroberungen in Afrika betrachtet würden. Reicher Beifall dankte Betz für seinen Vortrag.

23.03.1927
Konfirmanden in Wustermark.  

23.03.1927
Vor dem Großen Schöffengericht hatte sich der Reichsbahn-inspektor Hermann Th. wegen Unterschlagung von Kassen-geldern in Höhe von 12.618 RM zu verantworten.  

29.03.1927
Der Schulvorstand beschließt, Minderbemittelten auf Antrag Beihilfen zur Beschaffung von Schulbüchern zu gewähren.

22.04.1927
Junge Mädel beim Osterwasserholen von einer geisterhaften Gestalt fast zu Tode erschreckt.  

21.05.1927
Die Kreissynode tagt in Bruhns Gasthof.  

23.05.1927
Am gestrigen Sonntag wurde im Rahmen eines Sängertages das Stiftungsfest und eine Fahnenweihe des Männergesangsvereins Liederkranz zelebriert.  

27.05.1927
Ein Arbeiter wurde schwer verletzt durch einen Blitzeinschlag.  

15.06.1927
Schlägerei zwischen Roten Frontkämpfern und Stahlhelmern.  

30.06.1927
Das Kreisblatt zeigt sich erbost über den schlechten Zustand der Straße zum Bahnhof.  

1928
Der Landjägerposten 14 (Polizei) hat in Wustermark seinen Sitz mit Zuständigkeit für Wustermark, Hoppenrade, Wernitz und Buchow-Karpzow.
Antrag auf Neubau eines Landjägerdoppelgehöfts an der Landstraße nach Zeestow (letztes Doppelhaus auf der rechten Seite).  

17.01.1928
Der hiesige Christliche Verein junger Männer feiert sein diesjähriges Jahresfest in Gestalt eines Heimatabends am kommenden Sonntag im Saale des Gastwirts Bruhn. "Märkerland - Heimatland, Märkerland - Gottesland" sind die Titel des reichhaltigen Programms. Der Eintrittspreis ist äußerst niedrig gehalten.

18.01.1928
Der Kriegerverein Dyrotz-Wustermark hielt seine Jahresver-sammlung im Saale des Lokals Bruhn ab.  

03.02.1928
Tischlermeister Gustav Gollnisch feiert mit seiner Frau die Goldene Hochzeit.  

28.02.1928
Am 25. Februar fand im Bruhnschen Saal ein Konzert des Prof. F. Schmidt-Quartetts (Doppelquartett des Berliner Lehrervereins) statt. Hier nun die Rezension im Kreisblatt.  

09.03.1928
Versammlung der Wirtschaftspartei mit dem Provinziallandtags-abgeordneten Amtsvorsteher Krüger, Hoppenrade.  

17.03.1928
Die Prüfung der diejährigen Konfirmanden von Wustermark und Hoppenrade findet Sonntag, den 25. März, vorm. 10 Uhr, in der Kirche zu Wustermark statt, die Einsegnung Palmsonntag, den 1. April, 9 Uhr in Hoppenrade, 11 Uhr in Wustermark.

22.03.1928
Informationen zur Einschulung und Konfirmation.  

07.04.1928
Durch Hochspannungsleitungen gefährdete Grundstücke sollen entschädigt werden.  

11.04.1928
Eindruch und Belästigung eines Arztes.  

01.05.1928
Das örtliche Postamt führt Verbesserungen ein, u.a. wird der Telephondienst auch an Sonntagen zur Verfügung stehen.

06.06.1928
Der schlechte Zustand des Friedhofswasserbeckens erschwert das Pflegen der Gräber.  

08.06.1928
Keine Elternbeiratswahl in der Grundschule.  

11.06.1928
Schwerer Unfall mit Todesfolge in der Nähe des Bahnübergangs.  

27.06.1928
L a n d v e r p a c h t u n g. Hier wurden der Acker und die Wiesen der hiesige Pfarre auf die Dauer von zwölf Jahren öffentlich meistbietend verpachtet. Die Preise bewegten sich zwischen 28 und 48 Mark für den Morgen. Für die im Luch liegenden Grundstücke fanden sich keine Pächter.

30.06.1928
Verkaufswerbung Motorräder. U.a. wird die "Weltrekord-maschine" F.N. angeboten.  

07.07.1928
Kindesleiche auf der Eisenbahnstrecke bei Wustermark gefunden.  

28.07.1928
Angler ohne E r l a u b n i s s c h e i n e. In den letzten Tagen wurde wieder einmal am hiesigen Kanal eine Razzia durch die Polizei abgehalten und eine größere Anzahl Personen beim Angeln getroffen, die weder im Besitz eines Erlaubnisscheines noch eines Fischereischeines waren. Sie wurden zur Anzeige gebracht und sehen ihrer Bestrafung entgegen.

03.08.1928
Bau des Landjägerhauses an der Zeestower Chaussee wird kritisiert.

04.08.1928
A m t s n i e d e r l e g u n g. Der Landwirt Emil Spiesecke, hierselbst, hat sein Amt als Gemeindevorsteher der hiesigen Gemeinde niedergelegt. Zwecks Neuwahl eines Gemeinde-vorstehers ist die Gemeindevertretung zu einer Sitzung am kommenden Montag eingeladen worden. Bis zur Neuwahl und Bestätigung des neuen Gemeindevorstehers führt Spiesecke den Posten weiter.

10.08.1928
Gemeindevorsteher Spiesecke vom Rücktritt zurückgetreten.  

12.08.1928
Ermordung des Stahlhelmers Heinz Malchert.

14.08.1928
Schwerverletzte durch Messerstiche während einer Prügelei.  

17.08.1928
Weitere Ermittlungen mit neuen Erkenntnissen zum Hergang der Ermordung Malcherts.  

22.08.1928
Der elektrische Bahnbetrieb auf der Strecke Charlottenburg-Spandau/West wird eröffnet.

17.09.1928
Wahl der kirchlichen K ö r p e r s c h a f t e n.
Das Kreisblatt meldet: Am 18. November dieses Jahres finden die Wahlen zu den kirchlichen Körperschaften statt. Alle Gemeindeglieder, die seit 1924 das 24. Lebensjahr erreicht haben oder zugezogen sind und den Willen haben, ihr Wahlrecht im Sinne und Geiste der evangelischen Kirche auszuüben, werden aufgefordert, sich bis zum 23. September zur Eintragung in die Listen im Pfarrhaus zu melden.

17.09.1928
Das Kreisblatt meldet:
Die zum Wustermarker Stahlhelmmord V e r h a f t e t e n entlassen. Die z.Zt. von den hier zur Untersuchung des Stahlhelmmordes in Wustermark anwesenden Berliner Kriminalisten nach Moabit überführten Verhafteten, der Kupferschmied Willi Burdack und die Arbeiter Otto Heese und Peters, wurden gestern entlassen. Sie trafen gestern abend gegen 7.30 Uhr in Nauen ein, wo sie von ihren sehr zahlreich erschienenen Parteigenossen mit Musik abgeholt wurden. Den Mord selbst umhüllt noch immer tiefes Dunkel.

04.10.1928
Seit Jahren wartet die Gemeinde auf ein Ehrenmal für die im 1. Weltkrieg Gefallenen.  

18.10.1928
Der Amtsvorsteher hat sein am 18. August dieses Jahres aus Anlass der politischen Zusammenstöße und der Ermordung des Stahlhelmers Malchert, für die Ortschaften Wustermark und Dyrotz erlassenes Versammlungs- und Umzugsverbot wieder aufgehoben. Über die Mordtat an dem Stahlhelmer Malchert schwebt immer noch völliges Dunkel.

24.10.1928
Die Endstation der Vorortbahn Berlin-Spandau-Wustermark erhält zum ersten Male eine Garnison. Die 2. Kompagnie der 3. Preusischen Kraftfahrer-Abteilung ist von Berlin-Lankwitz nach der ehemaligen Fliegerkaserne Elsgrund verlegt worden.

27.10.1928
Beschwerden über die ewigen Zugverspätungen werden laut.  

27.10.1928
Rabiate Automobilisten.  

06.11.1928
100-Jahrfeier des Todestages des großen Komponisten Franz Schubert.  

29.11.1928
Gründungsversammlung des Angelsportvereins Wustermark und Umgegend.  

05.12.1928
55. Stiftungsfest des Kriegervereins Dyrotz-Wustermark.  

15.12.1928
Bauernregeln vom Schnee. Als Gegenstück zum "Hundertjährigen Kalender" wird hier ein ewiger Kalender mit dem Titel "Aller Praktiken Großmutter" vorgestellt.  

31.01.1929
Malchert: Die Untersuchung der Wustermarker Bluttat.  

04.02.1929
Der Verkehr zu den Nachbarorten ist nicht möglich bedingt durch starke Schneeverwehungen.  

14.02.1929
Die strenge Kälte legt den Postautobetrieb lahm.  

22.02.1929
Die Brücke über den Nauen-Paretz Kanal zwischen Wustermark und Dyrotz ist in ihrer ganzen Breite durch den strengen Frost gerissen. Der Verkehr ist aber nicht unterbunden.

08.05.1929
Baumfrevel am Mühlenweg.  

03.06.1929
Heute feiert der bekannte Kaufmann Juhrt seinen 70. Geburtstag.

01.09.1929
Bei dem Postamt Wustermark wird erstmalig eine Landkraftpost eingerichtet.  

13.09.1929
Der Königin-Luise-Bund hielt eine Versammlung ab mit Teilnahme einer Stahlhelmgruppe.  

09.10.1929
Die Potsdamer Bibelgesellschaft, eine Tochter der Preuß. Hauptbibelgesellschaft, feierte ihr Jahresfest im Schwesternsaal.

30.10.1929
Die vereinigten Schulen von Wustermark und Hoppenrade halten einen Reformationsgottesdienst in der Kirche zu Wustermark ab, der zugleich als Feier des 400jährigen Bestehens von Luthers kleinem Kathechismus gedacht ist.

11.11.1929
Für die Gemeindevertreterwahlen sind zwei Wahlvorschläge aufgestellt und vom Wahlausschuß zugelassen worden.  

1929
Fertigstellung des Landjägerdienstgehöftes im Ort. Die Gesamtkosten für den Bau betragen 29.923,94 RM. Zur Beseitigung von Mängeln werden noch einmal 4.500 RM benötigt und genehmigt. Das Gebäude liegt an der Kreisstraße zwischen Bahnhof Wustermark - Zeestow vor der Bahnüberführung.

1930
Im Ortsgebiet Wustermark wird auf 700 m Länge die Berlin-Hamburger Chaussee von 5m auf 6m verbreitert und mit Kleinpflaster versehen, die Kosten für den Ausbau der Strecke werden mit 70.000 Reichsmark angegeben. Geplant war eigentlich auch die verkehrshinderliche Stelle an der schienengleichen Trasse durch einen übergang über die Gleise zu beseitigen. Die Kosten für das Gesamtvorhaben wurden auf 1.333.000 Reichsmark geschätzt. Schließlich stellte man den Bau der Brücke noch einmal zurück.

08.02.1930
Opel-Werbung mit neuen billigeren Preisen.  

17.03.1930
Bei den Abgrenzungen der Amtsbezirke erfolgen Veränderungen. Wustermark bildet mit den Gemeinden Dyrotz, Elstal und Wernitz den Amtsbezirk Dyrotz. Dabei wird Wernitz aus dem Amtsbezirk Bredow ausgegliedert und Dyrotz zugeordnet. Dafür wird Rohrbeck von Dyrotz abgetrennt und mit Dallgow zu dem neuen Amtsbezirk Dallgow zusammengelegt. Wustermark hat zu diesem Zeitpunkt 861 Einwohner und umfaßt eine Gemarkung von 1114 Hektar.

03.04.1930
Aufklärung des Wustermarker Mordes an Malchert, die Täter haben gestanden.  

04.04.1930
Mann von Zug überfahren.  

02.07.1930
Fritz Fenz, nach dem Krieg Bürgermeister, in Aktion.  

05.07.1930
Möbelwerbung.  

08.07.1930
Verheerendes Gewitter verwüstet das Landjägerdienstgebäude.  

09.08.1930
Angehöriger des Roten Frontkämpferbundes wegen schweren Diebstahls verurteilt.  

15.09.1930
Gewaltiger Stimmenzuwachs der Nationalsozialisten bei den Reichstagswahlen.  

20.09.1930
Eine der Poststraßen führte von Berlin über Spandau, Staaken, Dyrotz und Wustermark als Heerstraße nach Brandenburg und Rathenow. Die Gabelung lag westlich Wustermark, wo die "Straße" nach Rathenow über Wernitz nach Norden abzweigte, von dort über Markau nach Schwanebeck und weiter nach Westen führte, während die Heerstraße nach Brandenburg sich über Tremmen weiterzog. Posthaltereien befanden sich in Spandau und Wustermark.

23.09.1930
Die Einrichtung eines Selbstanschlusses bei der Fernsprech-vermittlungsstelle Wustermark ist im Gespräch.  

04.10.1930
Die Berlin-Hamburger Chaussee wird zu beiden Seiten der Eisenbahn instand gesetzt.  

31.10.1930
Überblick einiger Lebensmittelpreise.  

01.11.1930
Bau- und Baulandpreise in Wustermark.  

13.12.1930
Glimpflich verlaufener Eisenbahnunfall.  

18.12.1930
Ankündigung der Gottesdienste in Wustermark und Hoppenrade zur Weihnachtszeit.  

24.12.1930
Der bisherige Gemeindevorsteher, Landwirt Emil Spiesecke, hat sein Amt niedergelegt. Aus diesem Grunde mußte sich die Gemeindevertretung in der letzten Sitzung mit der Neuwahl des Nachfolgers befassen. Mit den bürgerlichen Stimmen wurde der Landwirt Theodor Engel zum Gemeindevorsteher der hiesigen Gemeinde gewählt. Die Kommunisten gaben ihre Stimme für den Kreistagsabgeordneten Fenz ab.

11.07.1931
Aus der Havelländischen Rundschau:
Den starken (übrigens in manchen Fällen auch strafbaren) Lärm durch Radio, Musikdarbietungen usw. hat ein Leser in Wustermark zum Anlaß genommen, seinen Pegasus zu besteigen und in Form von Klapphornversen seinem Herzen "Luft" über ein "fideles" Wohnhaus zu verschaffen. Der Dichterling schreibt:  

13.07.1931
Der Kampf der Elternschaft gegen einen Gesamtschulverband.  

27.07.1931
Wild-West in Wustermark: Jugendliche Rowdys überfallen am hellichten Tage Autos.  

12.10.1931
Zechpreller flüchten durch das Pensionsfenster.  

13.10.1931
Einbrecher, die in Wustermark ihr Unwesen trieben, sind gefasst worden.  

16.11.1931
Erweiterung der Siedlung. Die hiesige, zwischen der Berlin-Hamburger Chaussee und der Hoppenrader Grenze gelegene Siedlung erfährt jetzt eine Erweiterung. Der Landwirt Rich. Böttcher hat etwa 80 Morgen seiner Wirtschaft, die an das Zahnsche Siedlungsgelände angrenzen, für Parzellierungszwecke verkauft.

1931
Wustermark hat laut Gemeindelexikon 861 Einwohner, davon 435 männlichen Geschlechts. Es gibt 217 Haushaltungen und 74 Wohnhäuser. 815 Personen bekennen sich zur evangelischen und 42 zur katholischen Kirche.

1931
Aus dem Adreßbuch des Kreises Osthavelland:
Liste der Einwohner mit Berufsbezeichnung, Haus- und Telefonnummer.  

05.01.1932
6. Jahresfest des hiesigen Christlichen Vereins Junger Männer, C.V.J.M.  

09.03.1932
Die 1. Elf des FC Wustermarks traf sich am Sonntag mit der 1. Elf von Kuhhorst zu einem Freundschaftsspiel. Die Mannschaft von Kuhhorst legte gleich mächtig los und führte bald 2:0 vor den völlig verduzten Wustermarkern. Das war Anlaß zu einem Generalansturm der Wustermarker, und der Ausgleich wurde noch bis Halbzeit durch sehr schöne Tore erzielt. Gleich nach Halbzeit schoß der Rechtsaußen von Wustermark das siegbringende Tor. Ergebnis: 3:2 für Wustermark.

05.04.1932
Konzert des Beethoven-Chores und Orchesters Spandau im Saale Bruhn.  

08.04.1932
Die Schulen von Dyrotz und Wustermark werden zusammengelegt.

08.04.1932
Werbung: Außergewöhnlich billige Konserven.  

27.05.1932
Wustermarker Eisenbahnräuber vor Gericht.  

04.06.1932
Wertheim-Werbung.  

1932
Die Wohnbevölkerung wird mit Stand vom 16. Juni mit 876 Personen angegeben.
Die Gemeinde Wustermark beschließt ein Ortsstatut zur Ausführung des Straßen- und Baufluchtengesetzes mit entsprechender Satzung.

24.06.1932
Tag des Deutschen Liedes.  

25.06.1932
Fußball: Am letzten Sonntag spielte Wustermark I gegen eine kombinierte Mannschaft des Spandauer Ballspiel-Clubs und gewann 4:1. Die 2. Elf verlor gegen die gleiche von Hertefeld 1:0. Am Vorsonntag spielte die 1. Elf gegen die in der Gauklasse A im Südkreis spielende 1. Mannschaft der Berliner Sport-Union 1913 und konnte einen 4:3 Sieg landen. Am kommenden Sonntag spielt die 1. Elf gegen die Mannschaft der Italienischen Botschaft. Anfang 16,30 Uhr.

1933
Ansichtskarte mit dem Bahnhof Wustermark.  

20.01.1933
Ausspracheabend für Männer über das Thema "Die sexuelle Frage" auf einer Veranstaltung der Anhänger des Freidenkertums.  

21.01.1933
Jahresbericht des Kriegervereins Dyrotz-Wustermark 1932.  

Febr. 1933
Im Lagebericht der Geheimen Staatspolizei ist eine Beurteilung des Landrates des Kreises Osthavelland, Freiherr von Rheinbaben, vermerkt, in der er unter anderem die Gemeinde Wustermark "sehr stark mit linksradikalen Elementen durchsetzt" einschätzt.

17.02.1933
Durch eine Bekanntmachung fordert der hiesige Gemeinde-vorsteher zur Einreichung von Wahlvorschlägen für die am 12. März d. Js. stattfindende Gemeindevertreterwahl auf. Die Wahlvorschläge, die den gesetzlichen Bestimmungen ent-sprechen müssen, sind bis spätestens 23. Februar bei dem Vorsitzenden des Wahlausschusses einzureichen. Vorsitzender des Wahlausschusses ist der Gemeindevorsteher Engel.

21.02.1933
Dem Wahlausschuß für die Wahlen der Gemeindevertretung gehören an: Gemeindevorsteher Engel als Vorsitzender, Landwirt Wilhelm Böttcher, Landwirt Wilhem Spiesecke, Tischlermeister Paul Kanitz, Bauarbeiter Fritz Fenz und Wilhelm Lucke.

23.02.1933
Zusammenstoß zwischen einem Lastauto und einem Pferde-fuhrwerk.

28.02.1933
24. Stiftungsfest der Freiwilligen Feuerwehr.  

01.03.1933
Geländespielübung des Stahlhelms.  

05.03.1933
Bei den Reichstagswahlen entfallen auf die Parteien folgende Stimmen: KPD 146, NSDAP 217, DNVP 99, SPD 43.

11.03.1933
Der Fußball-Club hat sich zum Sonntag eine schwere Aufgabe gestellt, indem er sich den Sport-Club Bornim, welcher der Gauklasse A angehört, zum Freundschaftsspiel verpflichtet hat.

14.03.1933
Volkstrauertag.  

14.03.1933
Bei den Gemeindewahlen erhält die Bürgerliche Einheitsliste 331 Stimmen und damit sieben Mandate; die kommunistische Liste bekommt 111 Stimmen, das bedeutet zwei Mandate.

06.04.1933
Im Gemeindebüro fand die Wahl des Gemeindevorstandes statt. Zum Gemeindevorsteher wurde der bisherige Gemeindevor-steher, Landwirt Theodor Engel, wiedergewählt. Zu Schöffen wurden gewählt: der Landwirt Wilhelm Böttcher sen. und der Tischlermeister Gustav Gollnisch.

06.04.1933
Brutales Fußballspiel der Mannschaften Nauen I und Wustermark I.

11.04.1933
Gründungsversammlung der Interessenten des Kleinkaliber-schießsports.  

22.04.1933
Der Geburtstag des Volkskanzlers wird mit einer Fahnenweihe gefeiert.  

29.04.1933
Wimpelweihe der Mädchenjungschar.  

1933
Jahresbericht des Standesamtsbezirks Wustermark, Dyrotz und Rohrbeck.  

04.05.1933
Jungscharfest in Bruhns Gasthaus.  

04.05.1933
Tag der nationalen Arbeit.  

04.05.1933
Postschaffner erhängt aufgefunden.  

18.05.1933
Elektrifizierung der Bahnstrecke Berlin-Nauen im Gespräch.  

02.06.1933
Gründungsversammlung des Kampfbundes des gewerblichen Mittelstandes.  

28.06.1933
Aus der Havelländischen Rundschau: S o n n e n w e n d f e i e r.
Heute abend 8,30 Uhr soll anläßlich des Versailler Schandvertrages auf dem Fußballplatz das am Sonnabend ausgefallene Sonnenwendfeuer auflodern. Es wird erwartet, daß die gesamte Einwohnerschaft an der Feier teilnimmt.

05.07.1933
Reden, Gesänge und das Verbrennen des Versailler "fluchwürdigen" Schandwerkes auf der Sonnenwendfeier.  

Juli 1933
Kirchliche Wahlen in Wustermark.  

08.07.1933
Tödlicher Unfall: Motorrad fährt gegen Schranke des Bahn-übergangs.

24.07.1933
Die Glaubensbewegung "Deutsche Christen" wehrt sich gegen eine Pressemeldung, es gäbe sie nicht in Wustermark und Hoppenrade.

10.08.1933
Brieftauben werben für die SS.-Gruppe Ost.  

19.08.1933
Der Kleinkalibersportverein hielt seine öffentliche Versammlung ab.

31.08.1933
Die Havelländische Rundschau kann nach langer Spielpause wieder über 2 Fußballspiele des Wustermarker Fußball-Clubs berichten.  

03.10.1933
Das 1. Erntedankfest im "neuen geeinigten deutschen Volksstaat" findet statt.  

08.10.1933
1000 Jahre Havelland. Landrat Freiherr von Rheinbaben gibt einen Rückblick auf die Geschichte des Kreises Osthavelland.  

31.10.1933
Eine NSDAP Wahlversammlung mit markigen Reden.  

14.01.1934
Die Kampftruppe Kurmark ruft die gesamte Einwohnerschaft Wustermarks, besonders aber die Jugend, auf zu einem Jugend-Bekenntnis-Gottesdienst.

Januar 1934
Versammlung der "Nationalsozialistische Handels, Handwerks- und Gewerbeorganisation (NS-Hago)".  

Februar 1934
Versammlung der Wustermarker Christen.  

01.03.1934
Vom Ortsgruppen - Amtswalter wurden nachstehende Parteigenossen zu Amtswaltern ernannt:
1) zum Ortsbetriebsgruppenführer für Handel Pg. Paul Kanin in Wustermark
2) zum Ortsbetriebsgruppenführer für Handwerk der Pg. Bäckermeister Richard Voigt in Dyrotz
3) zum Ortsbetriebsgruppenführer für Gewerbe der Pg. Josef Andrejewski in Dyrotz

12.03.1934
Kulturabend der NSDAP Wustermark.

17.03.1934
Die Wustermarker Feuerwehr feiert ihr 25jähriges Bestehen.
Ab diesem Tage werden die vier Löschzüge Elstal, Dyrotz, Wustermark und Wernitz zu eienr Amtsfeuerwehr zusammen-geschlossen.  

21.03.1934
Die vier Löschzüge der Gemeinden Elstal, Dyrotz, Wustermark und Wernitz werden zu einer Amtsfeuerwehr zusammen-geschlossen.

26.03.1934
Treffen der Deutschen Arbeitsfront.  

04.04.1934
Goebbels besucht Wustermark.  

14.04.1934
12. Stiftungsfest des Männergesangvereins "Liederkranz".

22.04.1934
Gründung eines Anglervereins in Wustermark.  

11.05.1934
Das deutsche olympische Dorf auf dem Truppenübungsplatz in Döberitz.  

04.09.1934
Der Geheimen Staatspolizei wird gemeldet, daß die Stapo Potsdam gegen eine Versammlung der Bekenntnis-Synode Berlin-Brandenburg in Wustermark vorgegangen ist. Die Veranstaltung, an der rund 90 Personen teilnahmen, wird, so heißt es im Lagebericht, nach Angriffen der Redner auf die Nationalsynode, aufgelöst.

Sept.1934
Mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Pfarramtes Wuster-mark ist Pfarrer Braun von St. Nikolai aus Prenzlau vom Probst der Kurmark beauftragt worden.

1934
Stiftungsfest der NS-Frauenschaft.  

13.11.1934
Gefallenenehrung in Wustermark und Dyrotz.  

26.11.1934
Einweihung eines Ehrenmals an der Mordstelle Heinz Malcherts.  

12.12.1934
Bericht über erbitterte Kämpfe um einen Platz im überfüllten Zug.

03.01.1935
Diamanten-Hochzeit in Wustermark  

03.01.1935
Eine unverhoffte Sylvesterfreude wurde vielen armen Leuten von Wustermark bereitet.  

10.01.1935
Der Kinofilm "Tannenberg" wird im Bruhnschen Saal gezeigt. Der Film zeigt die Eroberung der masurischen Städte durch den Volkshelden Hindenburg.  

02.1935
30 Jahre Evangelische Frauenhilfe und Schwesternstation  

16.02.1935
Dem Luftschutz wird eine bedeutende Rolle in den nächsten Jahren eingeräumt.  

12.03.1935
Ehrenkreuze für Kriegsteilnehmer werden ausgegeben.  

15.04.1935
Aufruf im Kreisblatt: Jeder aufrichtige Deutsche zeigt seine Verbundenheit mit dem deutschen Arbeiter und trägt am 01. Mai die Maiplakette!  

22.06.1935
Singen auf der Dorfaue.
Der Männergesangsverein "Liederkranz" veranstaltet am Montag, dem 24. Juni, um 20:00 Uhr, auf der Dorfaue ein Platzkonzert. Gesungen werden vaterländische Lieder, Lieder der neuen Zeit und Volkslieder.

27.06.1935
Tödlicher Verkehrsunfall eines 70jährigen vor Wustermark.  

27.06.1935
Bäckergeselle gesucht.  

10.08.1935
Aktuelle Preise für Küchengeräte aus dem KaDeWe.  

09.10.1935
Die Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft im Deutschen Frau-enwerk veranstaltet gemeinsam mit den Gruppen Dyrotz und Wernitz einen Handwerkertag im Gasthaus Bruhn.

21.10.1935
Feuerwehraufmarsch des Feuerschutzbezirkes V in Wustermark.  

31.12.1935
Ein großer Scheunenbrand erforderte den Einsatz der Wehren aus Wustermark, Dyrotz, Elstal, Bredow, Nauen, Zeestow, Finkenkrug und der Berufsfeuerwehr vom Flugplatz Döberitz. Trotzdem konnte nicht verhindert werden, dass die Scheune des Bauern Wilhelm Böttcher mitsamt den großen Getreidevorräten und mehreren Maschinen völlig niederbrannte.

01.01.1936
NSDAP Wustermark, Dyrotz und Hoppenrade werden zusammengelegt.  

07.01.1936
Berufung eines Gemeindekassenverwalters.  

22.01.1936
Einen frohen Feierabend bereitet eine Veranstaltung der NSG "Kraft durch Freude".  

25.01.1936
Das Wappen des Kreises Osthavelland.  

30.01.1936
Die politischen Soldaten Adolf Hitlers, SA, sammeln für das WHW (Winterhilfswerk).  

27.02.1936
Nachrichten des Standesamtes Dyrotz-Wustermark.  

10.03.1936
Die NS. Frauenschaft hielt ihre Pflichtversammlung in Dyrotz im Saale von Andrezewski ab.  

25.03.1936
Große Wahlkundgebung in Dyrotz.  

01.04.1936
Vor 35 Jahren, am 1. April 1901, wurde der Bahnhof Wustermark aus dem Bereich des Eisenbahndirektionsbezirks Hannover in den Direktionsbezirk Berlin übernommen.

22.04.1936
Ein Wustermarker, Opfer eines schweren Unfalls, ist im Krankenhaus gestorben.  

07.05.1936
Spargel-Notierung am 6. Mai.  

08.05.1936
Bei dem Bahnübergang Wustermark geriet ein Kraftwagen in Brand.

26.05.1936
Pimpfe zu Besuch.  

05.08.1936
Weitere Nachrichten des Standesamtes Dyrotz-Wustermark.  

1937
Ansichtskarte Kirche mit Kriegerdenkmal.  

06.01.1937
Autobahnneubau bis Wustermark ist freigegeben worden.  

26.01.1937
Tödlicher Unfall auf dem Bahnhof Wustermark.  

27.01.1937
Schulungstagung der NSDAP zum Thema "Volk und Staat".  

03.02.1937
Ein "Kraft-durch-Freude"-Abend für alle Volksgenossen wird von der Deutschen Arbeitsfront (DAF) veranstaltet.  

22.02.1937
Eine Gedächtnisfeier für Horst Wessel veranstaltet die Orts-gruppe der NSDAP im "Alten Krug" in Dyrotz.

25.02.1937
Heldengedenktag  

15.03.1937
25 Zentner Altmaterial erbrachte eine vom hiesigen Junkvolke durchgeführte Sammlung. Außerdem wurde in der Schule eine Knochensammelstelle eingerichtet.

15.03.1937
Die Wettkampfgruppe Nährstand der deutschen Landjugend führte im "Alten Krug" in Dyrotz einen Reichsberufswettkampf für die männliche Jugend durch.  

30.06.1937
Der Männergesangverein "Liederkranz" veranstaltete auf der Dorfaue ein Platzkonzert. Es wurden Lieder der neuen Zeit - Chöre für das Deutsche Sängerbundesfest in Breslau - und Volkslieder zum Vortrag gebracht.

27.07.1937
Der Reichsbund der Körperbehinderten hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle körperbehinderten Volksgenossen gesundheitlich auszurichten.  

20.09.1937
Schwerer Verkehrsunfall in Wustermark.  

23.09.1937
Die Mitglieder der Lehrerschaft der NSLB (Nationalsozialistischer Lehrerbund) trugen ihre vorgeschriebenen sportlichen Wett-kämpfe aus.  

28.09.1937
Der Duce und der Führer passieren im Staatssonderzug den Bahnhof Wustermark. Aushang:  
Der Bericht über dieses Ereignis am folgenden Tag in der Havelländischen Rundschau.  

21.10.1937
Gendarmerie-Wachtmeister Illgner 80 Jahre alt.  

12.11.1937
Kameradschaftsabend der NSKOV (NS-Kriegsopferversorgung).  

16.11.1937
Laienhilfe-Lehrgang des Reichsluftschutzbundes für Frauen.  

27.12.1937
Sonnenwendfeier der Wustermarker und Dyrotzer Jugend.  

30.03.1938
Die nationalsozialistische Frauenschaft Wustermark bietet einen Säuglingspflegelehrgang an.  

05.04.1938
Großkundgebung mit Parteigenosse (Pg.) Graebert.  

12.04.1938
Theaterabend der NS Gemeinschaft "Kraft durch Freude".  

14-18.5.1938
Bei einer amtlichen Flurbegehung werden in Wustermark ur- und frühgeschichtliche Fundstücke entdeckt, darunter ein Mahlstein, germanische und römischkaiserzeitliche Scherben, Feuerstein-geräte und ein mittelalterisches Hufeisen.

24.05.1938
Feueralarm: In Niederhof brennt es.  

10.06.1938
Schwere Bluttat in Wustermark: Häftling schießt Gemeindediener nieder.  

12.08.1938
Kranzniederlegung am Wustermarker Denkmal zum 10. Jahrestag der Ermordung des Stahlhelmers Heinz Malchert.  
Wie Heinz Malchert starb.

23.08.1938
Jugendlicher Messerheld in Wustermark.  

23.09.1938
Riesenkartoffel in Wustermark gefunden.  

13.12.1938
Die Kindergruppe der NS Frauenschaft feiert ein vorweihnachtliches Fest.  

1939
Ansichtskarte vom Wustermarker Bahnhof.  

11.01.1939
25 Jahre Chorleiter  

23.06.1939
Goldene Hochzeit in Wustermark  

Sep. 1939
Goldene, silberne und bronzene Ehrenkreuze wurden an folgende Wustermarkerinnen verliehen:  

1940
Ansichtskarte Kirche vom Feld aufgenommen.  

20.07.1940
Ein Melker wird gesucht, aber er muss verheiratet sein.  

26.08.1940
Zum 37. Mal wurde das Radrennen "Rund um Berlin" veranstaltet.

06.12.1940
Verhandlung über eine Enteignung von Grundflächen für den Bau eines Reichsbahnstellwerkes.  

16.12.1940
Schwerer Unfall eines Bahnarbeiters auf dem Bahnhof Wustermark.

10.01.1941
Lastzug fährt Bahnwärterhäuschen um.  

25.03.1941
Aufruf zum Erwerben des SA-Wehrsportabzeichens.  

März 1941
Aufruf zur Teilnahme am Kriegsschießen des Winterhilfswerkes (WHW).  

05.04.1941
Unsere SA war dabei.  

05.04.1941
Feier der Verpflichtung der zu überweisenden Pimpfe und Jungmädel in die Hitlerjugend.  

12.06.1941
Vom Zuge überfahren und schwer verletzt.  

Juni-Juli 1941
Todesanzeigen Hornemann und Ilgner.  

11.11.1941
DRK-Hilfe bei einem Zugunglück.  

25.05.1943
Ehrung verdienter Mitglieder des Chores MSB Liederkranz.  

14.01.1944
Heldentod im blühenden Alter von 30 Jahren.  

17.01.1944
Hauptversammlung des örtlichen Pferdezuchtvereins.  

03.02.1944
Im Bericht des SD (Sicherheitsdienstes) zu Inlandsfragen ist zur allgemeinen Verkehrslage notiert, daß die Vorortzüge zum Lehrter Bahnhof den Verkehr nicht mehr bewältigen können, da sie bereits voll besetzt von Nauen bzw. Wustermark ankommen.

01.12.1945
Volkszählung ergab 1.184 Einwohner in Wustermark.

20.04.1945
Zwischen 9.57 und 10.04 Uhr wird Wustermark von der 8. US Air Force bombardiert. Zum Einsatz kommen dabei 77 B-17 Bombenflugzeuge mit einer Bombenlast von 227,5 Tonnen.

August 1945
Wustermark Schule wird zur Zentralschule für die vier oberen Jahrgänge der Orte Dyrotz, Hoppenrade, Zeestow, Wernitz.

02.09.1945
Der KP-Vorsitzende Wilhelm Pieck verlangt in Kyritz eine zügige Durchführung der Bodenreform unter dem Motto "Junkerland in Bauernhand".  

15.09.1945
Eröffnung des Kindergartens, provisorische Unterbringung im Geschäft Kamm.

01.09.1946
Rechenschaftsbericht des zuständigen Arbeitsamtes.  

29.10.1946
Volks- und Berufszählung, dabei werden für Wustermark 1340 Einwohner ermittelt.

15.12.1946
Wegen Stromenpässen wird der Zugverkehr eingeschränkt. Ab 17. Dezember wird der Vorortverkehr zwischen Berlin Lehrter Bahnhof und Nauen sowie Lehrter Bahnhof und Wustermark eingeschränkt. Es verkehren nur noch sieben Vorortzugpaare nach Nauen und sechs nach Wustermark.

1947
Enteignung von 378 ha Land, davon werden 351 ha auf 128 Eigentümer aufgeteilt. Darunter sind Bauern und Landarbeiter, Umsiedler und Kleinpächter. 90 ha des Gutsbezirks Döberitz werden der Gemeinde Wustermark zugeordnet.

05.02.1947
Kurzbericht eines Mitgliedes des neugegründeten Frauenaus-schusses in Wustermark.  

12.09.1947
Auf Beschluss der Landesregierung Brandenburg ist der 14. September 1947 zum Gedenktag für die Opfer und Kämpfer des verbrecherischen Naziregimes erklärt worden.

01.09.1948
In der Schule sind 359 Schüler in 9 Klassen registriert.

04.06.1948
Der Schulbezirk Wustermark (Ltg.: Rekt. Gustav Ripka, Zentral-schule Wustermark) umfaßt: Elstal, Dyrotz, Zeestow, Wernitz, Hoppenrade, Priort, Satzkorn, Marquardt, Buchow-Karpzow, Kartzow.

11.06.1948
Das Abgabesoll für Wustermark an Kaninchenfellen ist auf 2550 Stk. und an Zickelfellen auf 60 Stk. für das Jahr 1948 festgesetzt worden.

05.11.1948
In der Fußballkreisklasse belegt Hoppenrade mit 10:8 Punkten den 4. Platz, Wustermark mit 4:10 Punkten den 10. Platz.

25.02.1949
Verordnung über die Kleinverkaufspreise für Fleischwaren.  

25.03.1949
In der Fußballkreisklassenmeisterschaft wurde Hoppenrade mit 23:7 Punkten 4. und Wustermark mit 11:29 Punkten 9.

29.04.1949
Aufruf des Landrates zum 1. Mai, dem Kampftag aller Werk-tätigen.

06.05.1949
Vor Geschäftsabschlüssen mit einer Westberliner Firma wird gewarnt.

20.05.1949
Auf Grund einer Polizeiverordnung wird eine gründliche Räumung und Krautung des Wißmathengrabens (bei Wustermark) angeordnet.

24.06.1949
Das Korkengeld in den Gaststätten Stöpselgeld) wird mit sofortiger Wirkung wie folgt festgesetzt:
Für Spirituosen der Preisgruppen I: 4,- DM; II: 5,- DM; III: 6,- DM
Für Weine der Preisgruppen I: 1,50 DM; II: 2,- DM; III: 2,50 DM

1949/1950
Planung einer Zentralschule in Wustermark. Der Kosten-voranschlag für den Neubau liegt bei 1.255.000 Mark. Davon werden 350.000 Mark 1950 benötigt. Im Gebäude sollen auch ein Kindergarten und Lehrerwohnungen untergebracht werden.

1950-1955
Am Berliner Außenring der Reichsbahn wird die Lücke im Norden zwischen Karow und Wustermark geschlossen.

14.04.1950
FDJ-Werbung für ein Deutschlandtreffen in Berlin.  

07.08.1950
Grundsteinlegung zum Bau eines Kindergartens im Mühlen-weg. Das Gebäude steht immer noch (BBS).  

01.09.1950
Auflösung der Dyrotzer Schule und Zusammenlegung mit der Zentralschule in Wustermark. Zehn Lehrkräfte unterrichten in zehn Klassen 410 Schüler/innen.

1951
Gemeindestempel und Unterschrift des ersten Wustermarker Bürgermeisters nach Kriegsende: Fritz Fenz.  

01.02.1951
Aufruf des Wustermarker Bürgermeisters, eine Frauendelegation aus Potsdam gebührend zu begrüßen.  

22.03.1951
Auf einer Einwohnerversammlung wird beschlossen, die Zusammenarbeit zwischen Schule, Elternhaus und Jungen Pionieren zu verbessern.  

01.06.1951
Es wird von der Heimatzeitung Osthavelland angeregt, am Wustermarker Bahnhof dem Beispiel der Elstaler nachzueifern: Während der dreitägigen Volksbefragung gegen die Remili-tarisierung Deutschlands sollten Informationstafeln am Gebäude und Bahnsteig aufgehängt werden.

09.06.1951
Bei einer Flurbegehung einer zuständigen Kommission wird festgestellt, daß einigen Flächen der Kopfdünger fehlt, weil es nicht allen Bauern aus finanziellen Gründen möglich war, den Bedarf für das ganze Jahr anzunehmen.

11.06.1951
Kein Platz für Umsiedler: Eine 14jährige schreibt aus West-deutschland.  

15.06.1951
Bürgermeister Fenz würdigt die Verdienste des Lehrers Ripka, der maßgeblich an dem Neuaufbau der Schule beteiligt war. Die Zentralschule wird heute von den Kindern der Orte Dyrotz, Hoppenrade, Wernitz, Wustermark und Zeestow besucht.

21.06.1951
Die im Dorfwirtschaftsplan vorgesehene Badeanstalt soll jetzt am Kanal gebaut werden. Für das Bauvorhaben wird 1 Morgen Land benötigt. Der jetzige Kanal ist wegen des Schmutzwassers kaum zu benutzen.

28.06.1951
Der Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, Ortsgruppe Wustermark, hatte zu einem Farbbildervortrag einge-laden. Bei Vorstellungsbeginn ergab sich, daß die Vorführungs-apparatur schadhaft war. Eine Fahrt nach Nauen sollte die Ersatzbirne heranholen. Doch auch dann klappte es nicht, und die Zuschauer mussten nach einer Stunde ungeduldigen Wartens enttäuscht abziehen.

03.07.1951
So mancher mußte Leichtsinn mit seinem Leben bezahlen.  

24.07.1951
Die Kartoffelkäferplage.  

28.07.1951
Die Jugendarbeit in Wustermark.  

07.08.1951
Für die Weltfestspiele wurde die Hamburger Chaussee geschmückt. Das Jugendheim der FDJ erhielt ein besseres Aussehen. Der Barackenbau wurde gestrichen. Ein Schaukasten mit Leuchtreklame macht den Einwohnern die Bedeutung des großen Festivals klar. Der Ernst-Thälmann-Platz, der das Heim umgibt, wurde in freiwilligen Aufbaustunden umgegraben. Die Gärtner des Ortes haben sich verpflichtet, den Platz zu besäen und zu bepflanzen.

30.09.1951
In Wustermark wurden zwei Radfahrer von einer Volkspolizei-streife gestellt, welche in Säcken Gurken transportierten. Wie sich herausstellte, wollten sie diese in Spandau verschieben.

16.10.1951
Auszug aus einer Aufstellung über die Enteignungen im Kreise Osthavelland.  

10.11.1951
Den leistungsschwachen Großbetrieben, die mit Ablieferung von Kartoffeln und Getreide stark im Rückstand sind, wurde geholfen.  

1952
Es gibt eine LPG mit 14 Mitgliedern und 50 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche.

31.01.1952
Kommentar der Heimatzeitung zum Thema "einen heben" zu wollen.

03.02.1952
In einem Artikel der Heimatzeitung über die Entstehung des Dorfes Wustermark wird weiterführend erwähnt, dass in den Annalen 1687 erstmalig ein Schulmeister erwähnt wird. Weitere Einzelheiten siehe

29.02.1952
Herbe Kritik an der Reichsbahn wegen ihrer Bürokratie. Im aktuellen Fall wird einer Neubäuerin seit 2 Jahren der elektrische Anschluss ihres Hauses verwehrt.  

06.03.1952
Zur Unterstützung des Nationalen Aufbauprogramms stellt die Neubauernfamilie Kortus ein Schwein zur Verügung, damit wurde ihr Schweinefleischsoll für 1952 bis jetzt schon mit 85% erfüllt. Kortus hat sich außerdem als Freundschaftstraktorist der MAS (Maschinenausleihstation) zur Verfügung gestellt.

08.03.1952
Als 1946 so nach und nach alles anfing sich zu ordnen, waren es die Frauen, die tatkräftig mit zugriffen. Die ersten Frauen-ausschüsse bildeten sich und begannen beim Aufbau mitzu-helfen. In Wustermark war es ein Aktiv von 10 Frauen, die überall - wo es not tat - zupackten und Hand anlegten. Diese Frauen traten am 8. März 1947 geschlossen als Mitglieder in den DFD (Demokratischer Frauenbund Deutschlands) ein und wurden damit die erste Gruppe des DFD im Kreise Osthavelland.

28.03.1952
Einer Mitteilung des Rates der Gemeinde an den Kreisverband VVN Osthavelland entnommen:
Folgende Straßenumbenennungen nach Widerstandskämpfern wurden in der Gemeinde Wustermark vogenommen:
Dorfstraße -> Friedrich Rumpfstraße
Amselweg -> Rudolf Breitscheidstraße
Mittelstraße -> Schollweg
Dorfaue -> Ernst-Thälmann Platz.

23.06.1952
Der Havelkanal (Kanal des Friedens) ist fertiggestellt. Der Bau dauerte nur 13 Monate, die DDR brauchte ihn dringend als Umgehung von Westberlin.  

07.08.1952
Südlich von Wustermark wird beim Anlegen der Böschung ein Bronzehortfund zutage gefördert, der aus zwölf Armringen besteht.

10.08.1952
Nachtdrusch bei guter Beleuchtung und vorfristige Sollerfüllung durch die Bäuerin Anna Kirstein.  

17.04.1955
Durchführung der ersten Jugendweihe.

Ende 1955
Eine 16-Klassen Schule wird geplant.

Januar 1956
Der Schulneubau in Wustermark wird begonnen. Das Gebäude mit geplanten 16 Klassenräumen entsteht auf dem Areal zwischen Mühlenweg und Chaussee.

1956
Die LPG Dyrotz wird der Wustermarker angeschlossen.

1956/1957
Umwidmung der Zentralschule in eine Mittelschule mit Gewicht auf die Verbesserung der polytechnischen Ausbildung.

30.04.1957
Der neue Streckenabschnitt Springfuhl-Karow des nördlichen Außenrings der Reichsbahn wurde Montag mittag in Anwesenheit des Ministers für Verkehr, Dipl.-Ing. Kramer, seiner Bestimmung übergeben. Mit der Fertigstellung der rund neun Kilometer langen Strecke ist der nördliche Außenring jetzt von Wustermark bis Springfuhl bei Marzahn zweigleisig.

1958
Eingemeindung von Dyrotz nach Wustermark.

27.03.1958
Protestnote der Gemeindevertretung gegen die Bewaffnung der Bundeswehr.  

09.04.1958
Die neue Schule ist zum Teil bezugsfähig und wird in Betrieb genommen.

13.08.1958
Die Fahrerin des Westberliner Kraftwagens B-JW 143, Karla S, verursachte am Montagnachmittag durch verkehrswidriges Verhalten auf der Fernverkehrsstraße 5 Hamburg—Berlin einen schweren Verkehrsunfall. Sie überholte zwischen Nauen und Wustermark mit einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern einen anderen PKW und geriet dabei auf den Sommerweg. Als sie versuchte, wieder auf die Fahrbahn zu gelangen, überschlug sich das Fahrzeug. Die Fahrerin sowie der mitfahrende Ehemann wurden mit erheblichen Verletzungen in das Krankenhaus Nauen eingeliefert.

01.09.1959
Fertigstellung der Lehrerwohnungen in 2 Häusern in der Schulstraße.

03.10.1959
Bericht des Bürgermeisters über den Verlauf der Festwoche zum 1. Jahrestag der Republik.    

1960
Die LPG besteht aus 198 Mitgliedern, die 1331 ha Fläche einbringen.

Mai 1960
18 Genossenschaftsbäuerinnen und -bauern sowie Jungen und Mädchen aus Wustermark und Hoppenrade wollen eine Laienspielgruppe gründen.

02.10.1960
Einweihung des Kulturhauses Ecke Berliner Straße/Potsdamer Landstraße.

14.10.1960
Dorffest der Thälmann-Pioniere. Ein Bericht des "Neues Deutschland".

Mai 1962
Das 750-jährige Jubiläum der Gemeinde wird mit einer mehrtägigen Veranstaltung gefeiert.  

26.06.1962
Auf der neuen Versuchsstrecke Hennigsdorf-Wustermark fahren die ersten 50-Hz-Wechselstromlokomotiven.

16.09.1962
Bei der Räumung der Getreidefelder halfen am Sonnabend die Angehörigen der Botschaft der Koreanischen Volksdemokratischen Republik in der DDR mit Ihrem Botschafter Kwon Jeng Tae gemeinsam mit Mitarbeitern mehrerer Ministerlen den Genossen-schaftsbauern in der LPG Wustermark. Die koreanischen Diplo-maten und das Botschaftspersonal bekräftigten damit die brüderliche Solidarität ihres Volkes mit der Deutschen Demokra-tischen Republik.

03.02.1963
Mit dem richtigen Elan gingen die Genossen der Parteiorga-nisation Wustermark an die Auswertung des VI. Parteitages. Genosse Bresindki sprach über die Efektivität der zu leistenden Arbeit und stellte u.a. in aller Deutlichkeit fest, "Die Vergütung nach der Leistung über eine reale Einschätzung der Arbeits-leistung jedes Genossenschaftsbauem muß in Zukunft jegliche Gleichmacherei ausschalten. Gleichmacherei verstößt gegen das Prinzip der materiellen Interessiertheit, und von ihr profitieren Schlendrian, Schluderei und Unordnung".

14.02.1963
Im Umspannwerk wird eine FDJ-Organisation gebildet.

22.02.1963
Die Dyrotzer Windmühle wird im Zuge einer Verschönerung der Gebäude an der F5 abgerissen.

27.03.1963
Um die Milchleistung der LPG Wustermark zu steigern wird "Atomfutter" eingesetzt. Klee, Lupinen und andere eiweißreiche Futterpflanzen werden gehäckselt und in der Zuckerfabrik getrocknet.

04.05.1963
Die Pioniere der Oberschule Wustermark pflanzten 2000 Pappeln.

08.08.1963
Als Abkühlung dachte man sich in der Genossenschaft etwas anderes aus. Statt einer Duschanlage stehen auf dem Getreidefeld ein großer Wasserwagen und eine Wanne. Von Zeit zu Zeit machen die Kollegen davon freudig Gebrauch, denn eine kleine Abkühlung gibt neuen Arbeitsmut.

04.09.1963
Alles für die Gäste der HOG "Raststätte".  

21.09.1963
Informationen zu Reisen nach Westdeutschland und -berlin. Z.B. müssen Reiseanträge nach Westdeutschland zum Schutze der Bürger abgelehnt werden, da diese dort vogelfrei und der Willkür des West-Staates ausgesetzt sind. Das Aufsuchen Westberlins bedeutet auch eine Gefahr wegen des dort praktizierten Menschenhandels vor dem Mauerbau.  

27.11.1963
Viele GST-Gruppen (Gesellschaft für Sport und Technik) des Oshavelländischen Kreises können sich an den Wustermarkern ein Beispiel nehmen.  

15.03.1964
Als Vorbild stellte die Parteigruppe Viehwirtschaft der LPG "Solidarität" den Kälberpfleger, Genosse Heidemann, heraus, weil er eines Tages anfing die Kälber zu putzen.

29.07.1964
Bei großer Hitze und viel Staub vollbringen die Werktätigen der sozialistischen Betriebe gewaltige Leistungen. Tage vorher wurde die Braugerste auf Schwad gelegt, danach waren alle drei Mähdrescher im Einsatz, um diese Gerste im Schwaddrusch zu bergen.

15.08.1964
Westdeutscher Kraftfahrer schwer verlezt.  

29.11.1964
Die Basketballmannschaft der BSG Lok Elstal-Wustermark bestrei-tet ihre ersten Heim-Punktspiele in der Turnhalle Wustermark. Gegner sind die Mannschaften der HSG Wissenschaft Potsdam und Motor Ludwigsfelde.

01.05.1965
Zweimal in dieser Woche liefen alkoholisierte Wustermarker, Lach und Ganzack, unter Alkoholeinwirkung in einen PKW hinein. Beide wurden schwer verletzt.

02.06.1965
Bisher haben die Genossenschaftsbauern in Wustermark die Maßnahmen des Zentralkomitees zur Weiterführung des sozialistischen Wettbewerbes anläßlich des bevorstehenden 20. Jahrestages der demokratischen Bodenreform gut verwirklicht, indem sie u.a. durch eine gute Qualität der Frühjahrsarbeiten auch eine gute Ernte und damit die Pläne der Brutto- und Marktproduktion sichern helfen.

18.06.1965
Kinder ertrunken.  

07.10.1965
Jochen Merkert, LPG Wustermark, wurde anläßlich des 16. Jahres-tages der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik für seine hervorragenden Leistungen beim Aufbau des Sozialismus und zur weiteren Stärkung des Arbeiter-und-Bauernstaates mit der "Medaille für ausgezeichnete Leistungen" in der LPG geehrt.

17.10.1965
Die Kollegen Arras und Kähne erlitten Unfälle am Förderband.  

1966
Berliner S-Bahn-Strecken 1931, 1960, 1966.  

26.01.1966
Die Volksstimme berichtet über die Aufklärung eines Diebstahls in der HO Gaststätte.  

16.08.1966
Auf der Fernverkehrsstraße 5 kam es am Sonntag früh zwischen Nauen und Wustermark zu einem Unfall. Der Westberliner Kraftfahrer E. P. prallte mit seinem PKW gegen einen Baum. Er mußte mit mittleren Verletzungen in das Krankenhaus Nauen eingeliefert werden. Am PKW entstand schwerer Sachschaden. Als Unfallursache wird Übermüdung vermutet.

05.11.1966
66 Jungen und Mädchen wurden Mitglieder der FDJ und trugen damit an den Aufschwung der FDJ-Arbeit an der Oberschule Wustermark bei. Die Verwirklichung des Auftrages "Auf den Spuren des roten Oktober - hohe Leistungen zu Ehren der Republik" kann jetzt auf einer größeren und festeren Grundlage erfolgen.

15.01.1967
Die Genossen der Oberschule behandelten das Thema "Die beiden Wege zur Einigung Deutschlands und die Lehren daraus für den heutigen Kampf".  

05.04.1967
Verkehrsunfall in Dyrotz: Ein westdeutscher PKW fuhr in Richtung Staaken und erfasste den Bürger Gerhard Lange aus Dyrotz, der tödlich verletzt wurde.

11.07.1967
Höhepunkt der Vorbereitungen zum roten Oktober an der Oberschule war das Fest der Freundschaft am 1. November. In einer Ausstellung wurden die besten Schülerzeichnungen zum Thema Deutsch-Sowjetische Freundschaft gezeigt.

19.09.1967
380-kV-Leitung voll betriebsfähig.
Am vergangenen Wochenende haben Montagebrigaden die erste 380-KV-Leitung des Energieverbundnetzes voll betriebsfähig übergeben. An der 131 km langen Hochspannungstrasse zwi-schen den Umspannwerken Ragow bei Lübben und Wustermark waren noch 6 Leitungen nachzuseilen.

29.11.1967
Zwischen der Klasse 1c der Polytechnischen Oberschule und dem Kollektiv des Umspannwerkes wurde ein Patenschaftsvertrag abgeschlossen.

1968
In der Gemeinde leben insgesamt 1843 Menschen in 725 Haushalten. Der gesamte Ort gliedert sich wie folgt in Ortsteile und Einwohner auf:
Wustermark Ort
737 EW
Wustermark Siedlung
439 EW
Wustermark Ausbau
16 EW
Wustermark Umspannwerk
115 EW
Dyrotz Ort
468 EW
Dyrotz Ausbau
16 EW
Dyrotz Luch
52 EW

Der Bürgermeisters verdient monatlich 725,00 Mark, eine Raumpflegerin verdient monatlich 120,00 Mark.

09.02.1968
"Ihr seid die Kampfreserve unserer Partei". Diese Worte sprach Genosse Kaden, leitender Mitarbeiter der Bezirksleitung der Sozialistischen Partei Deutschlands zu den Jugendfreunden der Klasse 9a.

14.06.1968
Aus der Märkischen Volksstimme: Die Wustermarker Eisenbahner verfolgen aufmerksam die verstärkte westdeutsche Revanche-politik und sind bereit, mitzuhelfen, jeden hinterhältigen Anschlag unseres Klassengegners zu verhindern. Die Genossen Kämpfer der Kampfgruppe der Wustermarker Reichsbahn-Dienststellen haben bewiesen, daß sie den Auftrag der Partei der Arbeiterklasse und aller Werktätigen verstanden haben.

15.06.1968
Am 11. Juni weilte eine Delegation der Kommunistischen Partei Finnlands an der Oberschule Wustermark. Sie studiert im Auf-trage ihres Zentralkomitees Probleme des Volksbildungswesens in unserer Republik.

16.07.1968
Beherzte Tat eines Zwölfjährigen.  

22.10.1968
Vorbildliche Leistungen vollbrachten viele Bürger im Wettbewerb zu Ehren des 20. Jahrestages der Republik. Als Beispiel lieferten in der Eierproduktion die Bürger Pauline Kurt 135 Eier, Bruno Malkowski 131 Eier und Siegfried Zabrowski 130 Eier pro Henne an den Handel ab.

16.11.1968
Wer kennt sich noch aus in den Verkehrsregeln der DDR?  

1969
Im Kreis Nauen bestehen vier Meliorationsgenossenschaften (Bodenkunde), eine mit dem Namen "Nauener Platte" hat ihren Sitz in Wustermark.

07.01.1969
Glückwunsch und Präsente vom Staatsratsvorsitzenden W. Ul-bricht empfing Emilie Damerow aus Wustermark zu ihrem 100. Geburtstag.

18.01.1969
In der Märkischen Volksstimme wird Hildegard Bothe für ihre herausragende Arbeit im Vorstand der Gruppe Wustermark / Dyrotz des DFD (Demokratischer Frauenbund Deutschland) gelobt.  

17.03.1969
Katastrophenalarm für die Eisenbahner. Meterhohe Schneewälle stoppten D-Züge aus Berlin. Im Schneesturm, der zuweilen zum Orkan anwächst, schaufeln die Manner Weichen frei, halten Signalanlagen funktionsbereit. Von den großen Schwierigkeiten zeugen folgende Tatsachen: Mit großen Verspätungen treffen die meisten FD-Zuge in Berlin ein. Der Ostsee-Express z. B. mit 178 Minuten, das Zugpaar D 57 und 157 aus der CSSR sogar mit 360 und 420 Minuten! Der D 166 aus Hamburg fuhr sich zwischen Wustermark und Bredow in meterhohen Schneewällen fest und mußte mit schweren Güterloks auf die freie Strecke zurück-geschleppt werden. Erst auf Umleitungstrassen erreichte der Zug sein Ziel.

18.06.1969
„Schöner unsere Städte und Gemeinden - mach mit“  

23.08.1969
Die II. Dorffestspiele finden in Wustermark in der Zeit vom 1. Oktober bis 8. Oktober 1969 statt. Die Bürger Wustermarks organisieren eine Ausstellung über die Freizeitgestaltung, den Tag der Jugend und des Sportes, Sportveranstaltungen für alle Einwohner und die Festveranstaltung zum 20. Jahrestag der DDR.
Höhepunkt wird die Auslosung der Aufbautombola und Aus-zeichnung sowie die Ermittlung der Sieger eines Wissenstotos sein.

09.09.1969
Viele Bürger des Dorfes, angefangen beim Schüler bis hin zum Rentner, beteiligten sich an der großen Solidaritätsaktion für das heldenhaft um seine Freiheit kämpfende vietnamesische Volk.

16.09.1969
An der POS wurden 220 Kinder in den örtlichen Ferienspielen betreut. Alle Helfer gaben sich große Mühe, durch ein abwechslungsreiches Programm für die Kinder erlebnisreiche, lehrreiche und erholsame Ferientage zu gestalten.

11.10.1969
Die Betriebsberufsschule des Reichsbahnamtes erhielt Ehrentitel.  

12.12.1969
Am Pioniergeburtstag in der Klasse 6a der Oberschule wurden die besten Schüler mit Urkunden ausgezeichnet. Die Klassenlehrerin, Frau Engelmann, zog außerdem Bilanz und stellte fest, dass besonders die Mädchen gute Leistungen brachten.  

03.02.1970
Die besten Schützen der Luftgewehrdisziplin wurden ermittelt. Hierbei zeigten die Teilnehmer der BBS Reichsbahn Wustermark Rbf gute Leistungen.  

25.04.1970
Anfang Mai finden in Proßnitz (Rügen) die Deutschen Eisen-bahnmeisterschaften der DDR statt. Als Auswahlmannschaft werden 10 Kameraden der Betriebsberufsschule Wustermark die Reichsbahndirektion Berlin bei diesen Meisterschaften vertreten.
Bei der kürzlich stattgefundenen Bestenermittlung im Sport-schießen der BBS der Rbd Berlin in Jüterbog belegten die Wustermarker Sportschützen den 1. Platz.

23.07.1970
Preisinformation für Obst und Gemüse.  

29.07.1970
Mit dem Bau der technischen Station der LPG „Solidarität" Wustermark wurde von vornherein gesichert, daß der gesamte polytechnische Unterricht der Oberschule in dieser Station nach modernen Gesichtspunkten durchgeführt werden kann.

25.09.1970
56 Schüler der POS Wustermark erklärten ihren Beitritt in den sozialistischen Jugendverband und werden aus diesem Anlaß heute die historische Gedenkstätte Cecilienhof in Potsdam besuchen, um dort aus der Hand des 1. Kreissekretärs der FDJ, Heinz Wylezol, das FDJ-Dokument zu erhalten.

04.12.1970
Leserbrief der Schüler Sylvio Schwarz und Uwe Menzel.  

1970
Ein Jugendclub gründet sich, als die Jugendlichen nicht zum Abschlussfest der Tanzschule eingeladen wurden.

12.05.1971
Die gastronomische Betreuung im Ort ist ungenügend. Da durch den Ort zwei wichtige Fernverkehrsstraßen führen und sich hier eine Tankstelle befindet, hat aber die Gastronomie eine große Bedeutung für die Durchreisenden.

19.05.1971
Das Klubhaus, das vor 2 Jahren wegen schlechter hygienischer Bedingungen geschlossen wurde, soll auf Anregung des Bürger-meisters Ponier wieder eröffnet werden.  

11.06.1971
Am 1. Juni wurde den Schülern der POS Wustermark durch den Bürgermeister und die Verkehrspolizei Nauen ein Verkehrsgarten übergeben.

30.07.1971
Gemeindevertreter Lange aus Dyrotz-Luch drängt darauf, die Befestigung des Weges von Dyrotz-Luch nach Finkenkrug endlich zu erledigen. Bei schlechter Witterung kommt es hier oftmals zu Schwierigkeiten, weil die Versorgungsfahrzeuge bzw. der Arzt nicht mehr durchkommen.

10.08.1971
Die Plangemeinschaftsleiter des Bahnbetriebswerkes Wuster-mark Rbf. verpflichteten sich in Auswertung der Wettbewerbs-ergebnisse des I. Halbjahres 1971 dazu, ihre Wettbewerbsziele neu zu überarbeiten und den sozialistischen Massenwettbewerb auf höherer Ebene als ökonomischkulturellen Leistungsvergleich weiterzuführen.

09.11.1971
Die Wustermarker Sportschützen des GST-Trainingsstützpunktes kamen ihren Verpflichtungen nach und erzielten bei den Meister-schaften der Reichsbahndirektion Berlin zwei Siege durch Karla Otto und Margitta Höbler.

16.11.1971
Vom Transportpolizeirevier verpflichteten sich 12 Angehörige anläßlich der Volkswahlen, ihren Ehrendienst bis zum Jahre 1980 zu verlängern, um damit ihre Verbundenheit zu den Beschlüssen von Partei und Regierung sowie zum Schutz des sozialistischen Eigentums der DDR zum Ausdruck zu bringen.

1972
Bei der Volkszählung hat Wustermark mit Ortsteil Dyrotz 1772 Einwohner.

12.02.1972
Vor 25 Jahren war Else Kortus Mitbegründerin der ersten Gruppe des DFD (Demokratischer Frauenbund Deutschlands). Am 8. März wird sie hierfür gewürdigt. Viel Lob erntet sie auch von der Bürgermeisterin Elvira Grohmann.  

19.02.1972
Frau Charlotte Kley, Leiterin des Ballets der Deutschen Reichsbahn Wustermark, wird für ihre aufopferungsvolle Arbeit geehrt.  

11.03.1972
Die Genossen der Parteigruppe Brigade IV vom Bahnhof Wustermark Rbf. haben beschlossen, künftig halbjährlich einen Erfahrungsaustausch mit allen Brigademitgliedern in Form eines "Roten Treffs" durchzuführen.

16.05.1972
Die Eisenbahner der Brigade I "Vorwärts" haben ein halbes Jahr unfallfrei gearbeitet und im innerbetrieblichen Wettbewerb den 1. Platz belegt.  

01.09.1972
Die Dienstplangemeinschaft 138 des BW Wustermark, Rangier-bahnhof, ist „ihrer Klasse" seit vier Jahren ein vorbildliches Patenkollektiv. Die Genossen und Kollegen dieses mehrfach mit dem Titel „Kollektiv der sozialistischen Arbeit" ausgezeichneten Kollektivs kennen ihre Kinder ganz genau. Der in der 1. Klasse abgeschlossene Patenschaftsvertrag wurde in jedem Jahr erneuert bzw. präzisiert und war die Grundlage für eine kontinuierliche staatsbürgerliche Erziehung.

14.12.1972
'Hei, hei, sing noch mal das Lied vom Festival' - so tönt es aus allen Klassen der Polytechnischen Oberschule Wustermark. Aus Anlaß des Weltjugendtages wurde ein Fahnenappell durchgeführt. Hier zeigten Pioniere und FDJler die Entwicklung der Festspiele auf. Mit großem Eifer lernt man nun das Festivallied.

15.12.1972
Das Kollektiv des Kindergartens "Fritz Fenz" schreibt einen Leserbrief an die Märkische Volksstimme. Hier wird geschildert, wie es unter großen Mühen gelang, die sanitären Anlagen wieder in Betrieb zu nehmen.  

26.04.1973
Ein wertvolles Tongefäß aus der Jastorf-Kultur-Epoche 500 v.u.Z. wurde bei Erdarbeiten hinter dem Rinderstall der LPG Wustermark gefunden.  

30.05.1973
Bei einem Vortrag über die Anwendung moderner Waschmittel konnten sogar erfahrene Hausfrauen der DFD-Ortsgruppe etwas dazulernen.

11.08.1973
Von den X. Weltfestspielen der Jugend und Studenten aus Berlin kam auch der FDJ-Sekretär der LPG Wustermark, Jugendfreund Bartsch, begeistert zurück. Eine Auswertung soll in erster Linie mit den Jugendfreunden am Erntekomplex durchgeführt werden. Weiterhin wollen sich die FDJ-Mitglieder vornehmen, auch in der Gemeinde Wustermark endlich ein interessanteres Jugendleben als bisher zu entwickeln.

27.09.1973
Die Umspannwerker wollen schwitzen. Der vorhandene Wohn-raum soll modernisiert werden und Trumpf ist das Vorhaben, eine betriebseigene Sauna einzurichten.

06.10.1973
Wustermark belegt den 3. Platz im Wettbewerb "Schöner unsere Städte und Gemeinden - mach mit!".  

25.01.1974
- - - 7, 8, 9, 10 Klasse! Die Wustermarker Pioniere sind stolz sagen zu können, daß sie die I. Etappe des Pionierauftrages 1973/74 vorbildlich erfüllt haben. So wurden über 3000 Unterschriften für die Freiheit des chilenischen Patrioten Luis Corvalan gesammelt und chilenische Gäste wurden begrüßt. Auf einer Festveranstaltung bekamen dafür einige Pioniere das rote Halstuch überreicht.

15.03.1974
Anläßlich des Internationalen Frauentages veranstalteten 10 Kolleginnen der Weichenreinigung des Bahnhofs Wustermark, Rangierbahnhof, einen Solidaritätsbasar.

03.05.1974
Die Genossenschaftsbauern, Eisenbahner, Pädagogen und viele andere Bürger der Gemeinde Wustermark/Dyrotz haben sich ganz auf den 25. Jahrestag der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik eingestellt. Saubere Straßen, gepflegte Vorgärten, verputzte Häuserfassaden charakterisieren den Ort.  

08.05.1974
Die erste größere Exkursion für Interessenten der Ur- und Frühgeschichte fand am 12. April 1974 statt. Sie führte zum slawischen Burgwall bei Dyrotz. Es beteiligten sich 50 Personen, darunter 35 Kinder. Teilnehmer fanden auf dem Gelände des Walles alte slawische Tonscherben mit Mustern. Jede hatte ihre Eigenart. Ein Muster, das in kleinen Tupfen angeordnet war, ist hier erstmalig bei dieser Exkursion gefunden worden.

03.12.1974
Die eigentlichen Burgherren der slawischen Burg bei Dyrotz sind die Wilzen. Dies wurde jetzt bestätigt durch neue Keramikfunde.  

03.12.1974
Der Gemeinde wird im Wettbewerk der Zivilverteidigung der Titel "Bester" zuerkannt.  

11.04.1975
Die Ortsgruppe Dyrotz-Wustermark im DAV beschloss, am 27. April zu Ehren des 30. Jahrestages der Befreiung vom Hitler-faschismus einen Wettkampf der Freundschaft mit sowjetischen Sportfreunden am Kanal durchzuführen.

07.05.1975
Der Rat der Gemeinde erinnert in einem Schreiben an die hohen Ziele des laufenden Fünfjahresplanes, die umgesetzt werden müssen.  

27.08.1975
Die Gemeindebibliothek Wustermark hat - nachdem sie mehrere Male umziehen mußte - seit einigen Monaten einen anspre-chenden Raum gefunden, der von den Bürgern zum großen Teil in Aufbaustunden aus einem alten Fahrradladen errichtet wurde.

1976
Wustermark belegt den ersten Platz im Kreis Nauen beim Wettbewerb "Schöner unsere Städte und Gemeinden - mach mit!"  

12.04.1978
Wustermark ist erfolgreicher Teilnehmer am "Mach Mit!"-Wettbewerb.

26.04.1978
Nach Fertigstellung der Betonbrücke über die F 5 wird der Ver-kehr bei Nutzung des neuen Autobahnzubringers kreuzungsfrei über die Fernverkehrsstraße geleitet.

24.08.1978
Polnische Studenten halfen im Studentensommer auf dem Bahnhof Rbf. Sie waren in der Umladehalle eingesetzt und so halfen sie mit, einen reibungslosen Ablauf der Gütertransporte zu sichern.

11.11.1978
Die Dyrotzer Kirche, die zur Zeit wegen ihres schlechten bau-lichen Zustandes gesperrt ist, steht unter Denkmalschutz wegen der besonders wertvollen Barock-Inneneinrichtung aus der Mitte des 18. Jahrhundert.

21.08.1979
Eine neue Tankstelle, wenige Meter von der F5 entfernt, wurde eröffnet. Zwei der drei Tanksäulen sind für VK 88 und eine für Dieselkraftstoff vorgesehen.  

08.03.1980
Referat eines Vertreters des Rates der Gemeinde Wustermark zum Internationalen Frauentag.  

06.01.1981
Unter dem Vorsitz von Elvira Gromann, Bürgermeisterin der Ge-meinde Wustermark, hat der neugegründete Gemeindeverband Wustermark, bestehend aus den Gemeinden Bredow, Elstal, Hoppenrade, Priort, Wernitz, Wustermark und Zeestow, seit dem 1. Januar seine Arbeit aufgenommen.

22.04.1981
Mit dem Lied "Brüder zur Sonne, zur Freiheit" begannen die Mädchen und Jungen der Oberschule "Max Reimann" ihren Appell anläßlich des 95. Geburtstages Ernst Thälmanns.  

20.06.1981
Die Betriebsberufsschule der Deutschen Reichsbahn in Wuster-mark wurde 30 Jahre alt. Weit über 1000 Jugendliche wurden hier zu Facharbeitern im Betriebs- und Verkehrsdienst und zu Triebfahrzeugschlossern ausgebildet.

22.06.1982
Bei der diesjährigen Kreis-, Kinder- und Jugendspartakiade nahmen an den Endwettkämpfen insgesamt 4922 Mädchen und Jungen in 22 Sportarten teil. In der Sportart Leichtathletik gewannen u.a. folgende Teilnehmer aus Wustermark eine Medaille:
Gold in Hochsprung AK 10: Katrin Hausen, 1,10 m.
Gold in Kugelstoßen AK 11: Anett Hoppe, 6,69 m.
Silber in Hochsprung AK 11: Markus Sajitz, 1,20 m.
Gold in Kugelstoßen AK 11: Mario Gerlach, 8,35 m.
Gold in 100 m AK 12: Sven Starke, 13,7 s.
Silber in Weitsprung AK 12: Sven Starke, 4,51 m.
Bronze in Weitsprung AK 12: Jens König, 4,45 m.
Bronze in Hochsprung AK 12: Sven Starke, 1,37 m.
Silber in 40 m AK 12: Jens König, 67,2 s.
Gold 4 x 100 m AK 12: Oberschule Wustermark, 58,8 s.
Silber in 60 m AK 12: Jutta Paschen, 9,0 s.

22.09.1982
Die Kirche in Wustermark wird zum Denkmal erklärt,  
und ebenso die Innenausstattung der Kirche in Dyrotz.  

1981-1983
Der Bezirk Potsdam besteht aus 15 Kreisen.  

17.05.1983
Merkblatt zur Übung der Zivilverteidung.    

27.08.1983
Ein Bezirksentscheid der Schäfer im Leistungshüten findet an der Straße nach Zeestow statt.

25.10.1983
Ein eisernes Ungeheuer, ein elektrobetriebener Portalkran, über-nimmt künftig die Umschlagsarbeiten im Hafen. Besonders kommt er den Baubetrieben des Kreises zugute. Es handelt sich hier um eine Rationalisierungsmaßnahme der ZBO Nauen.  

28.04.1984
Der Rangierbahnhof Wustermark, der größte im nördlichen Bezirk von Berlin, feiert sein 75jähriges Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür.

24.05.1984
Elvira Gromann wird erneut einstimmig zur Bürgermeisterin gewählt. Stellvertretende Bürgermeisterin wird Marianne Schulze.

07.10.1984
Die Gemeinde Wustermark wird als Anerkennung für die Gewährleistung von Ordnung, Disziplin und Sicherheit mit einer Urkunde geehrt.  

Dez. 1984
Der Volkskontrollausschuß Wustermark war im vergangenen Jahr sehr fleißig.  

01.09.1985
Am ersten Friedenslauf durch Wustermark starteten 132 Bürger zwischen 4 und 58 Jahren.

1986
Das Territorium der Gemeinde Wustermark ist 20 km² groß mit einem Straßennetz von 48 km. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Wustermark und dem Ortsteil Dyrotz mit Dyrotz-Luch. In den Gemeinden wohnen insgesamt 1506 Bürger in 619 Haushalten. Der Ortsteil Dyrotz einschließlich Dyrotz-Luch wird von 486 Bürgern, die 162 Haushalte bilden, bewohnt.

05.07.1986
In der "Kampfaktion Güterwagen" leisten die Eisenbahner aus Wustermark eine fleißige Arbeit. Höhere Auslastungen der Güterwagen mit Stückgut führen dazu, der Wirtschaft 10 Waggons zusätzlich bereitzustellen.

13.01.1987
Einsatzbereite Wustermarker wurden vom örtlichen Rat, Vorsitz die amtierende Bürgermeisterin Helga Gültzow, geehrt.  

09.03.1987
Bekanntmachung der kulturellen Veranstaltungen in der ersten Jahreshälfte.  

01.10.1987
80.000 Tonnen Güter werden jährlich im Wustermarker Hafen umgeschlagen. Mit der Inbetriebnahme der Portalkrananlage der ZBO Landwirtschaftbau Nauen verkürzte sich die Liegezeit der Binnenschiffe um mehr als 60 Prozent.  

05.12.1987
Ein reichhaltiges Sortiment frischer Backwaren bietet die bereits in der dritten Generation geführte Bäckerei Voigt, die in diesem Jahr ihr 100jähriges Bestehen feierte, ihren Kunden an. Täglich gehen in Dyrotz 3000 Schrippen, 600 Brote und 100 kg Kuchenwaren, Torten und diverse andere Feinbackwaren, darunter auch das bei den Kunden so beliebte Partybrot, über den Ladentisch.

09.12.1987
Mit der Verdienstmedaille der deutschen Reichsbahn, Stufe I, wurde die Miarbeiterin der Betriebsberufsschule der DR in Wustermark Rbf, Reichsbahn-Inspektor Roswitha Schieritz, ausgezeichnet.

08.03.1988
Nach 18 Monaten Generalinstandsetzung der beliebten Gaststätte "Raststätte" an der F 5, wird sie am 11.März wiedereröffnet.

17.05.1988
Der Bahnhof Wuslermark wird in das Ortsbild im Zuge der Aktion VK-Stafette "Schönere Bahnhöfe".  

20.12.1988
Genossen aus Nikaragua besuchen Pädagogen in Wustermark.  

04.10.1989
Ein Erntefest anlässlich des 40. Jahrestages der DDR feiern die Mitglieder der VdgB Ortsorganisation Wustermark.

Oktober 1989
Der Gemeinde Wustermark wird Dank und Anerkennung ausgesprochen für hervorragende kommunalpolitische Ergebnis-se bei der Steigerung des Leistungswachstums und zur Verbesserung des Bürgerwohls in Vorbereitung des 40. Jahrestages der DDR.  

31.12.1989
Wustermark hat 1401 Einwohner.

18.03.1990
Ergebnis der Volkskammerwahl in der Gemeinde Wustermark:
Wahlberechtigte 435, Stimmenabgaben 414, ungültig 1.
SPD
175 42,4 %
CDU
114 27,6 %
PDS
..49 11,9 %
LDP
..25 ..6,1 %
Grüne Partei
..20 ..4,9 %
DBD
....8 ..1,9 %
DSU
....7 ..1,7 %
Bündnis 90
....6 ..1,5 %
DA
....5 ..1,2 %
USAP
....2 ..0,5 %
NDPD
....1 ..0,2 %
Nelken
....1 ..0,2 %
Jugendlisten
....0 ..0,0 %
EFP
....0 ..0,0 %
KPD
....0 ..0,0 %
UVP
....0 ..0,0 %

27.05.1990
Auf 130 Hektar soll der Gewerbe- und Industriepark Wustermark entstehen.  

30.06.1990
Wustermark hat 1376 Einwohner.

01.06.1991
Seit Juni verkehrt eine neue Buslinie von Wustermark über Brie-selang nach Falkensee und zurück.

16.10.1991
Die ersten Überlegungen und Diskussionen über ein "Güterver-teilungszentrum Wustermark" finden statt. Nauen und die betroffenen Gemeinden bestehen auf ein klares Mitspracherecht.

06.12.1991
Zwei Maskierte überfielen an diesem Tage die Poststelle und erbeuteten Bargeld.

1992
Die Baulandpreise in Wustermark liegen zwischen 70,- und 120,- DM.

22.01.1992
Seit Anfang des Jahres gibt es die Verwaltungsgemeinschaft der Orte Wustermark, Elstal, Priort, Hoppenrade, Buchow-Karpzow und Wernitz. Das Problem: Es fehlen 600 Seelen, um von Bonn als VWG (mindestens 5000) akzeptiert zu werden. Es wird daher erwogen, ob sich Dallgow (ca. 3000) der VWG Wustermark anschließt, doch die Dallgower sind massiv dagegen.

23.01.1992
Die B5 soll Wustermark nördlich umgehen, die entsprechende Planung ist in der Genehmigungsphase. 13000 Fahrzeuge brausen jetzt schon durch den Ort, mit einem Gewerbe- und Güterverkehrszentrum wird sich der Verkehr massiv erhöhen.

Mai 1992
Wustermark und Umgebung ist gut mit Telefonanschlüssen versorgt.

14.06.1992
Parallel zum Volksentscheid über die neue Landesverfassung findet auf Beschluss der Gemeindevertretung ein Bürgerentscheid zur Frage des Ortsnamens statt:
Anlass dafür ist, dass seit der Eingemeindung von Dyrotz im Jahre 1957 offensichtlich eine einheitliche Ortsbezeichnung nicht durchgehalten wurde. Dies äußerte sich in der Veränderung der Ortsschilder, unterschiedlichen Eintragungen in Personalaus-weisen, Wählerlisten und anderen Dokumenten. Deshalb sollte nun eine klare Festlegung getroffen werden. Die Frage hieß:
Wie soll der Ortsname lauten:
(1) wie bisher: Wustermark mit den Ortsteilen Dyrotz und Dyrotz-Luch
(2) Doppelname: Wustermark-Dyrotz mit den Ortsteilen Wustermark, Dyrotz und Dyrotz-Luch

22.09.1992
Das Brandenburger Innenministerium hat die Gemeinde Dallgow-Döberitz "zwangsweise" dem Amt Wustermark zugeordnet.

10.11.1992
S-Bahn zwischen Staaken und Wustermark rechne sich auch in Zukunft nicht. Zu diesem Ergebnis kam ein Gutachten, welches die Kreisverwaltung in Auftrag gegeben hatte. Ein Bericht der MAZ.  

19.12.1992
Foto der alten Kanalbrücke B5 in Dyrotz.  

Ende 1992
62 Erdgas-Hausanschlüsse sind fertig gestellt.

26.01.1993
An der B5 zwischen Dyrotz und Abzweig Priort wird es keinen Markt geben wegen unzureichender Sicherheit in diesem Bereich.

06.02.1993
Der kommissarisch amtierende Amtsdirektor Wolfgang Schröder, vormals Bürgermeister der Gemeinde Wustermark, wird nicht zur Wahl des neuen Amtsdirektors antreten.

23.03.1993
Ein Bebauungsplan für ein neues Wohngebiet "An der Siedlung" ist beschlossen worden. Zwischen B 5 und B 273 sollen 750 Wohnungen gebaut werden.

April 1993
Die ersten symbolischen Spatenstiche für das neue Wohngebiet für 2300 Einwohner werden getan.  

1993
In diesem Jahr werden die Siedlungswege mit Asphaltfräsgut befestigt.

05.06.1993
Der Rangierbahnhof ist nach wie vor Dreh- und Angelpunkt des Güterverkehrs auf Schienen. Täglich werden 500 Waggons umrangiert. Vollständiger Artikel der MAZ hier  

30.07.1993
In der Bronzezeit lebten die Ur-Wustermarker in Pfostengruben.  

17.08.1993
Offizieller Baubeginn zur Erschließung des Wohngebietes "An der Siedlung" für 2300 Einwohner.
Im Vorfeld wurden auf dem Gebiet archäologische Ausgrabungen durchgeführt, die durch Funde belegten, dass die Fläche schon im 3. Jahrtausend v. Chr. bewohnt wurde.
Zusammenfassung des Grabungsbefundes  

Okt. 1993
In Wustermark sind 54 Gewerbebetriebe ansässig, teilte Bürgermeister Wolfgang Schröder mit.

09.10.1993
In der Schule, deren Schüler auch aus Buchow-Karpzow, Elstal, Hoppenrade, Wernitz und Priort kommen, konnte eine neue Heizungsanlage und Sanitäreinrichtungen fertiggestellt werden.

09.12.1993
Bäcker Klaus Voigt (60) aus Dyrotz ist seit 35 Jahren Meister vor Trog und Ofen. Sein Großvater Gustav gründete 1888 die Bäckerei. Dieses und vieles mehr ist in der Neuen Nauener Rundschau nachzulesen.

20.01.1994
Auf Anregung der Direktorin der Grundschule, Elke Schiller, wer-den die kargen Wände der langen Flure von drei Künstlern mit einem eindrucksvollen Fries bis in die oberen Etagen verziert.

24.02.1994
Ein beliebter Zwischenstopp für viele Kraftfahrer ist der Imbiß direkt an der B 5 in der Berliner Staße 4. Betreiber ist seit zwei Jahren das Ehepaar Monika und Jonny Peter. Auch ältere Menschen holen sich hier eine warme Mahlzeit ab. Bis zur Wende wurden dort Mittagessen für Schulen gekocht, doch nun wünscht der neue Hausverwalter, der aus dem Westen kommt, die Schließung, um die Räume anderweitig nutzen zu können.

01.04.1994
Das 1. Amtsblatt des Amtes Wustermark erscheint. Mitgliedsge-meinden sind Buchow-Karpzow, Elstal, Hoppenrade, Priort, Wernitz und Wustermark.
Die Gemeinde Wustermark beabsichtigt, ein Güterverkehrszen-trum (GVZ) zu errichten.

April 1994
Zügig fortgeschritten sind derzeit die Bauarbeiten an der Bahnlinie Berlin-Hannover im Abschnitt zwischen Wustermark und Staaken. Die ehemals viergleisige Strecke, die als Folge des zweiten Weltkrieges und der deutschen Teilung nur noch zweigleisig betrieben wurde, soll nicht nur in ihren früheren Zustand zurückversetzt werden. Sie wird auch Hoch- geschwindigkeitsgleis und in vollem Umfang elektrifiziert.

Mai 1994
Wieder in Betrieb genommen wurde zu Ostern das Geläut der Dorfkirche Wustermark.

17.06.1994
Bei den Europawahlen gehen die meisten Stimmen an die SPD (176), CDU (106) und PDS (59).

29.06.1994
Ausbau des Havelkanals bis zum geplanten GVZ Wustermark beschlossen. Artikel in der Neuen Nauener Rundschau  

25.08.1994
Beginn der Erschließungsarbeiten zum Güterverkehrszentrums. Artikel der MAZ  

Sept. 1994
Baubeginn des Neubauprojektes "An der Wublitz".

14.09.1994
Bei den Landtagswahlen gehen die meisten Stimmen an die SPD (373), CDU (105) und PDS (74).

23.09.1994
Richtfest für den Neubau des Rathauses wird gefeiert.

18.10.1994
Bei den Bundestagswahlen gehen die meisten Stimmen an die SPD (400), CDU (210) und PDS (97).

06.12.1994
In Wustermark gibt es zum Jahresende 63 Gewerbetreibende.

13.01.1995
Dyrotzer Kirche wird wieder zur "Perle des Havellandes".  

31.01.1995
Wustermark hat 1372 Einwohner.

27.02.1995
Dallgower Gemeindevertreter kritisieren den Ausbau der B5.  

08.03.1995
Das neue Verwaltungsgebäude nimmt auch die Amtsbibliothek auf. Aus der MAZ  

10.03.1995
Raubüberfall auf die Wustermarker Sparkasse. Aus der MAZ  

16.03.1995
Wustermarker Sparkassenfiliale zum dritten Mal überfallen.  

26.04.1995
Eine Brücke soll den Bahnübergang bei Wustermark ersetzen. Aus der MAZ  

Mai 1995
Wustermarker Straßen bekommen Asphaltbelag. Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten für die Verlegung von Trink-, Abwasser- und Regenwasserleitungen in der Friedrich-Rumpf-Straße wird die Fahrbahn asphaltiert. Das Pflaster soll in den Parkbuchten am Fahrbahnrand eingesetzt werden. Parallel zur Straße werden außerdem ein Geh- und Radweg angelegt.
Ebenso sind die Zeiten der Schlaglöcher und großen Pfützen für die Schulstraße und den Mühlenweg vorüber. Auf einer Sitzung beschlossen die Gemeindevertreter diese zu asphaltieren.

07.06.1995
Kurzporträt des Wustermarker Bürgermeisters Manfred Junghans.

13.06.1995
Die Mittelbrandenburgische Sparkasse verlegt ihre Geschäfts-stelle in das neue Verwaltungsgebäude an der Hoppenrader Allee.

Juli 1995
Die Gemeinde Wustermark hat einen Wochenmarkt jeden Samstag auf dem öffentlichen Parkplatz Hoppenrader Allee.

16.09.1995
Provisorische Verkehrsverbindung zum GVZ übergeben.  

28.09.1995
Protestunterschriften gegen die Einstellung des Schienen-verkehrs zwischen Berlin und Wustermark übergeben.  

15.10.1995
Krach um den Bahntunnel in Wustermark: Aus Kostengründen wird der Ortsteil Ziegelei nun doch nicht direkten Zugang zum Bahnhof haben, sondern der Tunnel soll nur den Bahnhofsvor-platz mit dem Bahnsteig verbinden.  

17.10.1995
Baubeginn für das GVZ Wustermark  

25.10.1995
Neue Bibliothek im Wustermarker Rathaus eröffnet  

02.11.1995
Die Umladehalle im Rangierbahnhof wird geschlossen, weil der Ladedienst zum Jahresanfang nach Berlin verlegt wird.

Nov. 1995
Seit November gibt es eine Sozialstation in Wustermark.

30.11.1995
Abnahme der Umbauarbeiten an der Friedrich-Rumpf-Straße.

29.12.1995
Grünes Licht für Hafenbau in Wustermark.
Die Planungen für den Hafen im Güterverkehrszentrum (GVZ) Wustermark können beginnen. Das Potsdamer Verkehrs-ministerium hat mehr als eine halbe Million Mark dafür bereitgestellt.
Mit dem Hafenbecken erhält das GVZ direkten Anschluss an die Wasserstraße Hannover-Berlin, die im Rahmen der Verkehrs-projekte Deutsche Einheit ausgebaut werden soll.

31.01.1996
20 Familien in Dyrotz, darunter Wandt, Stoll und Schönberg, bangen um ihre Grundstücke, die bis 1934 der jüdischen Verlegerfamilie Lachmann-Mosse aus Berlin gehörten, deren Erben jetzt einen Antrag auf Rückübertragung gestellt haben. Die Grundstücke waren Teil des Rittergutes Dyrotz.  

25.03.1996
Das im Jahr 1991 neu eröffnete „Landhaus Tusk" wird wegen fehlender Baugenehmigungen geschlossen.

26.04.1996
Im Zuge des Verkehrsprojektes No. 17 der Deutschen Einheit läuft die Planung für einen Hafen am GVZ an. Außerdem soll der Ausbau des Havelkanals zwischen Paretz und Wustermark angegangen werden.
Im Zuge des Baues der IC - Hochgeschwindigkeitstrecke Hannover-Berlin wurde eine von zwei parallel liegenden Eisenbahnbrücken über den Havelkanal bei Wustermark um acht Meter in südliche Richtung verschoben (4801 - 43 m lang).

27.04.1996
Der Bürgermeister von Wustermark, Manfred Junghans, legt sein Amt nieder. Er hatte Äußerungen gemacht, die eine Herab-würdigung von Juden erkennen lassen. Bis zur Neuwahl eines Bürgermeisters beauftragte die Gemeindevertretung den stellvertretenden Bürgermeister, Manfred Rettke, mit der Wahrnehmung der Amtsgeschäfte.

30.04.1996
Wustermark hat 1469 Einwohner.

05.05.1996
Volksabstimmung über die geplante Fusion Berlin-Brandenburg. Das Abstimmungsergebnis in Wustermark:
Abst.-Berechtigte:
1100
Teilnehmer:
790 71,82%
Antwort ja:
290 36,71%
Antwort nein:
492 62,28%
ungültig:
....8 ..1,01%

07.07.1996
Bürgermeisterwahl in Wustermark.
38 Prozent alle Wahlberechtigten (1105) beteiligten sich an der Bürgermeisterwahl und stimmten mit 357 Ja-Stimmen für und 59 Nein-Stimmen gegen Manfred Rettke (parteilos). Damit erhielt Rettke 85,2 Prozent aller Stimmen.  

Juli 1996
Umbau der früheren HO - Gaststätte in ein Hotel und Gewerbe-haus.

16.08.1996
Richtfest im Neubaugebiet "An der Siedlung".  

28.08.1996
Zum stellvertretenden Bürgermeister wird Bäckermeister Klaus Voigt (CDU) aus Dyrotz gewählt. Die Gemeindevertreter entschieden sich einstimmig für ihn.

Sept.1996
Die Freiwillige Feuerwehr feiert ihren 90. Geburtstag.

08.09.1996
Am Tag des offenen Denkmals konnte die größte unbefestigte Siedlung der Slawen (10. bis 12. Jahrh.) besichtigt werden.  

Sept.1996
Startschuss für den Bau des Wustermarker Einkaufszentrum.

14.09.1996
Die Gemeindevertretung spricht sich für den Neubau einer größeren Feldwegbrücke über den Havelkanal aus.

28.11.1996
Erstes Treffen zur Gründung des Vereins Querbeet (Vorläufer des Kulturvereins).

1997
Die Umleitung der B5 ist beschlossene Sache, der Baubeginn ist für 1998 avisiert.

17.01.1997
Gründung eines SPD Ortsvereins.

22.01.1997
Aral beabsichtigt eine Tankstelle mit LKW-Waschanlage und Bistro im GVZ zu errichten.

12.02.1997
Beschluss zum Bau einer Verbindungsstraße zwischen der B5 und Mühlenweg.

14.02.1997
Die Pläne des Amtsdirektors, Dieter Kieber, zum Zusammen-schluss der Amtsgemeinden werden von den Wustermarker Gemeindevertretern entschieden abgelehnt.

15.02.1997
Eine Übertragung des Gebietes Dyrotz-Luch an Falkensee wird diskutiert, doch letztendlich sollen im Ernstfall die Bürger entscheiden. Hintergrund sind geplante Bauten im Güterver-kehrszentrum, die eine Schließung des einzigen Zuganges nach Dyrotz-Luch notwendig machen könnten.

22.03.1997
Die Diskussionen einer Zusammenlegung der Amtsgemeinden betreffend gehen weiter. Wie könnte der Name der neuen Gemeinde lauten?  

30.03.1997
Der Verein Querbeet organisiert das erste Wustermarker Osterfest.

April 1997
Der Ausbau der Brandenburger Straße kann bis Ende des Monats erfolgen.

01.06.1997
Der Regionalverkehr zwischen Wustermark und Spandau ist neu eröffnet. Die Züge fahren im Stundentakt.

09.06.1997
Nach fast 30 Jahren können die Dyrotzer wieder in ihre Kirche, die wegen Baufälligkeit seit 1970 gesperrt war.  

24.08.1997
Der Zusammenschluss der Amtsgemeinden ist gescheitert: vier Kommunen dagegen, nur zwei dafür (Hoppenrade und Buchow-Karpzow).

27.09.1997
An der B 5 Abzweigung B 273 wird ein 20-Betten-Hotel Anfang Oktober eröffnet.

01.10.1997
Die Schranken sind passee, ab heute können die Autofahrer ungehindert durch Wustermark fahren, die neue Brücke über die Eisenbahn ist eröffnet.

11.10.1997
Direkt am Demex-Gewerbepark hat eine Aral-Tankstelle eröffnet.

21.11.1997
Wernitzer und Wustermarker Politiker stimmen einer Fusion beider Kommunen zu.

10.02.1998
Schlechte Luft soll bald der Vergangenheit angehören. Mit einem modernen Filtersystem will der Abwasserverband dem von der Kanalisation herrührenden Gestank ein Ende machen.

März 1998
Grundsteinlegung des Einkaufzentrums "Wuster-Markt".  

11.04.1998
Ein Altenpflegeheim mit achtzig Plätzen soll bis zum Jahresende von der Marseille-Klinik gebaut werden. Das Unternehmen will rund sieben Millionen Mark investieren, das Gebäude soll an der Brandenburger Straße entstehen.

13.06.1998
Die Jugendlichen bekommen die Räume des alten Kindergartens. Da eine neue Kindertagesstätte noch in diesem Jahr gebaut wird, sei dies der Containerlösung vorzuziehen, sagte Bürgermeister Manfred Rettke nach einem Treffen mit Amtsdirektor Dieter Kieber.

16.06.1998
Der Dyrotzer Familienbetrieb Voigt feiert 110jähriges Firmen-jubiläum.  

26.06.1998
Richtfest des Einkaufzentrums "Wuster-Markt".  

04.08.1998
Pfarrerin Heike Benzin wird am 1. September ihren Dienst im Pfarrsprengel Wustermark antreten.

10.08.1998
Parteilose Wustermarker haben sich zur "Freien Wählergemein-schaft Wustermark" zusammengeschlossen. Sie wollen mit eige-nen Kandidaten zur Kommunalwahl antreten.

11.09.1998
Die B 5 soll in Zukunft nicht mehr durch Wustermark führen. Am 18. September um 13 Uhr wird der erste Spatenstich für die Umgehung erfolgen.

24.09.1998
REWE eröffnet seinen Supermarkt im Einkaufszentrum.

27.09.1998
Bei den Kommunalwahlen zum ehrenamtlichen Bürgermeister erhielt Manfred Rettke von 1534 abgegebenen Stimmen 1248.

27.09.1998
Wernitz ist jetzt ein Ortsteil von Wustermark.

05.11.1998
Dyrotzer Klubbesucher mögen Werner Schild so, wie er ist.  

06.11.1998
Grundsteinlegung für das Designer-Outlet-Center im DEMEX-Park an der B5.

27.11.1998
Am Bahnhof werden 20 PKW-Stellplätze und überdachte Fahr-radständer eingerichtet.

06.02.1999
Die Marseille-Kliniken AG hat ihr Projekt, ein Altenheim in Wuster-mark zu bauen, auf Eis gelegt wegen der geänderten politischen Rahmenbedingungen.

20.03.1999
Für Behinderte und Müttern mit Kindern wird es weiterhin beschwerlich sein, den Zug zu erreichen. Die Bahn begründet ihre Ablehnung eines behindertengerechten Zugangs mit zu wenig Reisenden. Statt geforderten 1000 zählt man derzeit nur 400 Bahnkunden pro Tag.

27.03.1999
Der Neptunbrunnen wird eingeweiht.  

01.04.1999
Der neue Wustermarker Amtsdirektor heißt Horst Pohl. Der 51jährige löst Dieter Kieber ab, der Sozialdezernent in der Kreisverwaltung Havelland wird.

08.05.1999
Querbeet e.V. veranstaltet ein Open-Air-Konzert im Demex-Park.

23.05.1999
Die Sparkasse wurde wieder mal überfallen. Die Räuber ent-kamen mit mehreren tausend Mark.

04.06.1999
Luftfoto B5-Abfahrt Outlet-Center.  

21.07.1999
Wustermarker sind sehr tierlieb: weil der alte Transformatorturm an der Brandenburgischen Straße von Eulen bewohnt wurde, konnte das Teil nicht abgerissen werden. Jetzt sind sie ausge-zogen und der Turm könnte abgerissen werden.

23.08.1999
Im Geschäft von Gisela Thomas, "Tommi's Schreibkiste", eröffnet die Deutsche Post heute eine Agentur.

31.08.1999
Der Jugendklub feiert sein 8-jähriges Bestehen.

03.12.1999
Grundsteinlegung des Kita Neubaus.

24.12.1999
Das Güterverkehrszentrum registrierte 1999 die größte Nach-frage seit dem Bestehen. Dadurch fanden allein in diesem Jahr 400 Menschen Arbeit.

04.01.2000
Der Versuch, den erhofften Wochenmarkt an dem Brunnen zu eröffnen, scheitert nun schon zum 2. Mal. Die Händler scheint der Mut verlassen zu haben.

14.01.2000
In Tommi's Schreibkiste wurde eingebrochen und 300 Stangen Zigaretten entwendet.

03.02.2000
Um den Weg für konstruktive Jugendarbeit zu ebnen, musste zunächst der Konflikt zwischen den etwa 60 jungen Leuten im Jugendclub Dyrotz und den Gemeindepolitikern an einem runden Tisch beigelegt werden. Gleichgültigkeit werfen die Jugendlichen den Politikern vor, sie interessierten sich nicht für den Club und ihre Bedürfnisse. Außerdem seien sie es leid, für jeden Scherbenhaufen im Dorf verantwortlich gemacht zu werden.

08.02.2000
Seit Herbst 1998 gehört Wernitz zu Wustermark, verändert hat sich für die 189 Dörfler so gut wie nichts. Aus dem Havelländer.  

15.03.2000
Der Bund fördert das Projekt Umschlagbahnhof im GVZ mit 12 Millionen DM.

29.03.2000
Hundert Raver drängelten sich zur Eröffnung des Wustermarker Party-Sommers am Wochenende bei der Techno-Party des Jugendclubs. Im Schwarzlichtgewitter folgten die Tänzer den Beats von DJ Yettle und DJ Yellow.

29.04.2000
Zwei junge Männer stürzten auf einer Baustelle im GVZ in den Tod. Die beiden standen auf einer Hebebühne, deren Plattform auf 13 m ausgefahren war, als diese plötzlich umkippte.

25.05.2000
Nach zweiwöchigem Probelauf wird das bundesweit erste Designer Outlet Center eröffnet.

01.07.2000
Einweihung der neuen Kita an der Brandenburger Straße.

23.09.2000
Aus der ehemaligen Kita am Mühlenweg wird eine Bürger-begegnungsstätte, in der sowohl Jugendliche als auch Senioren der Gemeinde ihren Platz finden.

07.12.2000
In Wernitz leben z. Zt. 206 Menschen, für die soll der alte leerstehende Konsum zu einer Begegnungsstätte umgebaut werden.

26.01.2001
Aus der MAZ: Die Wernitzer Kirchenuhr zeigt immer sieben vor sieben.  

07.09.2001
Das 1. Wustermarker Brunnenfest findet statt.

2001
Umbau der alten Kita in eine Begegnungsstätte sowie Räume für den Jugendclub und der Sozialstation.
Baubeginn des B5-Knoten Wernitz.
Richtfest im B5- Designer Outlet Center für Nike Faktory Store.

05.03.2002
Bernd Drees wird mit 7 von 9 abgegebenen Stimmen zum neuen Amtsdirektor gewählt.

31.12.2002
Die Amtsgemeinden Buchow-Karpzow, Elstal, Hoppenrade, Priort und Wustermark bilden die neue Gemeinde Wustermark. Die vorgenannten sind jetzt Ortsteile der Gemeinde Wustermark. Der Amtsdirektor ist jetzt hauptamtlicher Bürgermeister.

08.06.2004
In Dyrotz werden bis Ende September Straße und Gehwege neu gemacht. Daher ist seit kurzem die Ortsdurchfahrt in dem Wustermarker Gemeindeteil voll gesperrt. An dieser Vollsperrung scheiden sich die Geister. Der Dyrotzer Bäcker Voigt zum Beispiel beklagt den Verlust von Kunden.

27.07.2004
Ingo Zinnitz startet am 1. August als Jugendbetreuer in Wustermark.

29.07.2004
Knochenfund in Wustermark. Im Zuge der Bauarbeiten an der neuen Brücke über dem Havelkanal kamen jungsteinzeitliche Gruben zu Tage, darunter drei vollständige Bestattungen sowie die Reste eines vierten Grabes aus der Bronzezeit.  

14.09.2004
Früher hatte es in der Wustermarker Kirche immer etwas muffig und modrig gerochen, Putz blätterte von den Wänden. Diese Zeiten sind vorbei. Vier Jahre lang wurde gehämmert, verputzt und gemalert. Nun sind die Renovierungsarbeiten abgeschlossen und Wände, Turm und Mosaikboden erstrahlen in neuem Glanz.

07.10.2004
Zwischen Wustermark und Zeestow verläuft ein Wanderweg – eigentlich.  

22.10.2004
Disput zur Jugendarbeit in Wustermark.  

30.11.2004
Wustermark hat 12,4 Millionen Euro Fördermittel für den Bau eines Binnenwirtschaftshafens im Güterverkehrszentrum (GVZ) erhalten. Mit zwei Firmen, die den Umschlagplatz nutzen wollen, gibt es verbindliche Vorverträge. Das GVZ ist bereits an Schiene und Straße angebunden.

02.12.2004
Wolfram Kroll ist Repo in Wustermark.  

20.01.2005
Seltener Anblick: Brücke auf Brücke in Dyrotz.  

17.06.2005
Wustermarks Volksvertreter haben in ihrer Sitzung am Mittwochabend den Weg zum Brandenburger Oberverwaltungs-gericht frei gemacht. Mit 15-Ja-Stimmen, bei einer Enthaltung beschlossen sie, eine Normenkontrollklage zur Überprüfung des Teilplanes Windenergie der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming zu beantragen.

24.06.2005
Seit dem vorigen Jahr engagieren sich die Volleyballspieler Wolfgang Woiwode und Siegfried Bärsch vom SV Wustermark für den Aufbau einer Jugendmannschaft im Verein. Mit Beginn ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit fanden viele Mädchen und Jungen den Weg in die Sporthalle der Grundschule von Wustermark, um das Volleyballspielen zu erlernen.

23.07.2005
Windfarm abgelehnt.  

09.09.2005
Bürger äußern Unverständnis über Pappel-Kahlschlag in Dyrotz-Luch.

17.09.2005
Anlässlich des Events „Dorfkirchensommer in Brandenburg“ beteiligt sich der Altbundespräsident Richard von Weizsäcker mit einer Lesung in der Dorfkirche in Dyrotz.

27.09.2005
Die Kuhdammbrücke über den Havelkanal bei Wustermark ist seit gestern Nachmittag fertig.  

25.10.2005
Erste Thomasmesse in Wustermark.  

01.11.2005
Eine Schlägerei hat es am Sonntag gegen 1Uhr in der Hamburger Straße in Wustermark gegeben. Ein 46-jähriger Mann ist dort von zwei Unbekannten zu Boden geschlagen worden. Der Geschädigte konnte aufstehen und flüchten. Die Täter verließen den Tatort mit dem Fahrrad des Geschädigten. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

07.11.2005
In der Einkaufspassage im Wustermarkt wird am 3. Dezember ein Weihnachtsmarkt veranstaltet.

13.02.2006
Erika Hösel kümmert sich seit Jahren ehrenamtlich um Friedhofs-anlage und Soldatengräber.  

28.02.2006
Fragen zu „Windgeld“ in Wustermark.  

19.05.2006
Branchenriese Mc Arthur Glen übernimmt Outletcenter und Demex-Park in Wustermark.  

August 2006
Beginn des Baus eines Radweges zwischen Wernitz und der B5.

12.08.2006
Im Oktober soll der erste Spatenstich für den Bau des Binnenwirtschaftshafens in Wustermark erfolgen. Mit dem Projekt wird gleichzeitig der vierte Bauabschnitt des Güterverkehrs-zentrums Wustermark (GVZ) realisiert. Der Hafen am Havelkanal kostet 15,4Millionen Euro, vom Brandenburger Wirtschafts-ministerium wurden 12,4Millionen Euro Fördermittel bewilligt.

19.08.2006
Der Verein Nauener Tafel hat in Wustermark seine sechste Filiale eröffnet.

31.08.2006
Gleich zwei wichtige Einrichtungen werden am 8. September in Wustermark freigegeben: um 13.30 Uhr der erweiterte Park-and-Ride-Platz am Bahnhof und um 14 Uhr der Kreisverkehr mitten im Ort.

06.09.2006
Mit einem Festumzug von Dyrotz nach Wustermark beginnt am Sonnabend um 10 Uhr das große Fest aus Anlass des 100. Geburtstages der Wustermarker Feuerwehr.

10.10.2006
Seit gestern Nachmittag, kurz vor 16 Uhr, rollen die Autos auf der Bundesstraße 5 zwischen Nauen und Wustermark auf zwei neuen Fahrbahnen. Die Spur, die nach vollständiger Öffnung der B5 in Richtung Wustermark und weiter nach Berlin führt, ist nach knapp fünfmonatiger Bauzeit für den Verkehr freigegeben worden. Dafür wird nun die Richtungsfahrbahn nach Nauen gesperrt und saniert. Im kommenden Frühjahr soll das letzte vierspurige Stück der Bundesstraße fertig gestellt sein.

02.11.2006
Aktionsbündnis Wustermark will sich neu definieren und schaut erst mal zurück.  

23.11.2006
Für Wustermarks Feuerwehr ist mit der Brandserie ein Albtraum zu Ende.  

28.11.2006
Im Sinne Sielmanns nach Kräften helfen.  

30.01.2007
In Wustermark wird Windplan erarbeitet.  

31.01.2007
Das Wasserstraßen-Neubauamt Berlin beginnt in diesem Jahr mit dem Ausbau des Havelkanals. Vom Güterverkehrszentrum (GVZ) Wustermark aus geht es in Richtung Süden. Die Arbeiten erfolgen in Zusammenhaben mit dem geplanten Bau des Binnenhafens für das Gewerbegebiet GVZ.

24.03.2007
Einen Trödelmarkt veranstaltet die Nauener Tafel am Dienstag, 3.April, auf dem Rewe-Parkplatz in Wustermark. Zwischen 9 und 17 Uhr können Geschirr, Kleidung, Bücher oder Haushaltswäsche erfeilscht werden. Außerdem gibt es Kuchen, Würste, Waffeln und andere Leckereien. Die Einnahmen kommen der Suppenküche und der Tafel zugute.

22.05.2007
Gemeindefest-Idee sorgt für Unruhe in Wustermark. Warum ausgerechnet jetzt? Das könnte schon vorgezogener Wahlkampf für die SPD und ihren Bürgermeister sein, wurde spekuliert.  

09.06.2007
Hafenbau im GVZ: Bald sollen Schiffe kommen.  

15.06.2007
Straßenbau: Die Durchschnittskosten für Anlieger liegen zwischen 4,20 Euro und 5,50 Euro.

26.07.2007
In Wustermark soll künftig ein Gemeindefest gefeiert werden.  

28.07.2007
Erstmals Miss-Wahl in Wustermark.
Das diesjährige Brunnenfest bietet eine Miss-Wahl an.

09.08.2007
Sommerfest bei der Tafel in Wustermark.  

21.08.2007
Halvor Adrian ist zurück auf der politischen Bühne des Havel-landes. Mit einem deutlichen Votum wählten die Mitglieder des CDU-Gemeindeverbandes Wustermark den 47-Jährigen am Freitagabend zu ihrem neuen Vorsitzenden.

04.09.2007
Der Bahnhof Wustermark soll mittelfristig Aufzüge erhalten, so dass auch gehbehinderte Menschen und Frauen mit Kinderwagen ohne Mühe zum Zug kommen. Das hat die Bahntochter „Station und Service“ in dieser Woche schriftlich der SPD Wustermark mitgeteilt.

28.09.2007
Schulerweiterung in Wustermark: Fragen an Bürgermeister Bernd Drees werden kritischer.  

26.10.2007
Netto hat ein Kühllager im GVZ-Wustermark eröffnet.

27.10.2007
Die Pläne für das bundesweit erste Fabrikverkaufs-Center sind in Wustermark vorgestellt worden. Im Demex-Gewerbepark an der B5 sollen schon im kommenden Jahr Hallen mit einer Verkaufsfläche von insgesamt 11 000 Quadratmeter ihre Pforten öffnen.

06.11.2007
CDU-Wustermark ist gegen weitere Windräder.  

10.11.2007
Bürgerinitiative „Gegenwind“ sammelte Unterschriften in Wustermark.  

29.11.2007
Mehrheitsbeschluss der Wustermarker Gemeindevertreter zu-gunsten einer Anmietung von Räumen für eine Grundschulfiliale in der Hamburger Straße 9 D.  

22.12.2007
Der Ausbau der 340 Meter langen Feldstraße in Dyrotz ist beendet. Von den Kosten in Höhe von rund 210.000 Euro mussten die Anwohner 111.000 Euro aufbringen.

18.01.2008
Es begann in Wustermark. Ortsbürgermeister Manfred Rettke schwärmt von der jungen Schönheitskönigin und hofft, dass sie beim nächsten Wustermarker Brunnenfest wieder dabei ist.  

22.03.2008
Votum gegen regionalen Windplan, Wustermark will neue Normenkontrollklage.  

14.05.2008
Einschnitte an Grundschule Wustermark: Weniger Abc-Schützen als erwartet.
Eltern aus Wustermark orientieren sich um. Etwa 20 Kinder werden außerhalb der Gemeinde eingeschult.

10.06.2008
Wählergemeinschaft wurde in Wustermark gegründet.  

Juli 2008
Zum 50-jährigen Jubiläum der Wustermarker Schule besucht eine geborene Wustermarkerin mit etlichen Olympia- und Weltmeister-titeln im Rudern ihre alte Schule.  

27.09.2008
Die Ergebnisse der Kommunalwahl:
Wahlbeteiligung:49,2 %
SPD:31,02 %
CDU:30,23 %
Linke:24,8 %
WWG:21,66 %
Linke:14,20 %
Bauern:2,88 %

02.10.2008
In Wustermark hat am Dienstag der Wahlausschuss getagt. Das endgültige Kommunalwahlergebnis steht fest und damit auch, wer in die Gemeindevertretung und die Ortsbeiräte einzieht:
Gemeindevertretung:
CDU: Halvor Adrian, Dietmar Seibt, Hartmut Jonischeit, Roland Mende, Winfried Greif
SPD: Manfred Rettke, Oliver Kreuels, Matthias Kunze, Marianne Skowrnowski, Michael Schmidt
Linke: Joachim Stein, Margit Paul, Tobias Bank, Sabine Stoll
WWG: Kirsten Kuhn, Elke Schiller, Harald Schöne, Andreas Stoll. Ortsbeirat Wustermark
Halvor Adrian, Roland Mende (beide CDU), Manfred Rettke, Christel Rosenkranz-Lange (beide SPD), Elke Schiller (Wählergemeinschaft WWG).

24.01.2009
Keine neuen Windräder in Wustermark.  

11.03.2009
Bahnreisende aus Wustermark, die gehbehindert oder mit Kinderwagen unterwegs sind, können wieder hoffen. Bahn plant offenbar Aufzug für Zugstation.

12.03.2009
Die alte Grundschulturnhalle in Wustermark platzt aus allen Nähten. Für die Gymnastik müssen die Kinder sogar in die Aula ausweichen. Die Ortspolitiker wollen diese Situation gern ändern und dazu das Geld aus dem Konjunkturpaket II nutzen. 580 000 Euro stehen der Gemeinde Wustermark insgesamt zur Verfügung.

14.05.2009
Anlieger der Ketziner Straße in Wernitz haben eine Interessen-gemeinschaft (IG) gegründet, um auf den unerträglichen Verkehrslärm durch Lastkraftwagen aufmerksam zu machen. Die Wernitzer wollen kurzfristige Maßnahmen wie eine Geschwindig-keitsreduzierung und langfristige wie eine Ortsumgehung.

07.07.2009
Am östlichen Ortseingang von Dyrotz soll eine Verkehrsinsel entstehen. Das fordert die Wustermarker CDU.

17.07.2009
Mit einem einstimmigen Beschluss der Gemeindevertretung für einen Optionsvertrag werden die Kraftwerkspläne festgezurrt.

27.07.2009
Der Seniorenrat will konkrete Probleme von Rentnern lösen. Die Gründung war von politischen Debatten begleitet.

09.09.2009
Jugendarbeit in Wustermark steht wieder im Rampenlicht.  

10.09.2009
Sechs demolierte Autos, ein umgefahrenes Verkehrszeichen und eine beschädigte Blumenrabatte waren die Folgen einer Alkoholfahrt am Dienstagabend in der Gemeinde Wustermark. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 2,44 Promille. Der angerichtete Schaden wird auf etwa 20 000 Euro geschätzt.

27.09.2009
Die Ergebnisse der Bundestagswahl:
CDU:26,1 %
SPD:22,1 %
Linke:24,8 %
FDP:12,4 %
B 90/Grüne:7,2 %
NPD:2,4 %

27.09.2009
Die Ergebnisse der Landtagswahl:
SPD:32,2 %
CDU:21,8 %
Linke:23.1 %
Grüne:5,8 %
Volksinitiative Wind:2,3 %

10.12.2009
SPD und CDU kürten Parteilosen zum Bürgermeisterkandidaten für Wustermark / Bernd Drees tritt als Einzelbewerber an. Mit 32 Stimmen wurde Holger Schreiber von der Listenvereinigung nominiert. Der jetzige Amtsinhaber Bernd Drees bekam zwei.

18.12.2009
Bürgerinitiative gegen Gaskraftwerk in Wustermark bezog vor Gemeindevertretern Position.  

06.01.2010
Bruch in der SPD Wustermark vollzogen. Wustermark Süd heißt der neue Parteiverband. Mit ihm erhoffen sich zwölf SPD-Mitglieder einen Neubeginn nach jahrelangen Streitigkeiten.

19.01.2010
Panther Packaging plant in Wustermark sein drittes Werk. Mehr als 20 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen. Die Firmengruppe ist mit der größte Investor im GVZ Wustermark.

27.01.2010
Die Jugendarbeit in Wustermark geriet 2009 mehrmals in die Schlagzeilen. Nun, wo die Ermittlungen eingestellt sind, äußern sich die Jugendbetreuer.  

08.02.2010
"Wahlforum Drees“ in Wustermark gegründet.  

09.02.2010
Die schwere Explosion, die sich am Wochenende in einem fast fertiggestellten Gaskraftwerk im US-Bundesstaat Connecticut ereignet hat, bewegt auch im Havelland die Gemüter. Denn hier plant die Firma Wustermark Energie, eine Tochter der Advanced Power AG, einen Kraftwerksbau in ähnlichen Dimensionen. Das sorgt seit Monaten für Diskussionen.

10.02.2010
Die Unwirtlichkeit des Wustermarker Bahnhofes ist legendär. Die Palette der Beschwerden reicht von unzureichenden Aufenthalts-möglichkeiten bis zur völligen Unerreichbarkeit der Bahnsteige für gehbehinderte Menschen. Für Dauerärger sorgt die miserable Information der Fahrgäste. Es gibt in Wustermark weder eine Anzeigentafel noch eine Lautsprecheranlage. Wenn ein Zug sich verspätet, erfahren die Reisenden davon nichts.

10.02.2010
Bürgermeisterwahl: Amtsinhaber Bernd Drees und Herausforderer Holger Schreiber über Visionen und Probleme in Wustermark. Am 28. Februar ist in der Gemeinde Wustermark Bürgermeisterwahl. MAZ wollte vorab wissen, wo die Kandidaten – Bernd Drees und Holger Schreiber – inhaltlich hin wollen.  

26.02.2010
Katherina Reiche (CDU), parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktor-sicherheit, hat am Donnerstag Wustermark besucht.

01.03.2010
Erwartungen: Anke Fiebranz über das Wahlergebnis in Wustermark (Schreiber 1.819 Stimmen, Drees 1.655 Stimmen) und schwierige Aufgaben.  

20.03.2010
Die Haushaltslage ist weiterhin nicht rosig. Das aktuelle Defizit beträgt 3,64 Millionen Euro. Projekte, die nicht zwingend sind, wurden kurzfristig aus dem Plan genommen.

27.03.2010
Ermittlungen wegen Verdachts der Wahlfälschung in Wustermark.

28.04.2010
Protestzug in Wustermark: Etwa 350 Männer, Frauen und Kinder zogen gestern Abend friedlich ins Zentrum von Wustermark. Die Demonstranten protestierten gegen das geplante Gaskraftwerk.

03.05.2010
Amtswechsel in der Verwaltung: Holger Schreiber hat heute seinen ersten Arbeitstag als Bürgermeister im Rathaus an der Hoppenrader Allee.

20.06.2010
Kraftwerksgegner picknickten heute Vormittag am Havelkanal in Wustermark. Kaffee und Brot auf der Wiese, aber keine großen Reden. Das war die Devise beim Treffen der Bürgerinitiative.  

11.08.2010
Jugendliche zelten in Wustermark.
Ein Zeltlager entsteht am kommenden Wochenende an der Begegnungsstätte im Wustermarker Mühlenweg. Veranstaltet wird es vom Jugendfreizeittreff, einem neuen Zusammenschluss von Ehrenamtlichen, die Freizeitangebote für Jugendliche in der Gemeinde offerieren wollen. Das Zeltcamp für eine Nacht ist die erste größere Aktion, so Werner Schild vom Jugendfreizeittreff. Bis jetzt haben sich 20 Jugendliche angemeldet, maximal 30 können es werden.

01.09.2010
Das 10. Brunnenfest in Wustermark hat viele Höhepunkte, einer ist traditionell die Miss Havelland-Wahl ein anderer der Auftritt der Coverband Right Now, und außerdem, wie jedes Jahr, Neptuns Auftritt am Brunnen.

03.09.2010
Die Investorengruppe McArthur Glen hat 80 Läden im Designer-Outlet Berlin geschaffen. Und auch fast 700 Arbeitsplätze.

13.10.2010
Das Geschäft im Hafen des Güterverkehrszentrums Wustermark, der 15 Millionen Euro gekostet hat, läuft nicht gut. weil der Warentransport mit dem Schiff in Richtung Wustermark zu teuer ist.

21.10.2010
Die Gemeinde will ihre Bürger zum Gaskraftwerk befragen und drängt auf klarere Planungen.  

20.11.2010
Einmalig im Havelland: Wustermark wird als einzige Gemeinde aus dem Kita-Vertragswerk mit dem Kreis ausscheren.  

09.12.2010
Die Wustermarker Gemeindevertreter haben es abgelehnt, eine befristet geltende Ausstiegsklausel, die zum Optionsvertrag für das geplante Gaskraftwerk gehört, um sieben Monate zu verlängern. Die Entscheidung fiel mit knapper Mehrheit am Mittwochabend im nicht öffentlichen Teil der Sitzung.

29.12.2010
Die Gemeinde Wustermark bekommt zum zweiten Mal Geld aus dem Fonds für hochverschuldete Kommunen. Die Wustermarker erhalten 437.000 Euro. Mit dem Geld sollen sie Zinsen für Kredite bezahlen, die aufgenommen werden mussten, um das Güter-verkehrszentrum (GVZ) zu entwickeln. Das vom Land zur Verfügung gestellte Geld darf allerdings nur zu diesem Zweck verwendet werden. Das Innenministerium besteht außerdem darauf, dass die Summe zurückgezahlt wird, sobald Wustermark weitere Grundstücke im GVZ verkauft hat und damit finanziell wieder mehr Handlungsspielraum hat.

Juni 2013
Die Pfarrei Wustermark feiert ihr 700-jähriges Bestehen.

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